Droga ekspresowa S1

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Droga ekspresowa S1 in Polen
Droga ekspresowa S1
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Karte
Droga ekspresowa S1
Basisdaten
Betreiber: GDDKiA-2011-Logo.svg
Straßenbeginn: Pyrzowice
(50° 27′ N, 19° 3′ O)
Straßenende:: Zwardoń
(49° 30′ N, 18° 58′ O)
Gesamtlänge: 133 km
  davon in Betrieb: 73,15 km
  davon in Planung: 59,85 km

Woiwodschaft:

Nutzungsvoraussetzung: Lkw-Streckenmaut
Ausbauzustand: 1×2 und 2×2 Fahrstreifen
S1 im Bereich Przybędza
S1 im Bereich Przybędza

Die Droga ekspresowa S1 (poln. für ,Schnellstraße S1‘) ist eine zum Teil fertiggestellte bzw. in Planung befindliche Schnellstraße in Polen und verbindet seit dem 4. August 2016 den Autobahnknoten Pyrzowice, wo sie die Autobahn A1 und die Schnellstraße S11 kreuzt, mit der polnisch-slowakischen Grenze bei Zwardoń-Myto und der slowakischen Autobahn D3.[4] Die S1 ist Teil der Europastraßen 75 und 462.

Ein Großteil der 130 km langen Schnellstraße wird als Ostumfahrung des Oberschlesischen Industriegebietes bezeichnet. Sie ist ein Teil des Paneuropäischen Verkehrskorridors VI, Danzig/TallinnWarschauBratislava.

Planungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Planung für eine Ostumfahrung des oberschlesischen Industriegebiet stammt aus dem Jahr 1976.[5] Diese Planung wurde in den Plänen von 1985, 1993 und 1996 fortgeführt.[6][7][8] Im Jahr 2001 wird die Strecke zum ersten Mal als S1 bezeichnet, dies wurde dann beibehalten.[9][10][11][12] Da der Abschnitt zwischen Bielsko-Biała und der Grenze zu Tschechien bei Cieszyn-Boguszowice entgegen der Nummerierung in Ost-West-Richtung verlief, existierten Überlegungen, dies durch Anpassung des Schnellstraßennetzes zu ändern. Diese Überlegungen mündeten in den Beschluss der Regierung vom 19. Mai 2016, durch diesen die Eingliederung des Abschnittes in die neu eingerichtete Schnellstraße S52 erfolgte. In den Verlauf der S1 wurde nun die Trasse der Schnellstraße S69 von Bielsko-Biała zur slowakischen Grenze integriert.[13] Am 4. August 2016 wurde dieser Beschluss durch Änderung der Beschilderung seitens der GDDKiA umgesetzt.[4]

Fertiggestellte Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschnitt[14] Länge Bauzeit Baukosten Verkehrsübergabe
Knoten PyrzowiceKnoten Pyrzowice-Lotnisko 01,9 km 2010–2012 073 Mio. Złoty
(18 Mio. Euro)
1. Juni 2012
Knoten Pyrzowice-LotniskoKnoten Podwarpie [Anm. 1] 09,7 km 2004–2006 193 Mio. Złoty
(48 Mio. Euro)
20. November 2006
Knoten Podwarpie 01,8 km
Knoten Dąbrowa Górnicza-PogoriaKnoten Mysłowice-Kosztowy II 24,7 km 1978–1983
Knoten Bielsko-Biała -KrzemionkiKnoten Bielsko-Biała -Lipnik 02,0 km 2008–2011 211 Mio. Złoty
(50 Mio. Euro)
28. Oktober 2011
Knoten Bielsko-Biała -LipnikKnoten Bielsko-Biała -Mikuszowice 05,3 km 2008–2011 558 Mio. Złoty
(133 Mio. Euro)
28. Oktober 2011
Knoten Bielsko-Biała -MikuszowiceKnoten Buczkowice 06,1 km 2010–2014 850 Mio. Złoty
(212 Mio. Euro)
6. November 2014
Knoten BuczkowiceKnoten Żywiec-Sola 09,5 km 2010–2015 24. Juli 2015
Knoten Żywiec-SołaKnoten Przybędza [Anm. 2] 07,7 km 2004–2007 143 Mio. Złoty
(36 Mio. Euro)
8. Januar 2007
Knoten Milówka – Szare [Anm. 2] 02,8 km 2004–2007 86 Mio. Złoty
(22 Mio. Euro)
8. Januar 2007
Szare – Knoten Knoten Laliki [Anm. 2] 02,0 km 2007–2008 391 Mio. Złoty
(98 Mio. Euro)
5. Dezember 2008
Knoten LalikiKnoten Laliki II [Anm. 2] 02,7 km 2007–2010 5. März 2010
Knoten Laliki IIKnoten Zwardoń [Anm. 2] 01,8 km 2002–2008 86 Mio. Złoty
(22 Mio. Euro)
11. Dezember 2008
Knoten Zwardoń – Grenzübergang PL/SK 01,4 km 2002–2006 16. Januar 2006
Summe 73,15 km 2,59 Mrd. Złoty
(639 Mio. Euro)
  1. Dieser Abschnitt ist nur mit einer Fahrbahn ausgeführt.
  2. a b c d e Dieser Abschnitt ist nur mit einer Fahrbahn ausgeführt.

Pyrzowice – Pyrzowice-Lotnisko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser etwa 1,9 Kilometer Abschnitt verbindet den Knoten Pyrzowice mit dem Knoten Pyrzowice-Lotnisko, der im Rahmen des Baus dieses Abschnittes neu gebaut wurde. Zuvor begann bzw. endete die Schnellstraße direkt am Flughafen Katowice. Der Abschnitt ist mit zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen ausgeführt, wobei der größte Teil der südlichen Fahrbahn abgesperrt ist, da der angrenzende Abschnitt Richtung Mysłowice derzeit mit einer Fahrbahn ausgebaut ist.

Die Trasse wurde mit dem Beschluss über die Umweltverträglichkeit Anfang 2009 festgelegt. Die Baugenehmigung wurde im November 2009 erteilt, der Baubeginn erfolgte im November 2010. Die Bauarbeiten wurden von einem Konsortium bestehend aus den Unternehmen Strabag als Leader und Heilit Woerner als Partner ausgeführt. Die Baukosten betrugen 73 Mio. Złoty (entspricht etwa 18 Mio. Euro). Die Eröffnung erfolgte zusammen mit dem Abschnitt Pyrzowice − Piekary Śląskie der A1 und dem Knoten Pyrzowice am 1. Juni 2012.[15][16]

Pyrzowice-Lotnisko – Podwarpie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser 11,5 km lange Abschnitt verläuft zwischen den Knoten Pyrzowice-Lotnisko und Podwarpie und verbindet den Flughafen über den Knoten Podwarpie mit den Landesstraßen 1 und 86 Richtung Częstochowa/Sosnowiec sowie dem übrigen Straßennetz der Woiwodschaft Schlesien. Der Bau dieses Abschnittes wurde in insgesamt drei Etappen unterteilt, wobei die Realisierung der letzten Etappe noch aussteht.

  • Die erste Etappe wurde zwischen 2002 und 2004 realisiert und umfasste den Bau des Knotens Podwarpie sowie eines kurzen Abschnittes der S1 mit zwei Fahrbahnen und je zwei Fahrstreifen pro Richtung im Bereich des Knotens. Die Baukosten betrugen 21,5 Mio. Euro, wobei 15,2 Mio. auf EU-Fördermittel entfielen.[17]
  • Die zweite Etappe umfasste den Bau einer 9,7 km langen Fahrbahn vom Knoten Podwarpie bis zum Flughafen bzw. jetzigen Knoten Pyrzowice-Lotnisko. Dazu musste die komplette öffentliche Infrastruktur und Telekommunikation umgebaut und Leitungen umfangreich verlegt werden. Im August 2004 wurde der Bau genehmigt, im Oktober 2005 erfolgte der Baubeginn. Die Bauarbeiten wurden von Strabag ausgeführt und endeten offiziell im Januar 2007. Bereits am 20. November 2006 wurde der Abschnitt feierlich dem Verkehr übergeben. Die Baukosten beliefen sich auf 140 Mio. Złoty.[17][18]
  • Die dritte Etappe umfasst den Bau der zweiten Fahrbahn südlich der bestehenden auf dem 9,7 km langen Abschnitt zwischen den Knoten Podwarpie und Pyrzowice-Lotnisko. Zudem soll der Knoten Mierzęcice umgebaut werden. Die Ausschreibung begann am 7. Oktober 2015. Die Bauarbeiten sind von 2017 bis 2019 geplant.[19]

Podwarpie – Tychy (Ostumgehung des Oberschlesischen Industriegebietes) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser 35,4 km lange Abschnitt führt vom Knoten Podwarpie über Dąbrowa Górnicza, Sosnowiec, Jaworzno, Mysłowice, Imielin und Lędziny nach Tychy und wurde als sog. „Ostumgehung des Oberschlesischen Industriegebietes“ (poln.: Wschodnia obwodnica GOP) zwischen 1978 und 1983 erbaut. Die Verkehrsübergabe erfolgte im September 1983. Auf dem größten Teil ist die Strecke als Schnellstraße S1 ausgeschildert. Sie kann in unterschiedliche Teilstücke unterteilt werden:

  • Knoten Podwarpie – Knoten Dąbrowa Górnicza-Pogoria (6,8 km)
    Das Teilstück ist mit zwei Fahrbahnen und je zwei Fahrstreifen und Standstreifen pro Richtung ausgebaut, die Kreuzungspunkte sind jedoch nicht höhenfrei ausgeführt. Somit wird der Abschnitt nicht als Teil der S1, sondern Teil der Landesstraße 1 beschildert. 2010 wurden Planungen aufgenommen, um den Abschnitt komplett zu modernisieren und auszubauen, sodass die Lücke der Schnellstraße geschlossen werden kann. Die Fahrbahnen sollen komplett erneuert und für den Schwerlastverkehr verstärkt werden. Zudem sollen alle nicht höhenfreien Kreuzungspunkte beseitigt, ein Knoten namens Ząbkowice neu gebaut und der bestehende Knoten Pogoria umgebaut werden. Zwei Fußgängerüberwege sowie Parallelstraßen sollen zur Querung und Erreichbarkeit aller angrenzenden Grundstücke dienen. Auch soll der Abschnitt mit Lärmschutzwänden und Grünbrücken ausgestattet werden. Mitte 2012 wurde der Beschluss zur Umweltverträglichkeit erlangt, der im August 2014 nach Abweisung aller Klagen rechtskräftig wurde.[20]
  • Knoten Dąbrowa Górnicza-Pogoria – Knoten Mysłowice-Kosztowy II (24,7 km)
    Das Teilstück ist mit zwei Fahrbahnen und je zwei Fahrstreifen samt Standstreifen pro Richtung ausgebaut, die Kreuzungspunkte sind höhenfrei ausgeführt. Somit wird der Abschnitt als Teil der Schnellstraße beschildert.[21] Vom November 2015 bis zum November 2017 wird ein 330 m langes Brückenbauwerk in Sosnowiec für rund 22 Mio. Złoty vom Unternehmen Mosty-Łódź S.A. modernisiert.[22]
  • Knoten Mysłowice-Kosztowy II – Knoten Tychy-Wartogłowiec (9,6 km)
    Das Teilstück ist mit zwei Fahrbahnen und je zwei Fahrstreifen samt Standstreifen pro Richtung ausgebaut, die Kreuzungspunkte sind höhenfrei ausgeführt. Somit wird der Abschnitt zurzeit als Teil der Schnellstraße beschildert.[21] Nach der Fertigstellung des Lückenschlusses zwischen Mysłowice und Bielsko-Biała wird dieses Teilstück nicht mehr ein Teil der S1 sein.

Nordostumgehung Bielsko-Biała[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die insgesamt 11,9 km lange Nordostumgehung von Bielsko-Biała, die im Verlauf der Schnellstraßen S1 und S52 realisiert wurde, wurde von einem Konsortium bestehend aus den Bauunternehmen Hermann Kirchner Sp. z o.o., Hermann Kirchner Bauunternehmung GmbH, Mosty-Łódź S.A. und Intercor Sp. z o.o. mit Baukosten in der Höhe von 1,253 Mrd. Złoty (nach damaligen Wechselkurs etwa 298 Mio. Euro) fertiggestellt. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte am 22. Oktober 2008, die Verkehrsübergabe am 28. Oktober 2011. Die Umgehung ist mit zwei Fahrbahnen mit je zwei Fahrstreifen und einen Standstreifen ausgebaut. Im Rahmen des Gesamtprojekts entstanden zwei Teilstücke im Verlauf der S1. Zudem sind zwei Teilstücke im Verlauf der S52 bis zur Fertigstellung des Knotens Bielsko-Biała -Krzemionki als Abzweigung der S52 von der S1 samt dem Lückenschluss zwischen Mysłowice und Bielsko-Biała als S1 ausgeschildert. Anstelle des Knotens wird der Verkehr über eine Verbindungsrampe des zukünftigen Knotens provisorisch geführt, dort ist eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h festgelegt.[23][24]

  • Das erste etwa 1,8 km lange Teilstück verläuft vom (bisher noch geplanten) Knoten Bielsko-Biała -Krzemionki bis zum neu gebauten Knoten Bielsko-Biała -Lipnik, wo die Krakowska-Straße (ehemalige Landesstraße 52) gekreuzt wird. Der Neubau dieses Teilstücks kostete 211 Mio. Złoty.
  • Das zweite etwa 5,3 km lange Teilstück verläuft zwischen den Knoten Bielsko-Biała -Lipnik und Bielsko-Biała -Mikuszowice. Der neu gebaute Knoten wurde nach einem abweichenden Schema realisiert und stellt Verbindungen zur Żywiecka-Straße (ehemalige Landesstraße 69) und zur Bystrzańska-Straße/Woiwodschaftsstraße 942 her. Der Bau des Teilstücks kostete 558 Mio. Złoty.

Bielsko-Biała – Żywiec[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Żywiec – Zwardoń-Myto [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geplante Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschnitt[14] Länge geplante Bauzeit voraussichtliche Baukosten
Knoten Pyrzowice-LotniskoKnoten Podwarpie [Anm. 1] 009,7 km 2016−2019 279 Mio. Złoty
(70 Mio.Euro)
Knoten PodwarpieKnoten Dąbrowa Górnicza-Pogoria 006,8 km 2017−2019 1,59 Mrd. Złoty
(398 Mio. Euro)
Knoten Mysłowice-Kosztowy IIKnoten Bielsko-Biała -Krzemionki 039,7 km 2018−2020 1,8 Mrd. Złoty
(450 Mio. Euro)
Knoten Przybędza – Knoten Milówka [Anm. 2] 008,5 km unbekannt 1,55 Mrd. Złoty
(388 Mio. Euro)
Summe 059,85 km 5,22 Mrd. Złoty
(1,31 Mio. Euro)
  1. Bau der zweiten Fahrbahn
  2. Nur Bau einer Fahrbahn vorgesehen.

Mysłowice-Kosztowy II – Bielsko-Biała -Krzemionki[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser geplante ca. 40 km lange Abschnitt wird in Zukunft Mysłowice mit Bielsko-Biała verbinden und eine Lücke im Schnellstraßennetz schließen. Neben der Schnellstraße sollen zudem die Umgehungen von Oświęcim und Bieruń neu gebaut werden. Die Schnellstraße soll mit einem Querschnitt von zwei Fahrbahnen mit je zwei Fahrstreifen und Standstreifen ausgebaut sein. Zudem ist der Bau von 8 neuen Knoten geplant: Mysłowice-Kosztowy II, Lędziny, Bieruń, Oświęcim, Wola, Brzeszcze, Stara Wieś und Bielsko-Biała -Krzemionki. Zusätzlich ist der Bau von zwei Raststätten pro Richtung geplant.

Planungsgeschichte

Bereits im Jahr 2006 wurden konkrete Planungen mit der Untersuchung möglicher Trassenvarianten aufgenommen. Im Mai 2008 wurden fünf verschiedene Trassenvarianten vorgestellt. Die Varianten I und II lagen in dem schon für die Straße reservierten Korridor, kollidierten jedoch mit dem neuen Natura 2000-Gebiet Stawy w Brzeszczach. In den Varianten III, IV und V wurde versucht, das Natura 2000-Gebiet von der östlichen bzw. westlichen Seite zu umgehen. Die Varianten III und V wurden jedoch von den betroffenen Gemeinden abgelehnt, alle Gemeinden einigten sich im November 2009 auf die Variante IV.[25] Gegen diese Trassenvariante IV und gegen die Varianten I-III legte nun die UNESCO Protest ein, die Straße würde zu Verletzungen der Ruhezonen rund um das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau führen, und drohte, dass Gebiet auf die Liste der Weltkulturerbe in Gefahr zu setzen. Aus Umweltgründen wurde letztlich die Variante IV seitens der GDDKiA verworfen.[26]

Schließlich wurden 2012 vier komplett neue Varianten seitens der GDDKiA vorgestellt. Alle Variante riefen erhebliche Proteste in der Bevölkerung der Gemeinden, im Kohlenbergwerk Brzeszcze, seitens des Bergbauunternehmens „Silesia“ sowie der UNESCO und des Nationalen Denkmalinstituts hervor. In der Nähe aller Varianten befinden sich drei Natura 2000-Gebiete; drei der vier Varianten sowie die Umgehung von Oświęcim verlaufen nahe dem Weltkulturerbe der UNESCO sowie alle Varianten durch Bergbaugebiete. Die Variante A mit einer Länge von ca. 39,6 km war eine Mischung aus den Varianten I, II, V, I und wurde vom Bergbauunternehmen „Silesia“ abgelehnt. Die Variante B (40,4 km) setzte sich aus den ehemaligen Varianten I, II, V, VI, IV, I zusammen und konnte übereinstimmend mit dem Naturschutzgesetz und der Habitat-Richtlinie aufgrund potenzieller negativer Auswirkungen auf die Vogelarten im Natura 2000-Schutzgebiet Stawy w Brzeszczach nicht realisiert werden. Die Variante C (Länge 41,0 km) setzte sich aus den damaligen Varianten I, II, V, VI, VIb, IV, I und eines neuen, 6 km langen Verlaufs zusammen. Hier wurden Proteste seitens des Kohlenbergwerks Brzeszcze laut. Die Variante D (Länge 39,4 km; Zusammensetzung aus den Varianten I, II, V, VI, III, I, Ia, I) wurde im Vergleich zu den Varianten A und C in den Hintergrund gestellt. Im März 2013 reichte das Unternehmen „Silesia“ einen Kompromissvorschlag als Variante E (Länge: 39,7 km) aus den Varianten A, C und D bei der GDDKiA ein. Bei einer Sitzung erhielt dieser Vorschlag die Akzeptanz aller Seiten. Zudem wurde dieser Vorschlag von den Gemeinden Miedźna, Bestwina und Brzeszcze unterstützt. Am 5. Februar 2014 wurde in einem Vertrag zwischen der GDDKiA und dem Unternehmen „Silesia“ festgelegt, dass das Unternehmen diese Variante E untersucht und die bisherigen Unterlagen der GDDKiA zur Umweltverträglichkeitsprüfung mit dieser Variante ergänzt. Die Kosten hierfür trug das Unternehmen.[27][28] Anfang 2015 wurden die Untersuchungen abgeschlossen, im Mai 2015 wurde diese Variante E als die beste Variante im Blick auf die Interessen der Bevölkerung, der Gemeinden und der Bergbauunternehmen von der GDDKiA befürwortet und die Unterlagen wurden zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht.[29] Diese Variante wurde seitens der Regionaldirektion für Umweltschutz in Katowice in der Umweltverträglichkeitsentscheidung bestätigt. Jedoch ist dieser Beschluss noch nicht rechtskräftig, da Klagen eingegangen sind.[30][31]

Umgehung von Węgierska Górka (Przybędza – Milówka) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die geplante 8,5 km lange Umgehung von Węgierska Górka wird die vorhandene Lücke zwischen Bielsko-Biała und der slowakischen Autobahn D3 schließen. Die Realisierung wurde aufgrund der hohen Kosten, die u.a. durch den Bau zweier Tunnel hervorgerufen werden, seit 2010 immer wieder verzögert. Am 5.&November 2008 wurden von der GDDKiA fünf mögliche Varianten mit einer bevorzugten Variante zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Der Umweltverträglichkeitsbeschluss wurde am 5.&Oktober 2009 von der Regionaldirektion für Umweltschutz in Katowice mit der Bestätigung der bevorzugten Variante herausgegeben. Die Variante umfasst den Bau zweier Tunnel mit den Längen von ca. 821&m und 980&m sowie den Bau von neun Brückenbauwerken mit einer Gesamtlänge von ca. 1600&m. Gemäß dem Beschluss war zunächst ein einbahniger Neubau mit einem Fahrstreifen pro Richtung mit dem Zubau einer zweiten Fahrbahn in einer zukünftigen Etappe vorgesehen. Gemäß den veränderten Richtlinien müssten die einröhrigen Tunnel eine zweite Röhre zur Evakuierung besitzen, sodass seitens der GDDKiA nun der sofortige Bau der Tunnel mit zwei Röhren geplant wird. Die dazwischenliegenden Strecke soll ebenfalls mit zwei Fahrbahnen ausgeführt werden. Seit 2015 werden nun die Planungen vervollständigt und hinsichtlich geänderter Richtlinien aktualisiert, um Baurecht zu erlangen, wobei die Finanzierung derzeit (2016) noch nicht gesichert ist.[32] Die Finanzierung sollte zum Teil mittels des CEF-Programms der EU-Kommission erfolgen, jedoch wurde das Projekt auf die Liste der Reserveprojekte gesetzt.[33]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schnellstraße S1 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verlauf der S1 bei motorways-exitlists.com (abgerufen 30. März 2016)
  2. Verlauf der S69 bei motorways-exitlists.com; abgerufen am 28. Oktober 2011
  3. katowice.gazeta.pl über die Fertigstellung des Tunnels (polnisch) abgerufen am 1. Januar 2010
  4. a b Zmiana przebiegu dróg ekspresowych S1 S52 i S69 na terenie woj. śląskiego (polnisch)
  5. Beschluss des Regierungspräsidiums vom 23. Januar 1976 (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (polnisch)
  6. Beschluss des Regierungspräsidiums vom 14. Juni 1985 (Memento vom 18. Dezember 2007 im Internet Archive) (polnisch)
  7. Beschluss des Ministerrates vom 28. September 1993 (polnisch)
  8. Beschluss des Ministerrates vom 23. Januar 1996 (polnisch)
  9. Beschluss des Ministerrates vom 29. September 2001 (polnisch)
  10. Beschluss des Ministerrates vom 26. August 2003 (polnisch)
  11. Beschluss des Ministerrates vom 15. Mai 2004 (polnisch)
  12. Netzpläne von 1939 bis 2004
  13. Beschluss des Ministerrates vom 19. Mai 2016 (polnisch)
  14. a b Übersichtskarte der GDDKIA zu allen Autobahnen und Schnellstraßen
  15. Otwarto odcinek autostrady A1 Pyrzowice-Wieszowa (polnisch)
  16. S1 Pyrzowice - Lotnisko (GDDKiA) (polnisch)
  17. a b S1 Pyrzowice - Podwarpie (GDDKiA) (polnisch)
  18. Otwarcie drogi ekspresowej S-1 na odcinku Pyrzowice - Podwarpie - II etap (GDDKiA) (polnisch)
  19. Trasa S1 Pyrzowice - Podwarpie będzie mieć dwa pasy. GDDKiA ogłosiła przetarg. Umowa w 2016 (polnisch)
  20. S1 Podwarpie – Dąbrowa Górnicza (GDDKiA) (polnisch)
  21. a b S1 Dąbrowa Górnicza - Tychy (GDDKiA) (polnisch)
  22. Drogi, śląskie - dwuletni remont estakady na trasie S1 w Sosnowcu (polnisch)
  23. Otwarta obwodnica Bielska-Białej (GDDKiA) (polnisch)
  24. S1/S69 Północno-Wschodnia Obwodnica Bielska-Białej (GDDKiA) (polnisch)
  25. Jest porozumienie! S1 połączy Mysłowice z Bielsko-Białą (polnisch)
  26. Co dalej z S1 Bielsko-Biała - Mysłowice? (polnisch)
  27. Będzie nowy wariant przebiegu trasy S1 (polnisch)
  28. S1 Kosztowy – Bielsko-Biała (GDDKiA) (polnisch)
  29. Znany jest przebieg odcinka ekspresowej S1 (polnisch)
  30. Jest decyzja środowiskowa dla S1 Mysłowice – Bielsko-Biała. In: portalsamorzadowy.pl. 6. Juli 2016, abgerufen am 8. August 2016 (polnisch).
  31. Jest decyzja środowiskowa dla drogi S1 Bielsko-Biała - Mysłowice. 3. Juli 2016, abgerufen am 28. August 2016 (polnisch).
  32. S-69 Bielsko – Biała – granica Państwa (Obejście Węgierskiej Górki). GDDKiA, abgerufen am 28. August 2016 (polnisch).
  33. Łukasz Gędłek: O dwa tunele za daleko. In: http://zywiecinfo.pl/. 23. Januar 2016, abgerufen am 28. August 2016 (polnisch).