Drawsko

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Drawsko (Begriffsklärung) aufgeführt.
Drawsko
Jezioro Drawsko (1).jpg
Geographische Lage Pommersche Seenplatte
Zuflüsse Drage
Abfluss Drage
Städte am Ufer Czaplinek (Tempelburg)
Daten
Koordinaten 53° 35′ 12″ N, 16° 11′ 15″ OKoordinaten: 53° 35′ 12″ N, 16° 11′ 15″ O
Drawsko (Polen)
Drawsko
Fläche 19,56 km²f5
Maximale Tiefe 83 mf10

Besonderheiten

Zweittiefster See Polens

Jezioro Drawsko (deutsch Dratzigsee) ist ein Binnensee in der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dratzigsee nordwestlich von Tempelburg und östlich von Falkenburg in der Pommerschen Schweiz auf einer Landkarte von 1905

Der See liegt in Hinterpommern in der Pommerschen Schweiz und gehört zur Pommerschen Seenplatte. Seine Höhe über dem Meerespiegel beträgt 128 Meter.[1] An seinem Südende liegt die Stadt Czaplinek (Tempelburg). Am östlichen Ufer liegt das Dorf Stare Drawsko (Alt Draheim) mit der Burgruine Draheim.

Beschaffenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dratzigsee wird von der Drage gebildet. Er ist zwölf Kilometer lang, bis zu acht Kilometer breit und 21 Quadratkilometer groß.[1] Er ist bis zu 83 Meter tief (Schaalsee: 71,5 m, Starnberger See: 127,7 m). Im See befinden sich 14 Inseln, von denen Kalkwerder (Bielawa) eine Fläche von etwa 80 Hektar umfasst. Insgesamt hat der Dratzigsee eine Inselfläche von 82 Hektar.

Der Rinnensee entstand durch Schmelzwasser aus einem Gletschertor während der letzten Eiszeit. Die Ufer des buchtenreichen Sees sind auch unterhalb der Uferlinie sehr steil. Bei einem Erdrutsch versank 1790 eine Halbinsel mit einem Exerzierplatz im See. Von 1854 bis 1858 erfolgte eine Absenkung des Wasserspiegels um 2,5 m.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lake Drawsko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, 5. Band, Leipzig und Wien 1906, S. 177.
  2. Johannes Hinz: Pommern-Wegweiser durch ein unvergessenes Land. Seite 92. Adam Kraft Verlag, Würzburg 1991, ISBN 3-8083-1195-9