Dreimühlen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dreimühlen
Koordinaten: 50° 32′ 37″ N, 6° 39′ 42″ O
Höhe: ca. 390 m ü. NHN
Einwohner: 56 (30. Jun. 2017)[1]
Postleitzahl: 53894
Vorwahl: 02484

Dreimühlen ist ein Stadtteil von Mechernich im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt östlich von Weyer und südlich von Eiserfey.[2]

Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 477, die nächste Autobahnanschlussstelle der Bundesautobahn 1 ist die Anschlussstelle 113 Nettersheim.[2]

Durch Dreimühlen fließt der Hauserbach, der in Eiserfey in den Veybach mündet und der auch die heute stillgelegten Mühlen antrieb.[2] Der Hauserbach wurde früher auch als Feybach bezeichnet.[3]

In Dreimühlen befindet sich die frei zugängliche, prähistorische Kakushöhle. Sie ist Fauna-Flora-Habitat der Europäischen Gemeinschaft und ein bedeutendes Winterquartier von Fledermäusen. Bereits 1932 wies man das 5 ha große Kartsteingebiet als Naturschutzgebiet aus.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kakushöhle wurde bereits von Neandertalern aufgesucht.[5] Die Höhle wurde seit der Steinzeit immer wieder von Menschen aufgesucht, so auch in der Antike und noch im Mittelalter. Ein Abschnittswall machte das Plateau über der Höhle wahrscheinlich zu einer spätrömischen Fliehburg, eine Nutzung ist auch in der Latène- und der karolingischen Zeit möglich.[6]

Der Ortsname Dreimühlen leitet sich nicht davon ab, dass es hier vor Jahrhunderten genau drei Mühlen gab.[7] Die älteste bekannte Erwähnung des Namens ist „Drynmöllen“ und stammt aus einer Urkunde der Abtei Steinfeld aus dem Jahr 1502.[8]

In und um den Ort stehen mehrere historische Wassermühlen. Die älteste ist die Mühle Giesen, ursprünglich eine Bannmühle für die Orte Weyer (teilweise), Harzheim und Pesch.[7] Sie ist heute nicht mehr in Betrieb, aber noch funktionsfähig.[7] In Dreimühlen und Eiserfey wurden auf einer Entfernung von nur zwei Kilometern insgesamt 16 Mühlräder betrieben.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leben in Mechernich, abgerufen am 5. Januar 2018
  2. a b c Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise) (Abfrage vom 26. Mai 2013)
  3. a b Michael Hamacher: Mühlen im Feytal zwischen Dreimühlen und Burgfey. Der Feybach trieb einst 12 Mühlen an. In: Kreis Euskirchen: Jahrbuch 2012. ISSN 1863-592X, S. 13.
  4. Hans-Eckart Joachim, Wighart v. Koenigswald, Wilhelm Meyer: Kartstein und Katzensteine bei Mechernich in der Eifel. (=Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.): Rheinische Kunststätten, Heft 435). 1. Auflage 1998. Druck und Kommissions-Verlag: Neusser Druckerei und Verlag GmbH, Neuss, ISBN 3-88094-839-9, S. 10.
  5. Hans-Eckart Joachim, Wighart v. Koenigswald, Wilhelm Meyer: Kartstein und Katzensteine bei Mechernich in der Eifel. 1998, S. 12.
  6. Hans-Eckart Joachim, Wighart v. Koenigswald, Wilhelm Meyer: Kartstein und Katzensteine bei Mechernich in der Eifel. 1998, S. 25.
  7. a b c Michael Hamacher: Mühlen im Feytal zwischen Dreimühlen und Burgfey. Der Feybach trieb einst 12 Mühlen an. In: Kreis Euskirchen: Jahrbuch 2012. S. 14.
  8. Willi Brüll: Eiserfey 867–1992. Festschrift zum 1125jährigen Ortsjubiläum. Zitiert in: Michael Hamacher: Mühlen im Feytal zwischen Dreimühlen und Burgfey. Der Feybach trieb einst 12 Mühlen an. In: Kreis Euskirchen: Jahrbuch 2012. S. 14.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]