Dressed to Kill

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Dieser Artikel behandelt den Spielfilm von Brian De Palma. Der gleichnamige Sherlock-Holmes-Film findet sich unter Jagd auf Spieldosen, das gleichnamige Album der Band KISS unter Dressed to Kill (Album).
Filmdaten
Deutscher Titel Dressed to Kill
Originaltitel Dressed to Kill
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Brian De Palma
Drehbuch Brian De Palma
Produktion George Litto
Musik Pino Donaggio
Kamera Ralf Bode
Schnitt Gerald B. Greenberg
Besetzung

Dressed to Kill ist ein US-amerikanischer Psychothriller des Regisseurs Brian De Palma aus dem Jahr 1980. De Palma erweist mit diesem Spielfilm seinem Vorbild Alfred Hitchcock seine Reverenz.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sexuell frustrierte Hausfrau und Mutter Kate Miller sucht in New York ihren Psychiater Dr. Robert Elliott auf, um mit ihm über ihr unausgefülltes Liebesleben zu reden. Bald darauf trifft sie einen unbekannten Mann bei einem Besuch im Metropolitan Museum of Art. Anschließend folgt sie dem Mann und schläft mit ihm. Beim Verlassen des Hotels wird sie im Lift brutal mit einem Rasiermesser ermordet. Die Prostituierte Liz Blake wird zufällig Zeugin des Mordes: Sie sieht eine blonde Frau vom Tatort flüchten.

Die Polizei glaubt ihr nicht und verdächtigt Liz selbst, da sie die Tatwaffe aufgehoben hatte und sich an dieser nunmehr ihre Fingerabdrücke befinden. Liz wendet sich an Dr. Elliott, da sie eine Verbindung zwischen dessen Praxis und der Mörderin vermutet. Schließlich wird sie selbst von dieser Frau gejagt, doch mit Hilfe des Sohnes der Ermordeten Peter kann sie sich retten, sich von dem Verdacht, eine Mörderin zu sein, befreien und das Geheimnis um die blonde Frau mit dem Rasiermesser lösen.

Es stellt sich heraus, dass Dr. Elliott ein Transsexueller ist, der sich hinter der blonden Frau verbirgt. Immer wenn Dr. Elliott sexuell erregt wird, „übernimmt“ sein weibliches, aber auch instabiles Alter Ego Bobbi die Kontrolle und betrachtet die Bezugsperson als Gefahr, die aufgrund der Instabilität von Bobbi vernichtet werden muss, und das war in diesem Fall Kate Miller. Die Situation entstand, weil Bobbi die Geschlechtsumwandlung wollte, Elliot wegen seiner starken maskulinen Seite es aber nicht zuließ. So wurde Bobbi schließlich mörderisch.

Bei einem letzten, Versuch Liz zu ermorden, wird er von der Polizei angeschossen und überwältigt, die vom Psychiater Dr. Levy aufgeklärt wurde, der über Bobbi und Elliott Bescheid wußte und folglich erkannte, was vor sich ging, als Elliott nach dem Mord zu ihm ging und sagte, er sei überzeugt, Bobbi sei die Mörderin von Kate, und dass sie aufgehalten werden müsse. Er erläutert später auch Liz über das Geschehene. Elliott landet schließlich in einer Nervenheilanstalt wegen seiner dissoziativen Identitätsstörung, und Liz berichtet später Peter über ihr Gespräch mit Levy.

Kurz darauf entkommt Elliott aus der Anstalt und greift als Bobbi Liz in ihrem Badezimmer mit einem Rasiermesser an. Liz wacht schreiend auf – der Angriff war nur ein Albtraum.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Regisseur Brian De Palma inszenierte einmal mehr in bester Hitchcock-Manier ein packendes und imposantes Psycho-Puzzlespiel zwischen Erotik und Horror mit einem grandiosen Michael Caine als psychopathischer Psychiater.“

prisma-online[1]

„Ein auf teilweise recht plumpe Effekte angelegter Psychothriller mit immerhin einiger äußerer Spannung.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Hitchcock-Fan De Palma macht seinem Vorbild alle Ehre und baut die Spannung sehr geschickt auf. Nebenbei liefert er einen Essay zum Thema Voyeurismus. Wir sehen lauter "verbotene" Bilder bis hin zu den Sexualfantasien einer reifen Ehefrau. [...] Fazit: Raffiniert und eiskalt. Gänsehaut garantiert!“

Cinema[3]

„"Dressed To Kill" ist "Psycho" auf Amphetaminen, er nimmt dessen Grundidee und kreiert daraus ein Pulp-Glanzstück, lustvoll oversexed, überdreht, geschmacklos, voller Logikbrüche und Ungereimtheiten. So konzentriert sich de Palma gänzlich auf seine Stärken, eine ganz spezielle filmische Welt zu kreieren und den Zuschauer zunächst in Sicherheit zu wiegen, um ihm dann mit brutaler Härte dessen eigene Unterlegenheit zu demonstrieren.“

Jonas Reinartz auf Filmstarts[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Susan Dworkin: Der Tod kommt zweimal oder: Wie man einen Thriller dreht. Bastei Verlag, Bergisch Gladbach 1985, ISBN 3-404-13021-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dressed to Kill auf prisma.de
  2. Dressed to Kill. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  3. Dressed to Kill auf cinema.de
  4. Dressed to Kill auf filmstarts.de