Drehnow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Drehnow führt kein Wappen
Drehnow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Drehnow hervorgehoben
Koordinaten: 51° 52′ N, 14° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 61 m ü. NHN
Fläche: 10,97 km²
Einwohner: 548 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 060
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 6
03185 Peitz
Webpräsenz: www.Drehnow.de
Bürgermeister: Erich Lehmann (Unabhängige Bürgerbewegung)
Lage der Gemeinde Drehnow im Landkreis Spree-Neiße
Burg Briesen Dissen-Striesow Döbern Drachhausen Drehnow Drebkau Felixsee Forst Groß Schacksdorf-Simmersdorf Guben Guhrow Heinersbrück Jämlitz-Klein Düben Jänschwalde Kolkwitz Neiße-Malxetal Neuhausen Peitz Schenkendöbern Schmogrow-Fehrow Spremberg Tauer Teichland Tschernitz Turnow-Preilack Welzow Werben WiesengrundKarte
Über dieses Bild

Drehnow, niedersorbisch Drjenow, ist eine Gemeinde des Amtes Peitz im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Durch das Wiesengebiet südlich der Gemeinde fließen in westlicher Richtung die Malxe und der Hammergraben.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Drehnows erfolgte 1635, aber bereits 1400 wurde der Ortsname genannt. Das Wort "dren" bedeutet roter Hartriegel und weist auf die frühe Ansiedlung der Sorben/Wenden hin. Das Dorf befand sich bis zum Dreißigjährigen Krieg auf einem flachen Sandrücken in der Nähe der Malxe. Infolge der ständigen Hochwassergefahr wurde danach das jetzige Dorf etwa 500 m nordöstlich vom früheren Standort angelegt. Der frühere Standort wurde ackerbaulich genutzt. Drehnow gehörte bis 1832 zum Amt Peitz und von 1832 bis 1874 zum Amt Cottbus.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 666
1890 727
1910 703
1925 691
1933 715
1939 722
1946 888
1950 839
1964 712
1971 682
Jahr Einwohner
1981 638
1985 644
1989 625
1990 617
1991 626
1992 630
1993 640
1994 634
1995 641
1996 668
Jahr Einwohner
1997 674
1998 676
1999 667
2000 663
2001 653
2002 648
2003 638
2004 635
2005 620
2006 616
Jahr Einwohner
2007 606
2008 587
2009 583
2010 578
2011 571
2012 548
2013 546
2014 548

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Drehnow besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • Unabhängige Bürgerbewegung 8 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Lehmann (Unabhängige Bürgerbewegung) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 93,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[6]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 15. Februar 2000 besteht eine Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Ochla in der Nähe von Zielona Góra.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Drehnow und in der Liste der Bodendenkmale in Drehnow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale. Das Wahrzeichen des Ortes ist der 1898 errichtete hölzerne Glockenturm, auf dem sich ein Kreuz und ein Kelch befinden. Der Glockenturm entstand, weil Drehnow keine eigene Kirche besaß und das Glockengeläut der Kirche in Peitz in Drehnow nicht zu hören war.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alljährlich wird in der 1. Woche im Februar die Zapust/Fastnacht, das Hahnrupfen in der 1. Woche im September und die Kermuscha/Kirmes veranstaltet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Bundesamt für Naturschutz: Lage von Drehnow gem. Geodienste. Schutzgebiete in Deutschland. Abgerufen am 4. Mai 2013.
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße. S. 14–17
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  5. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  6. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Drehnow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien