Drnava

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Drnava
Dernő
Wappen Karte
Wappen fehlt
Drnava (Slowakei)
Drnava
Drnava
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Rožňava
Region: Gemer
Fläche: 26,904 km²
Einwohner: 716 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Höhe: 376 m n.m.
Postleitzahl: 049 42
Telefonvorwahl: 0 58
Geographische Lage: 48° 38′ N, 20° 39′ OKoordinaten: 48° 38′ 20″ N, 20° 39′ 18″ O
Kfz-Kennzeichen: RV
Kód obce: 525642
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Tibor Balázs
Adresse: Obecný úrad Drnava
č. 149
049 42 Drnava
Webpräsenz: www.obecdrnava.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Drnava, ungarisch Dernő (im 19. Jahrhundert slowakisch auch „Drňava“ oder „Derňava“; deutsch Dernau)[1] ist eine Gemeinde im Osten der Slowakei mit 716 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018), die zum Okres Rožňava, einem Teil des Košický kraj, gehört.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Aufnahme des Eisenwerks, 1935

Die Gemeinde befindet sich am östlichsten Ausläufer des Talkessels Rožňavská kotlina innerhalb des Slowakischen Karstes, im Tal des Flüsschens Čremošná. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 376 m n.m. und ist 11 Kilometer von Rožňava entfernt.

Nachbargemeinden sind Úhorná im Norden, Smolník im Nordosten, Kováčová im Osten, Jablonov nad Turňou im Süden, Lipovník im Südwesten, Krásnohorské Podhradie im Westen und Pača im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschloss, Aufnahme aus dem frühen 20. Jahrhundert

Drnava wurde zum ersten Mal 1364 als Dwrnew schriftlich erwähnt, entstand aber früher als Bergbausiedlung, irgendwann im 13. oder 14. Jahrhundert. Anfangs war das Dorf Teil des Herrschaftsguts der Burg Tornau, in der frühen Neuzeit der Burg Krásna Hôrka und somit auch des Geschlechts Bebek und zuletzt Andrássy. 1828 zählte man 105 Häuser und 839 Einwohner, die in den Bergwerken und Eisenwerken beschäftigt waren.

Schon im 18. Jahrhundert entstanden erste Eisenwerkunternehmen, zu einem Aufschwung kam es aber im 19. Jahrhundert. 1821 standen hier jeweils vier Eisenöfen und Hammerwerke, später ersetzt durch Hochöfen, die nach und nach zu einem damals modernen Eisenwerk verschmolzen. Es lieferte unter anderem Bauteile für die Kettenbrücke in Budapest. In den 1840er Jahren waren rund 250 Arbeitnehmer dort beschäftigt, in den 1850er Jahren stellte das Werk ein paar Tausend Tonnen von Eisen her. Das Eisenwerk stellte noch vor der Auflösung Österreich-Ungarns seine Arbeit ein.

Bis 1918/1919 gehörte der im Komitat Gemer und Kleinhont (bis 1881 im Komitat Torna) liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei. 1938 bis 1945 war er auf Grund des Ersten Wiener Schiedsspruchs noch einmal Teil Ungarns.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Drnava 704 Einwohner, davon 478 Magyaren, 195 Slowaken, fünf Roma und drei Tschechen. 23 Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

560 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, 38 Einwohner zur reformierten Kirche, neun Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche, acht Einwohner zur Evangelischen Kirche A. B., sowie jeweils ein Einwohner zur evangelisch-methodistischen Kirche und zur orthodoxen Kirche; ein Einwohner bekannte sich zu einer anderen Konfession. 50 Einwohner waren konfessionslos und bei 36 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[2]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gusseisernes Porträt Peter Paul Rubens' aus dem Eisenwerk, ca. 1860
  • römisch-katholische Kirche im gemischten barock-klassizistischen Stil aus dem Jahr 1779
  • Landschloss im barock-klassizistischen Stil aus dem späten 18. Jahrhundert
  • Überreste des Eisenwerks

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Slovenské slovníky: Názvy obcí Slovenskej republiky (Majtán 1998)
  2. Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch) (Memento des Originals vom 5. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/census2011.statistics.sk

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Drnava – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien