Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Deutscher Titel Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft
Originaltitel Dr. Quinn, Medicine Woman
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1993–1998
Länge 46 Minuten
Episoden 150 in 6 Staffeln
Genre Drama, Western, Arztserie
Idee Beth Sullivan
Musik William Olvis
Erstausstrahlung 1. Januar 1993 (USA) auf CBS
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
29. Dezember 1993 auf RTL 2
Besetzung

Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft (Dr. Quinn, Medicine Woman) ist eine Western-/Familien-/Arztserie, die von 1993 bis 1998 in sechs Staffeln gedreht wurde. Die Titelrolle spielt Jane Seymour.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um das Jahr 1867 in den USA: Die Ärztin Dr. Michaela Quinn erhält eine Anstellung in der kleinen Bergstadt Colorado Springs und verlässt ihre wohlhabende Familie in Boston. Die Bewohner dachten zunächst, es handele sich um Dr. Michael Quinn und wollen sie, nachdem die Verwechslung bemerkt wird, sofort wieder wegschicken.

Doch Dr. Quinn, fortan „Dr. Mike“ genannt, ist hartnäckig und bleibt. Sie muss gegen das Vorurteil kämpfen, eine Frau könne keine gute Ärztin sein. Auch geht sie gegen Intoleranz der Siedler gegenüber den Cheyenneindianern vor, die von General George Armstrong Custer in ihren Indianerreservaten unterdrückt werden. Ebenso werden im Laufe der Serie immer wieder weitere Minderheitenprobleme und Ausgrenzungen behandelt, beispielsweise von Afro-Amerikanern, jüdischen Händlern oder Menschen mit durch Feuer entstelltem Gesicht. Gegenspieler sind dabei vor allem der Barbesitzer, der Barbier und der Kaufmann.

Privat muss sie sich ebenfalls neuen Herausforderungen stellen. Charlotte Cooper, die einzige Frau, die sie unterstützt, stirbt. Auf dem Totenbett vertraut sie ihre Kinder Matthew, Colleen und Brian der Obhut von Dr. Quinn an. Fortan übernimmt diese alle mütterlichen Pflichten. Zudem verliebt sie sich in Byron Sully, einen Freund der Cheyenne. Die beiden heiraten später und bekommen eine Tochter, Katie.

Darsteller und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Pilotfilm werden Robert E., Loren Bray und Jake Slicker von anderen Schauspielern als in den restlichen 147 Episoden dargestellt: Robert E. von Ivory Ocean, Loren Bray von Guy Boyd und Jake Slicker von Colm Meaney. Meaney entschloss sich, die Rolle nicht weiterzuspielen, da er ein Angebot annahm, in der Serie Star Trek: Deep Space Nine mitzuwirken.
  • Jason Leland Adams spielte im Zweiteiler In tödlicher Gefahr General Custer. Die Rolle des Bankbesitzers von Colorado Springs, Preston A. Lodge III, übernahm er erst ab der 4. Staffel.
  • Der Country-Sänger Johnny Cash und seine Frau June Carter Cash hatten in einigen Folgen Gastauftritte.
  • Erika Flores, die Coleen Cooper spielte, verließ die Serie während der 3. Staffel. Die Produzenten hatten allen Hauptdarstellern Verträge über fünf Jahre angeboten. Obwohl ihre Gage verdoppelt wurde, wollte sich Flores nicht für fünf Jahre binden, weshalb die Produzenten sie durch Jessica Bowman ersetzten. Diese spielte zum ersten Mal in der Folge Das Ende der Welt mit.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erfolg der Serie (vier Emmys, 15 Nominierungen) ist auch durch die zum Teil wahren Geschichten aus der US-amerikanischen Geschichte zu erklären. Dabei gelang es den Autoren, Fiktives und geschichtlich Verbrieftes zu verknüpfen.

Dem Eindruck, die Serie würde tatsächlich im Wilden Westen spielen, kann man sich schwer entziehen. Dabei befand sich in unmittelbarer Nähe des Drehortes Los Angeles. Die bewaldete Umgebung der Santa Monica Mountains bildete das Indianerreservat der Cheyenne, und die Stadt Colorado Springs entstand auf der Paramount Ranch.

Während der Dreharbeiten zur 4. Staffel war die Hauptdarstellerin Jane Seymour tatsächlich schwanger. Der in der 4. Staffel sichtbare Babybauch ist echt; sie trug Zwillinge aus. Diese kamen im November 1995 zur Welt.

In den USA wurde 1996 unter der ISBN 1-57297-036-7 der Roman Dr. Quinn Medicine Woman veröffentlicht. Die Autorin Teresa Warfield schildert darin als Fiktion die Geburt von Michaela Quinn im Jahr 1833 sowie ihre Kindheit und Jugendzeit. Der Inhalt des Buches wurde in Zusammenarbeit mit Beth Sullivan verfasst. Dieser Roman wurde erst geschrieben, als die Fernsehserie 'Dr. Quinn – Medicine Woman' in den USA bereits mehrere Jahre lang ausgestrahlt worden war.

Seit 2004 sind alle 6 Staffeln in englischer Sprache auf DVD erhältlich (im NTSC-Format / Region Code 1). Zwischen 2005 und 2010 wurden die sechs Staffeln zudem in der deutschsprachigen Synchronfassung vom Publisher Koch Media auf DVD veröffentlicht.

Fiktion vs. historische Aufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner der Kleinstadt Colorado Springs sind fiktive Figuren. Dennoch wurden historische Personen und Fakten in der Serie verarbeitet. So kommt regelmäßig der Stamm der Cheyenne vor. Black Kettle, deren Häuptling, wird in der Serie ebenso wie George Armstrong Custer detailgetreu dargestellt. Die Rolle des Byron Sully dürfte, zumindest in Ansätzen, der Person des George Bent nachempfunden sein, einem weißen Pelzhändler, der sowohl bei den Cheyenne als auch bei den Weißen lebte. Bent fungierte, ähnlich wie Byron Sully in der Serie, als Vermittler zwischen der Armee und den Cheyenne. Ebenso werden die Massaker am Sand Creek wie auch das Massaker am Washita River in der Serie mehrfach thematisiert.

Serienname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der englischen Originalfassung heißt die Serie Dr. Quinn – Medicine Woman. Dr. Quinn rettet Black Kettle kurz nach ihrer Ankunft sein Leben. Daraufhin erhält sie von ihm ihren Cheyenne-Namen: Medicine Woman. Das Schild an der Tür zu Dr. Quinns Klinik ziert von da an dieser Schriftzug, was auch im Vorspann zu sehen ist. In der deutschen Fassung wurde der Serientitel auf Ärztin aus Leidenschaft geändert, was das vorgenannte Ereignis nicht widerspiegelt.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 entstand unter Regie von James Keach, den Jane Seymour später heiratete, der Fernsehfilm Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft, mit dem die Serie beendet wurde. 2001 drehte Regisseur Jerome R. London Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft: The Heart Within. Allerdings war der Fernsehfilm in den USA kein Erfolg und wurde daher nie in Deutschland ausgestrahlt.

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Basis der Serie entstanden einige Bücher:[1]

  1. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft (1995)
  2. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Sprache des Herzens (1995)
  3. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Zwischen zwei Welten (1996)
  4. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Was ist Liebe ? (1996)
  5. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Auf immer und ewig (1996)
  6. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Die Geschichte von Sully und Abigail (1997)
  7. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Eine Frau geht ihren Weg (1998)
  8. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Ein neues Leben (1998)
  9. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Zeit der Erwartung (1999)
  1. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Büffeljagd (1997)
  2. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Tödliches Wasser (1997)
  3. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Das Geheimnis (1997)
  4. Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft, Die Macht der Liebe (1998)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.amazon.de