Dr. Oetker GmbH

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Dr. Oetker GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 1891
Sitz Bielefeld
Leitung Albert Christmann
Mitarbeiterzahl 11.617 (2017)[1]
Umsatz 2,430 Mrd. € (2017)
Branche Lebensmittelindustrie

Die Dr. Oetker GmbH ist ein weltweit agierendes Nahrungsmittelunternehmen mit Firmensitz in der ostwestfälischen Stadt Bielefeld in Nordrhein-Westfalen in Deutschland.

Geschäftsfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wittlich, Werke für Tiefkühlproduktion
Werbemobil zur „Hausfrauenberatung“

Die Dr. Oetker GmbH bildet das Dach von zahlreichen Dr. Oetker Produktions- und Vertriebsgesellschaften der Oetker-Gruppe, die in rund 40 Ländern aktiv sind. Neben Deutschland sind die Unternehmen vor allem in West- und Osteuropa, aber auch in Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und Australien tätig.

Insgesamt sind 11.617 Mitarbeiter bei Dr. Oetker beschäftigt – rund 4.500 davon an insgesamt sechs deutschen Standorten, die zur Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, dem deutschen Kernunternehmen, gehören. Der Umsatz der unter dem Dach der Dr. Oetker GmbH geführten Unternehmen betrug 2017 insgesamt 2,43 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist mit rund 1000 verschiedenen Produkten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel vertreten.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk in Łebcz, Polen

In Deutschland stellen sechs Werke die Produkte von Dr. Oetker sowohl für den deutschen, als auch für viele internationale Märkte her. Die europäischen Produktionsstätten liegen in Frankreich, Italien, den Niederlanden, Großbritannien, Polen, Ungarn, Rumänien, Russland, Tschechien sowie in der Slowakei und in der Türkei.

Außerhalb Europas produzieren Werke in Kanada, den USA, Mexiko, Brasilien, Tunesien, Südafrika sowie in Indien, Malaysia und in Australien.[2]

Stütze des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2013 gab die Familie Oetker einen Einblick in ihre Verstrickung in den Nationalsozialismus. „Mein Vater war Nationalsozialist“, erklärte August Oetker gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit.[3] Der gleichen Quelle nach hat sich Oetker freiwillig zur Waffen-SS gemeldet. Im Beck Verlag erschien das Buch Dr. Oetker und der Nationalsozialismus. Die Studie ist von der Familie in Auftrag gegeben und bezahlt worden.

2009 – zwei Jahre nach dem Tod des Seniors – beauftragte die Familie Andreas Wirsching (Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München), die Geschichte der Firma in der NS-Zeit zu erforschen. Drei Jahre benötigte das Projekt; die Forscher urteilen: „Die Familie und die Firma Oetker waren Stützen der NS-Gesellschaft, sie suchten die Nähe des Regimes und profitierten von dessen Politik.“[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dr. Oetker GmbH – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Presseinformation Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG: Ordentliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 als Ausgangspunkt für weiteres Wachstum im laufenden Jahr. 2018, abgerufen am 29. Mai 2018.
  2. Webseite der Dr. Oetker GmbH: Internationale Präsenz, abgerufen am 11. Oktober 2016.
  3. August Oetker: „Mein Vater war Nationalsozialist“, abgerufen am 18. März 2019
  4. Stefan Weber: Im Schatten des Patriarchen. In: Süddeutsche Zeitung, 19. Oktober 2013, S. 25