Dreifaltigkeitskirche (Elsenz)

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Dreifaltigkeitskirche in Elsenz

Die Dreifaltigkeitskirche ist eine katholische Kirche in Elsenz, einem Stadtteil von Eppingen im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Elsenz befand sich im Mittelalter die Marienkirche der um 1465 gestifteten Pfarrei. Zur Kurpfalz gehörig, wurde Elsenz im Zeitalter der Reformation zunächst rein evangelisch. Katholiken konnten ab 1685 wieder Gottesdienste abhalten und nutzten hierfür zunächst 14 Jahre lang eine Scheune, bevor die alte Kirche als Simultankirche genutzt werden durfte. Bei der Kirchenteilung 1707 kam die alte Kirche an die reformierte Gemeinde, woraufhin sich die Katholiken 1767 eine kleine eigene Kirche unterhalb der heutigen Kirche errichteten. Als diese zu klein wurde, hat man 1912/13 oberhalb der alten katholischen Kirche die Dreifaltigkeitskirche nach Plänen des Karlsruher Architekten Johannes Schroth als Saalkirche im neobarocken Stil erbaut.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Chor ist nach Nordosten ausgerichtet, der Zugang zur Kirche erfolgt durch das Untergeschoss des in den Südwestgiebel integrierten Turmes. Der geschweifte Giebel und der Zwiebelturm erinnern in ihren Bauformen an den barocken Vorgängerbau.

Zu den Ausstattungsgegenständen, die noch von Vorgängerbauten stammen, zählen ein Holzrelief mit Jesus und den Emmausjüngern sowie Teile des Hauptaltars (Christuskörper, Engel und ovale Reliefporträts von Petrus und Paulus), die wohl um 1770 von Johann Michael Düchert aus Heidelberg gefertigt wurden, da sie stilistisch mit dessen Werken in Feudenheim und Unter-Schönmattenwag übereinstimmen. Die Kirche besitzt außerdem eine spätgotische Madonna aus Ulm um 1480, die 1929 in den Besitz der Gemeinde kam.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde 1978 von dem Orgelbauer Mönch (Überlingen) erbaut. Das Instrument hat 20 Register (davon zwei Vorabzüge und zwei Register auf Wechselschleifen) auf zwei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch.[1]

I Hinterwerk C–f3
1. Holzflöte 8′
2. Gamba 8′
3. Vox cœlestis 8′
4. Geigenprincipal 4′
5. Spitzflöte 4′
6. Quinte (vorab aus Nr. 7) 223
7. Sesquialter II 223
8. Flageolet 2′
II Hauptwerk C–f3
9. Principal 8′
10. Salicional 8′
11. Bourdon 8′
12. Octave 4′
13. Dolcan 4′
14. Superoctave 2′
15. Quinte (vorab aus Nr. 16) 113
16. Mixtur IV 113
Pedal C–d1
17. Subbaß 16′
18. Octavbaß 08′
19. Holzflöte (= Nr. 1) 08′
20. Spitzflöte (= Nr. 5) 04′

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Gehrig: Pfarrkirche Elsenz, in: Eppingen, Schnell-Kunstführer Nr. 1059, 1. Auflage, München 1976, S. 20/21.
  • Julius Fekete: Kunst- und Kulturdenkmale in Stadt und Landkreis Heilbronn. 2. Auflage. Theiss, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1662-2
  • Joachim Hennze: „Stilgerecht aber einfach und würdig“. Katholische Kirchen im Raum Heilbronn vom Ende des Alten Reichs bis zum Ersten Weltkrieg. In: heilbronnica. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte. Band 4. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 2008, ISBN 978-3-940646-01-9 (Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Heilbronn. 19) (Jahrbuch für schwäbisch-fränkische Geschichte. 36). S. 351–382

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen zur Orgel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dreifaltigkeitskirche (Elsenz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 10′ 28,6″ N, 8° 50′ 11,9″ O