Drift (Nachrichtentechnik)

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Als Drift bezeichnet man in der Telekommunikation eine verhältnismäßig langsame Änderung eines Wertes oder einer Eigenschaft eines Systems oder einer Einrichtung.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispielsweise gibt es die Frequenzdrift (Frequenzverwerfung) und die Drift der Ausgangsspannung. Die Drift kann in eine Richtung gehen, aber auch in Richtung des ursprünglichen Zustandes zurückführen, sie kann zyklisch sein, sie kann von Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) oder von der Bauelementealterung abhängen.

Einfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Drift ist normalerweise unerwünscht. Insbesondere zu berücksichtigen ist Drift bei der Kalibrierung (z. B. bei der Festlegung eines Nullpunkts) von Geräten. Unerwünschte Drift verschiebt diesen Punkt. Der Effekt wird umso größer, je näher am Nullpunkt gemessen wird (z. B. bei großen Vergrößerungen oder Verstärkungen). Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Nullpunktdrift. Dieser kann durch Chopper-Verstärker reduziert werden.

Temperaturdrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Temperaturdrift (englisch: temperature drift) versteht man die ungewollte Änderung einer physikalischen Größe durch Änderung der (Umgebungs-)Temperatur.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Goerth:Einführung in die Nachrichtentechnik. B. G. Teubner Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 978-3-519-00091-4.
  • Dieter Stoll:Schaltungen der Nachrichtentechnik. Friedrich Vieweg & Sohn Verlag, Braunschweig 1988, ISBN 978-3-663-00131-7.
  • Karl Steinbuch, Werner Rupprecht:Nachrichtentechnik. Eine einführende Darstellung, 2. Auflage, Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1973.
  • Otger Neufang:Lexikon der Elektronik. Friedrich Vieweg & Sohn Verlag, Braunschweig 1983, ISBN 978-3-528-04099-4.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Temperaturdrift. Abgerufen am 8. Mai 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]