Dresden (Schiff, 1926)

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Dresden
Dresden (1926).jpg
Schiffsdaten
Flagge Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik
DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp Raddampfer
Heimathafen Dresden
Eigner Sächsische Dampfschiffahrts GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts KG
Bauwerft Schiffswerft Laubegast
Stapellauf 1926
Verbleib im Einsatz
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
68,70 m (Lüa)
Breite 6,90 m
über Radkästen: 12,90 m
Seitenhöhe 2,23 m
Tiefgang max. 1,13 m
leer 0,80 m
 
Besatzung 4 (Schiffsführer, Steuermann, Matrose, Dampfmaschinist)
Ab 1926
Maschine 2 Flammrohrkessel
2-Zyl.-Verbundmaschine Verbrauch ca. 130 l/h (extra leichtes Heizöl)
Maschinen-
leistung
300 PS (221 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
stromaufwärts: 10-14 km/h
stromabwärts: 12-20 km/h kn (Err km/h)
Propeller 2 Schaufelräder ⌀ 3,20 m
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl Sitzplätze: 405
maximal: 628

Der Personendampfer Dresden ist das Flaggschiff der Sächsischen Dampfschiffahrt und das Schwesterschiff der Leipzig. Beide Schiffe sind die größten Raddampfer der Flotte. Es ist nach der 1838 gebauten Dresden das vierte Schiff, das diesen Namen trägt.

Die Zeit bei der SBDA bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbaut wurde das Schiff 1926 von der Werft in Laubegast. Am 28. April 1926 erfolgte der Stapellauf und die Indienststellung am 29. Juni 1926. Im Sommer 1943 erhielt die Dresden wie alle Dampfer einen Tarnanstrich. Ab 1944 diente sie als Lazarettschiff. Anders als das Schwesterschiff Leipzig überstand der Raddampfer den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden.

Die Zeit nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Juni 1946 brannte das Schiff, das im Loschwitzer Hafen lag, komplett aus. Ursache war wahrscheinlich eine brennende Kerze. Der Brand bewahrte das Schiff allerdings davor, als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben zu werden.[1] Nach dem 1948 begonnenen Wiederaufbau konnte der Dampfer am 7. Juli 1949 wieder in Betrieb genommen werden.

Die Zeit beim VEB Weiße Flotte Dresden bis 1993[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Havarie mit dem tschechischen Schlepper Sumavaam 1. Juni 1978, verursacht durch den Ausfall der Ruderanlage des Schleppers, erfolgte von 1979 bis 1982 eine umfangreiche Überholung auf der Bauwerft in Laubegast. Am 9. April 1982 wurde der Dampfer wieder in Dienst gestellt.

1984 besuchte der nordkoreanische Diktator Kim Il-sung während seines Staatsbesuchs in der DDR Dresden und die Sächsische Schweiz. Die Fahrt mit dem Raddampfer Dresden gefiel ihm dabei so gut, dass er nach Zeichnungen aus Laubegast in Nordkorea einen Nachbau des Schiffes anfertigen ließ, der in Pjöngjang vor Anker liegt.[2]

Am 27. April 1989 fuhr die Dresden zum 800-jährigen Jubiläum des Hamburger Hafens in die Partnerstadt; ein Grußschreiben des Dresdner Oberbürgermeisters Wolfgang Berghofer an die Hamburger Bürger mit an Bord. Ankunft der Dresden in Hamburg war der 3. Mai 1989. Das Schiff diente während des Festes als schwimmendes Restaurant.

Die Zeit bei der Sächsischen Dampfschiffahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie acht weitere Dresdner Dampfer wurde der Raddampfer Dresden nach der Wende auf der Schiffswerft Laubegast generalüberholt. Dies geschah in der Zeit vom 3. Dezember 1992 bis zum 27. Mai 1993. Dabei erhielt er einen neuen Kessel vom Dampfkesselbau Übigau; die Feuerung wurde auf Öl umgestellt. Seitdem ist er wieder für die Sächsische Dampfschiffahrt im Einsatz.

Die Dresden ist für 628 Passagiere zugelassen. In den verschiedenen Innenräumen sind 173 Tischplätze eingerichtet. An Deck befinden sich 232 Plätze, davon 208 überdacht.[3]

Die Dampfmaschine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Antriebsanlage besteht aus einem Zwei-Flammrohrkessel und einer schrägliegenden Zweizylinder-Heißdampf-Verbunddampfmaschine mit Einspritzkondensation und Ventilsteuerung der Bauart Lenz, die eine Leistung von 300 PS erbringt. Gebaut wurde sie von der WUMAG, Abteilung Übigau Bau-Nr. 1815. Die Dampfmaschine wirkt auf zwei seitliche Schaufelräder mit 3,20 m Durchmesser, die über neun bewegliche Stahlschaufeln verfügen. Zur Stromerzeugung dienen zwei Dampfturbinen, hergestellt vom "Bekawerk Liske & Co." aus Leipzig.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dampfschiffahrt auf der Oberelbe. In: Elbdampfer.de. Andreas Urban, abgerufen am 26. Juli 2010.
  2. Koreaner kopieren unseren Elbedampfer. In: Schüler und Zeitung – Eine Initiative der Sächsischen Zeitung. Sächsische Zeitung, 1. August 2009, abgerufen am 29. Juni 2010 (Bericht mit Foto über den nordkoreanischen „Dresden“-Nachbau).
  3. https://www.saechsische-dampfschiffahrt.de/blog/schiffe/raddampfer-dresden/