Drago J. Prelog

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Drago Prelog (2018)

Drago Julius Prelog (eigentlich Karl Julius Prelog; * 4. November 1939 in Celje, Jugoslawien; † 11. März 2020[1] in Wien) war ein slowenisch-österreichischer Maler und Grafiker. Er lebte und arbeitete in Wien.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Julius Prelog wuchs in der Obersteiermark auf.[3] Pflichtschulbesuch in Markt Haus und Schladming. Von 1954 bis 1958 besuchte Drago Prelog die Kunstgewerbeschule Graz Abteilung für dekorative Malerei bei Otto Brunner.[3] Seit 1958 nannte er sich Drago Julius Prelog. Von 1958 bis 1962 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Albert Paris Gütersloh.[3] 1960 fertigte er seine erste skripturale Arbeit. 1967 erhielt Drago Julius Prelog den Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung und 1969 einen Preis der Neuen Galerie Graz.[2]

In den Jahren 1969 bis 1979 war er Lehrbeauftragter für Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Von 1974 bis 1997 auch Lehrauftrag für "Schrift und Schriftgestaltung" an der Akademie. 1968 Teilnahme an der Biennale Venedig. Es folgte der Kunstpreis des Landes Steiermark und 1972 eine große Retrospektive im dortigen Landesmuseum Joanneum (jetzt Universalmuseum Joanneum). Am 18. Mai 1977 malte Prelog sein erstes Umlaufbild. 1982 stellte er eine große Retrospektive seines Werkes im Künstlerhaus Salzburg aus.[2] Seither folgten mehrere hundert Ausstellungen im In- und Ausland.

„Prelografie“ als Gestaltungstechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurde Prelog für eine selbst entwickelte Gestaltungstechnik, der sogenannten „Prelographie“. Die Prelografie ist eine vor allem im druckgrafischen Bereich einsetzbare Vervielfältigungstechnik. Mit Hilfe von Lochschablonen, über welche mit Langspachteln steife Acrylfarbe gezogen wird, entsteht eine haptisch erfahrbare, schuppenartige Musterung. Die Prelografie lässt sich gut mit anderen druckgrafischen Techniken, wie Lithografie, Offset, Radierung, Chine-collé, Holz-Linolschnitt, Siebdruck (auch eine Schablonentechnik) kombinieren. Erste Versuche dieser speziellen Variante der Schablonen-Technik begannen Mitte der 1980er Jahre, aber schon die Ägypter verstanden es, bestimmte Formen aus dem Papyrus zu schneiden und mittels Farbtampons zu vervielfältigen.[3]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Drago Prelog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. nachrichten.at vom 16. März 2020: Maler Drago Julius Prelog gestorben; abgerufen am 16. März 2020
  2. a b c Prelog Drago Julius | Galerie Weihergut Linzergasse Salzburg. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 11. September 2017; abgerufen am 11. September 2017 (deutsch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.weihergut-linzergasse.at
  3. a b c d Galerie Gerersdorfer - Biografie Drago Julius Prelog. Abgerufen am 11. September 2017.
  4. Museum Liaunig: Start der Ausstellungsreihe Alte Freunde Drago j. Prelog (Memento des Originals vom 13. September 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.parnass.at; abgerufen am 13. September 2017
  5. Süddeutsche Zeitung: Hassliebe zu Wien; abgerufen am 13. September 2017