Morgenpost (Sachsen)

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Morgenpost

Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Dresdner Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1990
Erscheinungsweise Montag bis Sonntag
Verkaufte Auflage 54.017 Exemplare
(IVW 1/2019, Mo–Sa/So)
Chefredakteur Robert Kuhne[1]
Weblink www.morgenpost-abo.de

Die Morgenpost ist eine regionale Boulevardzeitung, die in den Städten Dresden und Chemnitz sowie deren Umgebung erscheint. Die Dresdner Morgenpost ist auch im Raum Leipzig erhältlich.

Sie ist nach der Sächsischen Zeitung die zweitgrößte Zeitung der Region. Die verkaufte Auflage beträgt 54.017 Exemplare, ein Minus von 54,7 Prozent seit 1998.[2]

In den Städten Dresden und Chemnitz ist die jeweilige Ausgabe Marktführer im Segment der Kaufzeitungen/Boulevardzeitungen. Am Sonntag erscheint die Morgenpost am Sonntag im gleichen Verbreitungsgebiet wie die Ausgaben in der Woche. Neben den klassischen Presseverkaufsstellen wird sie am Sonntag auch im Straßenhandel und der Hauszustellung angeboten.

Neben dem Angebot im Einzelhandel sind die Titel auch im Abonnement erhältlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Redaktionsgebäude in Dresden

Die erste Ausgabe der Dresdner Morgenpost erschien am 11. Juni 1990; die erste Chemnitzer Morgenpost gab es am 20. August 1990 zu kaufen.

Das Blatt erschien zunächst zweifarbig im sogenannten Junge-Welt-Format. Der Grund dafür lag in der nach der Wende zur Verfügung stehenden Drucktechnik. Im Jahr 1997 erfolgte für alle Ausgaben der Wechsel in das halbrheinische Zeitungsformat und Einführung des Vierfarbdrucks.

Von 1999 bis 2014 war Peter Rzepus Chefredakteur, der im Mai 2014 von Robert Kuhne abgelöst wurde.

Gesellschaftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Blatt ist im Besitz der Dresdner Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG (DD+V Mediengruppe), die auch die Sächsische Zeitung und den Döbelner Anzeiger herausgibt. An der Mediengruppe ist der Verlag Gruner+Jahr mit 60 Prozent beteiligt, die restlichen 40 Prozent hält das Medienbeteiligungsunternehmen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Morgenpost hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 54,7 Prozent gesunken.[3] Sie beträgt gegenwärtig 54.017 Exemplare.[4] Das entspricht einem Rückgang von 65.162 Stück. Die Auflage der Dresdner Ausgabe beträgt 37.929 Exemplare,[5] die von Chemnitz kommt auf 16.088 Stück.[6] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 39,1 Prozent.

Morgenpostautomat in Dresden

Entwicklung der verkauften Auflage[7]


Seit Anfang des Jahres 2011 sind die Morgenpost-Titel auch als Elektronische Zeitung zu kaufen. Seit 3. Oktober 2014 besitzt sie einen eigenen nachrichtlichen Webauftritt unter dem Titel TAG24.

Redaktionelles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders der Lokalteil der Ausgaben in Dresden und Chemnitz ist als Unterscheidungsmerkmal zur dortigen Konkurrenz zu nennen. Ein weiterer wichtiger redaktioneller Bestandteil ist der umfangreiche Sportteil, der sich ebenso um die in der Region starken Mannschaften und Sportarten kümmert. So erscheinen nach dem Fußballwochenende alle Tabellen und Ergebnisse von der 1. Liga bis zur 2. Stadtklasse. Die Morgenpost enthält auch ein bei Kaufzeitungen eher selten anzutreffendes Kulturressort mit täglich mindestens einer Seite Umfang.

Veranstaltungen, Straßensperrungen, Notdienste und andere Servicethemen finden sich täglich in dieser Zeitung. Rätselfreunde können täglich ein Kreuzworträtsel und Sudoku lösen. Die Sonntagsausgabe enthält Reiseseiten und längeren Reportagen sowie einen größeren Rätselteil.

Bis 2014 erschien täglich eine Kinderseite (Mopolino), die aktuelle Themen und Nachrichten kindgerecht verpackte und vermittelte. Bis Frühjahr desselben Jahres erschien einmal pro Woche eine Kolumne, die aus der Sicht eines Hundes (namens Tarzan) geschrieben wurde, und sich provokant mit Neuigkeiten, Possen oder politischen Änderungen der Stadt auseinandersetzte.

Marketing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Morgenpost sponsert verschiedene lokale Mannschaften (z. B. Dresden Monarchs, Dresdner SC, Chemnitzer FC, ETC Crimmitschau und Wild Boys Chemnitz). Weiterhin unterstützt sie den Dresden-Marathon.

Gelegentlich erscheinen Ausgaben mit DVD- oder CD-Zugaben, die die Leser zusätzlich zur normalen Ausgabe kaufen können. Meist werden Filme, Dokumentationen oder Bühnenmitschnitte lokaler Künstler, bekannter Ost-Themen oder regionaler Herkunft angeboten.

Einmal jährlich wird ein Leserfest in Dresden und Chemnitz veranstaltet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Bild“-Mann Robert Kuhne wird Chef der „Dresdner Morgenpost“. In: www.sz-online.de. 2. Mai 2014, abgerufen am 3. Mai 2014.
  2. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  3. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  4. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa/So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa/So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  6. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa/So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  7. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)