Dritte Wahl

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Dritte Wahl
Logo von Dritte Wahl

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Dritte Wahl auf einem Konzert in Kiel 2009
Dritte Wahl auf einem Konzert in Kiel 2009
Allgemeine Informationen
Herkunft Rostock (Deutschland)
Genre(s) Deutschpunk, Crossover
Gründung 1986
Website www.dritte-wahl.de
Gründungsmitglieder
Marko „Busch’n“ Busch († 2005)
Gunnar Schröder
Holm (Toralf Bornhöft) (bis 1991)
Jörn „Krel“ Schröder
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Gunnar Schröder
Bass, Gesang
Stefan Ladwig
Schlagzeug
Jörn „Krel“ Schröder
Keyboard, Gitarre
Holger H.
Schriftzug des Bandnamens

Dritte Wahl ist eine deutschsprachige Rock- und Punk-Band aus Rostock.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rostocker Punk-Band Dritte Wahl (auch: 3. Wahl) trat zum ersten Mal 1988 auf. In Ur-Besetzung spielten sie mit Marko „Busch’n“ Busch als Frontmann und Toralf „Holm“ Bornhöft am Bass, der die Band aber 1991 verließ. In der Trio-Besetzung mit Busch’n (Gesang, Bass), Gunnar Schröder (Gitarre, Gesang) und Jörn „Krel“ Schröder (Gesang, Schlagzeug) erlangten sie deutschlandweite Bekanntheit und beachtliche Erfolge in der deutschen Punkszene.

Dritte Wahl spielen Deutschpunk mit deutlichen Metal-Einflüssen und singen sehr direkte, politisch-kämpferische, linke Texte, für die es zu DDR-Zeiten die damals üblichen staatlichen Repressionen gab.

Mit ihrem Song Macht die Augen auf nahmen sie kritisch zu den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992 Stellung. Das Lied Mainzer Straße behandelt die Räumung der Mainzer Straße in Berlin im Jahr 1990. Bad K. handelt von den umstrittenen Umständen des Todes von Wolfgang Grams.

1998 gründete die Band ein eigenes Label mit dem Namen Rausch Records, das später in Dritte Wahl Records umbenannt wurde. Auf diesem erschienen seitdem alle Veröffentlichungen der Band. Es existieren heute zehn offizielle Studio-Alben sowie drei Live- bzw. drei Compilation-CDs und vier Live-Videos/DVDs.

Am 17. Januar 2005 verstarb der 35-jährige Busch’n an Magenkrebs. Die verbliebenen Mitglieder wollten die Band nicht auflösen, sondern ihre Karriere fortsetzen; dies war auch ein ausdrücklicher Wunsch von Busch’n. Seit dem 19. April 2005 spielt nun Stefan Ladwig, der zuvor bei den Crushing Caspars Gitarrist war, den Bass.

Zu ihrem 25. Bandjubiläum wurde im September 2013 das Tributalbum 25 Jahre – 25 Bands auf CD und Doppel-LP veröffentlicht. Hierauf covern 25 Bands aus verschiedenen Genres wie z. B. In Extremo, Dödelhaie, Rasta Knast, Heaven Shall Burn, Der dicke Polizist, Killerpilze und Wilde Zeiten bekannte Lieder der Rostocker.[1]

Am 31. Januar 2015 veröffentlichte die Band ihr neuntes Studioalbum Geblitzdingst, welches als erster Dritte-Wahl-Tonträger in die deutschen Album-Charts einstieg[2]. Als neues viertes Mitglied wurde Holger H., der Schlagzeuger der Münsteraner Punkband Daddy Longleg, als Gitarrist und Keyboarder engagiert. Am 1. September 2017 erschien das Album 10, das Platz 12 der deutschen Albencharts erreichte.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[3]
Geblitzdingst
  DE 23 13.02.2015 (2 Wo.)
10
  DE 12 08.09.2017 (2 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

  • 1992: Fasching in Bonn, CD/LP
  • 1994: Auge um Auge, CD/LP
  • 1996: Nimm drei, CD/LP
  • 1998: Strahlen, CD/LP
  • 1999: Delikat (11 Jahre Bühnenjubiläum ’88–’99), CD/LP
  • 2001: Halt mich fest, CD/LP
  • 2005: Fortschritt, CD/LP, mit Tatjana Besson
  • 2010: Gib Acht!, CD/LP
  • 2015: Geblitzdingst, CD/LP
  • 2017: 10, CD/LP

Live/Best of

  • 2002: Roggen Roll (live beim Mühlenfest Altkalen), CD/LP
  • 2003: Meer Roggen Roll (live beim Mühlenfest Altkalen), CD/LP
  • 2003: Die sonderbare Tape-CD, (Demo-Wiederveröffentlichung) CD
  • 2004: Tooth for tooth, (Best of mit neu eingespielten Songs und englischen Texten) CD/LP
  • 2007: Singles, (Best of mit B-Seiten u. ä.) CD/LP
  • 2009: 20 Jahre – 20 Songs (live), CD/LP

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Dritte Wahl / Dödelhaie, Split CD/10″ (mit den Dödelhaien)
  • 1998: Hallo Erde, 7″
  • 2000: Heimspiel, CD-EP (unter dem Namen Kollektiv Hein Butt)
  • 2001: Und jetzt?, MCD/10″
  • 2005: Willst du?, Promo MCD
  • 2014: Dritte Wahl / Farben Lehre, Split 7″ (mit Farben Lehre)

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Videoalben

  • 1996: 1996 – Das Video zum aktuellen Album, VHS
  • 2002: Roggen Roll (live beim Mühlenfest Altkalen), VHS
  • 2006: Dreilive, DVD
  • 2008: 20 Jahre – Kinder, wie die Zeit vergeht!, DVD

Musikvideos

  • 2010: Ich bin´s
  • 2010: Morgen schon weg
  • 2014: Der Schatten
  • 2017: Scotty
  • 2017: Der Himmel über uns
  • 2017: Zum Licht empor
  • 2018: Runde um Runde
  • 2018: Der große Tag (feat. Sondaschule)

Demo-Tapes

  • 1991: Raff dich auf, Demo Tape
  • 1992: Rari Tape, Demo Tape mit verschiedenen Aufnahmen z. B. mit Holm

Wiederveröffentlichungen

  • 2012: Fasching in Bonn – Remastered, CD/LP
  • 2012: Auge um Auge – Remastered, CD/LP
  • 2012: Nimm drei – Remastered, CD/LP

Extra

  • Wenn man schon ein Schiff hat, Dokumentarfilm mit Filmmusik von Dritte Wahl
  • 2013: 25 Jahre-25 Bands, (Tributsampler) CD/LP

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dritte Wahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 25 Jahre-25 Bands. In: Roggen-Roll-Shop. Krause & Ladwig GbR, abgerufen am 13. August 2016.
  2. Dritte Wahl. In: www.musicline.de. Abgerufen am 13. August 2016.
  3. Dritte Wahl in den deutschen Charts (GfK)