Dreibinden-Preußenfisch

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Dreibinden-Preußenfisch
Dreibinden-Preußenfische über einer Steinkoralle der Art Pocillopora meandrina (Aufnahmeort Nationalpark von Amerikanisch-Samoa)

Dreibinden-Preußenfische über einer Steinkoralle der Art Pocillopora meandrina (Aufnahmeort Nationalpark von Amerikanisch-Samoa)

Systematik
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ovalentaria
incertae sedis
Familie: Riffbarsche (Pomacentridae)
Gattung: Preußenfische (Dascyllus)
Art: Dreibinden-Preußenfisch
Wissenschaftlicher Name
Dascyllus aruanus
(Linnaeus, 1758)

Der Dreibinden-Preußenfisch (Dascyllus aruanus) ist eine Art aus der Familie der Riffbarsche (Pomacentridae). Die Fische leben in Lagunen und küstennahen Korallenriffen im westlichen Pazifik, nördlich bis zum südlichen Japan und südlich bis Sydney. Eine Line von den Line Islands über die Marquesas bis zum Tuamotu-Archipel bildet die östliche Grenze ihres Verbreitungsgebietes. Die im Roten Meer und im Indischen Ozean vorkommenden „Dreibinden-Preußenfische“ wurden im Dezember 2014 unter dem wissenschaftlichen Namen Dascyllus abudafur von Dascyllus aruanus abgetrennt. Verbreitungsgrenze der beiden Arten ist die Lombokstraße.[1]

Die Fische leben in großen Schulen über verzweigten Acropora-Stöcken oder kleinere Gruppen in isoliert stehenden Korallenstöcken außerhalb des eigentlichen Riffs. Sie ernähren sich von Zooplankton, kleinen bodenbewohnenden Wirbellosen und Algen.

Merkmale[Bearbeiten]

Dreibinden-Preußenfische werden 6,5 Zentimeter lang. Sie sind hochrückig und von weißer Grundfarbe. Drei breite schwarze Querbänder ziehen sich vom Ansatz der Rückenflosse über den Kopf zur Kehle, von der Mitte der Rückenflosse zu den schwarzen Bauchflossen und vom Hinterteil der Rückenflosse zur Afterflosse. Die Schwanzflosse ist weiß. Entlang des Seitenlinienorgans haben sie 15 bis 19 Schuppen. Die Anzahl der Kiemenreusenfortsätze beträgt 21 bis 26.

Flossenformel: Dorsale XII/11-13, Anale II/11-13, Pectorale 17-19

Aquaristik[Bearbeiten]

Dreibinden-Preußenfische waren beliebte Zierfische im Meerwasseraquarium und sind auch für Anfänger geeignet. Wegen der Einfuhr farbigerer Fische und ihre Neigung zu aggressivem Verhalten werden sie heute nicht mehr so oft importiert. Im Aquarium sind die Tiere revierbildend. Bei guter Pflege laichen sie im Aquarium. Einmal ist es Wissenschaftlern auch gelungen die Larven großzuziehen. Die Larven schlüpfen nach drei bis fünf Tagen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Philippe Borsa, Andrianus Sembiring, Cécile Fauvelot, Wei-Jen Chen (2014): Resurrection of Indian Ocean humbug damselfish, Dascyllus abudafur (Forsskål) from synonymy with its Pacific Ocean sibling, Dascyllus aruanus (L.) Comptes Rendus Biologies, Band 337, Ausgabe 12, Dezember 2014, Seite 709–716. doi:10.1016/j.crvi.2014.09.001

Weblinks[Bearbeiten]