Drei Männer im Schnee (1955)

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Filmdaten
OriginaltitelDrei Männer im Schnee
Drei Maenner im Schnee 1955 Logo 001.svg
ProduktionslandÖsterreich
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1955
Länge90 Minuten
AltersfreigabeFSK 0[1]
Stab
RegieKurt Hoffmann
Alfred Solm (Assistenz)
DrehbuchErich Kästner
ProduktionRing-Film, Wien
(Karl F. Sommer)
MusikAlexander von Szlatinay
KameraRichard Angst,
Alfred Westphal
SchnittPaula Dworak
Besetzung

Drei Männer im Schnee ist ein österreichischer Schwarzweißfilm des Regisseurs Kurt Hoffmann aus dem Jahr 1955. Die Filmkomödie entstand nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner. Das von Kästner selbst verfasste Drehbuch hält sich genau an die Buchvorlage. Mehrere Sätze oder Satzfolgen sind wörtlich aus dem Buch übernommen. 1974 wurde der Stoff erneut durch Regisseur Alfred Vohrer verfilmt, siehe Drei Männer im Schnee (1974).

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der exzentrische und gutmütige Geheimrat und Millionär Schlüter will die Menschen studieren. Er beteiligt sich unter dem Namen Schulze an einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma, der weltbekannten Schlüter-Werke. Schulze gewinnt den zweiten Preis: einen zehntägigen Aufenthalt im Grandhotel zu Bruckbeuren in den Alpen. Dorthin fährt Schlüter verkleidet als armer Mann, um zu erleben, wie die Menschen in solch einer Umgebung auf einen armen Schlucker reagieren. Als Begleiter nimmt er seinen langjährigen Diener Johann mit, der während des Hotelaufenthalts einen "wohlhabenden Privatmann" spielen und ihn nicht kennen soll.

Schlüters besorgte junge Tochter Hildegard bereitet das Hotel noch vor seiner Abfahrt heimlich auf den Besuch des verkleideten Millionärs vor, kommt jedoch nicht mehr dazu, den Namen zu nennen. Fälschlicherweise wird Dr. Fritz Hagedorn, ein arbeitsloser Werbefachmann, der in dem Preisausschreiben den ersten Preis gewonnen hat, für den reichen Mann gehalten und entsprechend verwöhnt. Schlüter hingegen wird in eine kleine Dachkammer ohne Heizung gesteckt, vom Personal schikaniert und zu Gelegenheitsarbeiten herangezogen, weil man hofft, ihn so zu vergraulen. Schon am ersten Tag schließt er Freundschaft mit Hagedorn, obwohl das entsetzte Personal jegliches Gespräch zwischen den beiden zu verhindern versucht. Hildegard ist von Johann über die Verwechslung und ihre Folgen informiert. Sie hält es zuhause nicht mehr aus und erscheint in Begleitung von Schlüters Hausdame Frau Kunkel (als Tante Julchen) im Hotel, um nach ihrem Vater zu sehen. Fritz verliebt sich in Hildegard „Schulze“, und die beiden schmieden heimlich Hochzeitspläne.

Nach einigen Tagen wird Schlüter auf Druck der übrigen Gäste aus dem Hotel geekelt und kehrt mit seiner Tochter, Johann und Frau Kunkel nach Berlin zurück. Die Abreise erfolgt so überstürzt, dass Hagedorn nicht mehr informiert werden kann. Zuvor klärt Hildegard aber noch rasch den Hoteldirektor über die Verwechslung auf, der daraufhin beinahe einen Nervenzusammenbruch erleidet.

Der verzweifelte und nichts ahnende Hagedorn kehrt auch nach Berlin zurück und sucht, allerdings vergeblich, nach seiner Hildegard, von der er ja annehmen muss, dass sie Schulze heißt. Da werden er und seine Mutter von Schlüter zu sich eingeladen; dieser gesteht seine wahre Identität, was jedoch die Freundschaft nicht beendet. Auch Hildegard gibt sich als Schlüters Tochter zu erkennen. Im Laufe des folgenden Festessens wird Schlüter telefonisch mitgeteilt, dass ihm das Grandhotel – er beabsichtigte es zu kaufen, um anschließend Portier und Direktor hinauszuwerfen – bereits gehört.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde im Ringfilm-Studio in Wien produziert. Die Außenaufnahmen entstanden in Kitzbühel. Die Welturaufführung erfolgte am 30. Juni 1955 bei den V. Internationalen Filmfestspielen Berlin, bevor der Film erstmals am 14. Juli 1955 in Köln in die Kinos kam. [2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Konventionell geglättete, aber unterhaltsame Komödie nach Erich Kästner.“

„Heiteres Lustspiel nach Kästners Erzählung vom reichen Mann, der sich sein menschliches Herz bewahrt hat. Ob seiner natürlichen Frische als nette Unterhaltung ab 14 gerne zu empfehlen.“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Drei Männer im Schnee. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, September 2010 (PDF; Prüf­nummer: 10 011 V).
  2. Dr. Alfred Bauer: Deutscher Spielfilm Almanach. Band 2: 1946–1955, S. 495
  3. Drei Männer im Schnee. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 18. Dezember 2016.
  4. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 705/1955