Dreifaltigkeitskapelle (Hannover)

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„Hannover. Einst & Jetzt“: Die ältere Dreifaltigkeitskapelle und die Dreifaltigkeitskirche in der Oststadt;
Ansichtskarten-Muster Nummer 2 von Georg Alpers junior, um 1900

Die Dreifaltigkeitskapelle in Hannover war eine evangelisch-lutherische Kapelle[1] und im 19. Jahrhundert Vorgängerbau der heutigen Dreifaltigkeitskirche.[2] Standort des Gebäudes war die Bernstraße Ecke Heinrichstraße[Anm. 1] im (heutigen) Stadtteil Oststadt.[3]

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreifaltigkeitskapelle wurde in den Jahren 1869 bis 1870 durch den Architekten Conrad Wilhelm Hase im Stil der Neugotik der Hannoverschen Architekturschule errichtet.[1] Zwar wurde die Kapelle ab 1876 Dreifaltigkeitskirche genannt, allerdings musste bereits bei der Finanzierung der Kapelle ein Teil des ursprünglich größeren Kirchengrundstückes verkauft werden, so dass ein größeres Gebäude an gleicher Stelle kaum in Frage kam. Nachdem im Zuge der voranschreitenden Industrialisierung die Bevölkerung im Stadtteil weiter rasant angewachsen war,[3] wurde nur wenige Jahre später von 1880 bis 1883 an der nahegelegenen Bödekerstraße die größere Dreifaltigkeitskirche durch Christoph Hehl errichtet,[4] In der Zeit von 1883 bis 1884 baute Hehl die nun nicht mehr benötigte Kapelle zum Pfarrhaus der Kirchengemeinde um. Später wurde das Gebäude noch mehrfach verändert, unter anderem im Jahr 1911.[1][Anm. 2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Drape: Fünfundzwanzig Jahre aus dem Leben der Königlichen Residenzstadt Hannover von 1854–1879 – Festschrift zur 25 jährigen Jubelfeier des Herrn Johann Carl Hermann Rasch als Stadt-Director der Königlichen Residenzstadt Hannover. Hannover 1879, S. 215
  • Rudolf Hartmann: Geschichte Hannovers vom Regierungsantritt des Königs Ernst August bis auf die Gegenwart 1837–1880. Hannover 1880, S. 602 und 631
  • Rudolf Hartmann: Geschichte Hannovers unter der provinzialständischen Verwaltung von 1867 bis auf die Gegenwart. Hannover 1887, S. 694
  • Karl Badenhop: 50 Jahre Dreifaltigkeitskirche zu Hannover. Werden und Entwicklung einer Großstadtgemeinde; zum 50jährigen Jubiläum am 11. Juni 1933. Hannover 1933
  • Günther Kokkelink: Die Neugotik Conrad Wilhelm Hases – eine Spielform des Historismus, in: Hannoversche Geschichtsblätter. Neue Folge, Band 22, Hannover 1968, S. 159
  • 100 Jahre Dreifaltigkeitskirche. Ruf zum Leben (1883-1983); Festschrift. Hannover 1983

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dreifaltigkeitskapelle (Hannover) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Davon abweichend nennt Günter Kokkelink die Ecke Friesenstraße
  2. Davon abweichend datiert Reinhard Glaß einen Abriss des Gebäudes auf das Jahr 1885; vergleiche Reinhard Glaß: Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) – Werk-Katalog (Memento vom 19. Mai 2015 im Internet Archive) auf der Seite glass-portal.privat.t-online.de, mit einer verkleinerten Fotografie der Kapelle aus dem Bestand des Historischen Museums Hannover

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Günther Kokkelink: Der Kirchenbau des Conrad Wilhelm Hase und seiner Schüler in Hannover. In Hans Werner Dannowski, Waldemar Röhrbein (Hrsg.): Geschichten um Hannovers Kirchen. Studien, Bilder, Dokumente, Hannover: Lutherhaus-Verlag, 1983, ISBN 3875021452, S. 113–117; hier: S. 116
  2. Vergleiche etwa diese Ansichtskarte
  3. a b Birte Rogacki-Thiemann: Dreifaltigkeitskirche, in Wolfgang Puschmann (Hrsg.): Hannovers Kirchen. 140 Kirchen in Stadt und Umland, hrsg. in Kooperation mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Hermannsburg: Verlag des Ludwig-Harms-Hauses, 2005, ISBN 3-937301-35-6, S. 66–69
  4. Karl-Friedrich Oppermann: Dreifaltigkeitskirche, in: Stadtlexikon Hannover, S. 139

Koordinaten: 52° 22′ 41″ N, 9° 44′ 59″ O