Droga ekspresowa S1

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/PL-S
Droga ekspresowa S1 in Polen
Droga ekspresowa S1
 E75-PL.svg E462-PL.svg
Karte
Droga ekspresowa S1
Basisdaten
Betreiber: GDDKiA-2011-Logo.svg
Straßenbeginn: Pyrzowice
(50° 27′ N, 19° 3′ O)
Straßenende: Cieszyn
(49° 46′ N, 18° 37′ O)
Gesamtlänge: 121,1 km
  davon in Betrieb: 67,95 km
  davon in Planung: 51,35 km

Woiwodschaft:

Nutzungsvoraussetzung: Lkw-Streckenmaut
Ausbauzustand: 1×2 und 2×2 Fahrstreifen
S1 in Bielsko-Biała
S1 in Bielsko-Biała

Die Droga ekspresowa S1 (poln. für ,Schnellstraße S1‘) ist eine zum Teil fertiggestellte bzw. in Planung befindliche Schnellstraße in Polen und verbindet den Autobahnknoten Pyrzowice, wo sie die Autobahn A1 und die Schnellstraße S11 kreuzt, mit dem Grenzübergang Cieszyn-Boguszowice (PL/CZ) und der tschechischen Autobahn D48. Die S1 ist Teil der Europastraßen 75 und 462.

Ein Großteil der 120 km langen Schnellstraße wird als Ostumfahrung des Oberschlesischen Industriegebietes bezeichnet. Sie ist ein Teil des Paneuropäischen Verkehrskorridors VI, Danzig/TallinnWarschauBratislava.

Planungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Planung für eine Ostumfahrung des oberschlesischen Industriegebiet stammt aus dem Jahr 1976.[2] Diese Planung wurde in den Plänen von 1985, 1993 und 1996 fortgeführt.[3][4][5] Im Jahr 2001 wird die Strecke zum ersten Mal als S1 bezeichnet, dies wurde dann beibehalten.[6][7][8][9]

Fertiggestellte Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschnitt[10] Länge Bauzeit Baukosten Verkehrsübergabe
Knoten PyrzowiceKnoten Pyrzowice-Lotnisko 01,9 km 2010–2012 073 Mio. Złoty
(18 Mio. Euro)
1. Juni 2012
Knoten Pyrzowice-LotniskoKnoten Podwarpie [Anm. 1] 09,7 km 2004–2006 193 Mio. Złoty
(48 Mio. Euro)
20. November 2006
Knoten Podwarpie 01,8 km
Knoten Dąbrowa Górnicza-PogoriaKnoten Mysłowice-Kosztowy II 24,7 km 1978–1983
Knoten Bielsko-Biała -KrzemionkiKnoten Bielsko-Biała -Rosta 01,8 km 2008–2011 190 Mio. Złoty
(45 Mio. Euro)
28. Oktober 2011
Knoten Bielsko-Biała -RostaKnoten Bielsko-Biała -Komorowice 02,8 km 2008–2011 295 Mio. Złoty
(74 Mio. Euro)
19. August 2011
Knoten Bielsko-Biała -KomorowiceKnoten Świętoszówka 11,0 km 2003–2006 074 Mio. Złoty
(18 Mio. Euro)
11. August 2006
Knoten Świętoszówka – Pogórze 04,9 km 2004–2006 090 Mio. Złoty
(23 Mio. Euro)
18. Dezember 2006
Pogórze – Międzyświeć 05,4 km 2002–2007 132 Mio. Złoty
(33 Mio. Euro)
23. November 2007
Międzyświeć – Knoten Cieszyn-Krasna 06,7 km 2002–2005 091 Mio. Złoty
(22 Mio. Euro)
5. Oktober 2005
Knoten Cieszyn-Krasna – Grenzübergang PL/CZ 05,2 km 15. Dezember 1995
Summe 69,85 km 1,14 Mrd. Złoty
(277 Mio. Euro)
  1. Dieser Abschnitt ist nur mit einer Fahrbahn ausgeführt.

Pyrzowice – Pyrzowice-Lotnisko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser etwa 1,9 Kilometer Abschnitt verbindet den Knoten Pyrzowice mit dem Knoten Pyrzowice-Lotnisko, der im Rahmen des Bau dieses Abschnittes neu gebaut wurde. Zuvor begann bzw. endete die Schnellstraße direkt am Flughafen Katowice. Der Abschnitt ist mit zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen ausgeführt, wobei der größte Teil der südlichen Fahrbahn abgesperrt ist, da der angrenzende Abschnitt Richtung Mysłowice derzeit mit einer Fahrbahn ausgebaut ist.

Die Trasse wurde mit dem Beschluss über die Umweltverträglichkeit Anfang 2009 festgelegt. Die Baugenehmigung wurde im November 2009 erteilt, der Baubeginn erfolgte im November 2010. Die Bauarbeiten wurden von einem Konsortium bestehend aus den Unternehmen Strabag als Leader und Heilit Woerner als Partner ausgeführt. Die Baukosten betrugen 73 Mio. Złoty (entspricht etwa 18 Mio. Euro). Die Eröffnung erfolgte zusammen mit dem Abschnitt Pyrzowice − Piekary Śląskie der A1 und dem Knoten Pyrzowice am 1. Juni 2012.[11][12]

Pyrzowice-Lotnisko – Podwarpie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser 11,5 km lange Abschnitt verläuft zwischen den Knoten Pyrzowice-Lotnisko und Podwarpie und verbindet den Flughafen über den Knoten Podwarpie mit den Landesstraßen 1 und 86 Richtung Czestochowa/Sosnowiec sowie dem übrigen Straßennetz der Woiwodschaft Schlesien. Der Bau dieses Abschnittes wurde in insgesamt drei Etappen unterteilt, wobei die Realisierung der letzten Etappe noch aussteht.

  • Die erste Etappe wurde zwischen 2002 und 2004 realisiert und umfasste den Bau des Knotens Podwarpie sowie eines kurzen Abschnittes der S1 mit zwei Fahrbahnen und je zwei Fahrstreifen pro Richtung im Bereich des Knotens. Die Baukosten betrugen 21,5 Mio. Euro, wobei 15,2 Mio. auf EU-Fördermittel entfielen.[13]
  • Die zweite Etappe umfasste den Bau einer 9,7 km langen Fahrbahn vom Knoten Podwarpie bis zum Flughafen bzw. jetzigen Knoten Pyrzowice-Lotnisko. Dazu musste die komplette öffentliche Infrastruktur und Telekommunikation umgebaut und Leitungen umfangreich verlegt werden. Im August 2004 wurde der Bau genehmigt, im Oktober 2005 erfolgte der Baubeginn. Die Bauarbeiten wurden von Strabag ausgeführt und endeten offiziell im Januar 2007. Bereits am 20. November 2006 wurde der Abschnitt feierlich dem Verkehr übergeben. Die Baukosten beliefen sich auf 140 Mio. Złoty.[13][14]
  • Die dritte Etappe umfasst den Bau der zweiten Fahrbahn südlich der bestehenden auf dem 9,7 km langen Abschnitt zwischen den Knoten Podwarpie und Pyrzowice-Lotnisko. Zudem soll der Knoten Mierzęcice umgebaut werden. Die Ausschreibung begann am 7. Oktober 2015. Die Bauarbeiten sind von 2017 bis 2019 geplant.[15]

Podwarpie – Tychy (Ostumgehung des Oberschlesischen Industriegebietes) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser 35,4 km lange Abschnitt führt vom Knoten Podwarpie über Dąbrowa Górnicza, Sosnowiec, Jaworzno, Mysłowice, Imielin und Lędziny nach Tychy und wurde als sog. „Ostumgehung des Oberschlesischen Industriegebietes“ (poln.: Wschodnia obwodnica GOP) zwischen 1978 und 1983 erbaut. Die Verkehrsübergabe erfolgte im September 1983. Auf dem größten Teil ist die Strecke als Schnellstraße S1 ausgeschildert. Sie kann in unterschiedliche Teilstücke unterteilt werden:

  • Knoten Podwarpie – Knoten Dąbrowa Górnicza-Pogoria (6,8 km)
    Das Teilstück ist mit zwei Fahrbahnen und je zwei Fahrstreifen und Standstreifen pro Richtung ausgebaut, die Kreuzungspunkte sind jedoch nicht höhenfrei ausgeführt. Somit wird der Abschnitt nicht als Teil der S1, sondern Teil der Landesstraße 1 beschildert. 2010 wurden Planungen aufgenommen, um den Abschnitt komplett zu modernisieren und auszubauen, sodass die Lücke der Schnellstraße geschlossen werden kann. Die Fahrbahnen sollen komplett erneuert und für den Schwerlastverkehr verstärkt werden. Zudem sollen alle nicht höhenfreien Kreuzungspunkte beseitigt, ein Knoten namens Ząbkowice neu gebaut und der bestehende Knoten Pogoria umgebaut werden. Zwei Fußgängerüberwege sowie Parallelstraßen sollen zur Querung und Erreichbarkeit aller angrenzenden Grundstücke dienen. Auch soll der Abschnitt mit Lärmschutzwänden und Grünbrücken ausgestattet werden. Mitte 2012 wurde der Beschluss zur Umweltverträglichkeit erlangt, der im August 2014 nach Abweisung aller Klagen rechtskräftig wurde.[16]
  • Knoten Dąbrowa Górnicza-Pogoria – Knoten Mysłowice-Kosztowy II (24,7 km)
    Das Teilstück ist mit zwei Fahrbahnen und je zwei Fahrstreifen samt Standstreifen pro Richtung ausgebaut, die Kreuzungspunkte sind höhenfrei ausgeführt. Somit wird der Abschnitt als Teil der Schnellstraße beschildert.[17] Vom November 2015 bis zum November 2017 wird ein 330 m langes Brückenbauwerk in Sosnowiec für rund 22 Mio. Złoty vom Unternehmen Mosty-Łódź S.A. modernisiert.[18]
  • Knoten Mysłowice-Kosztowy II – Knoten Tychy-Wartogłowiec (9,6 km)
    Das Teilstück ist mit zwei Fahrbahnen und je zwei Fahrstreifen samt Standstreifen pro Richtung ausgebaut, die Kreuzungspunkte sind höhenfrei ausgeführt. Somit wird der Abschnitt zurzeit als Teil der Schnellstraße beschildert.[17] Nach der Fertigstellung des Lückenschlusses zwischen Mysłowice und Bielsko-Biała wird dieses Teilstück nicht mehr ein Teil der S1 sein.

Nordostumgehung Bielsko-Biała[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Knoten Komorowice in Bielsko-Biała (12/2008)
Der Ausbau eines Teils der damaligen Niepodległości-Straße zur Schnellstraße (Teilstück 2; 07/2009).

Die insgesamt 11,9 km lange Nordostumgehung von Bielsko-Biała, die im Verlauf der Schnellstraßen S1 und S69 realisiert wurde, wurde von einem Konsortium bestehend aus den Bauunternehmen Hermann Kirchner Sp. z o.o., Hermann Kirchner Bauunternehmung GmbH, Mosty-Łódź S.A. und Intercor Sp. z o.o. mit Baukosten in der Höhe von 1,253 Mrd. Złoty (nach damaligen Wechselkurs etwa 298 Mio. Euro) fertiggestellt. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte am 22. Oktober 2008, die Verkehrsübergabe am 28. Oktober 2011. Die Umgehung ist mit zwei Fahrbahnen mit je zwei Fahrstreifen und einen Standstreifen ausgebaut. Im Rahmen des Gesamtprojekts entstanden zwei Teilstücke, die zukünftig ein Teil der S1 werden. Bis zur Fertigstellung des Knotens Bielsko-Biała -Krzemionki als Abzweigung der S69 von der S1 samt des Lückenschlusses zwischen Mysłowice und Bielsko-Biała werden diese beiden Teilstücke als S69 ausgeschildert. Anstelle des Knotens wird der Verkehr über eine Verbindungsrampe des zukünftigen Knotens provisorisch geführt, dort ist eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h festgelegt.[19][20]

  • Das erste etwa 1,8 km lange Teilstück verläuft vom (bisher noch geplanten) Knoten Bielsko-Biała -Krzemionki bis zum neu gebauten Knoten Bielsko-Biała -Rosta, wo die Landesstraße 52 gekreuzt wird. Der Neubau dieses Teilstücks kostete 190 Mio. Złoty. Am 28. Oktober 2011 erfolgte die Verkehrsübergabe.
  • Das zweite etwa 2,8 km lange Teilstück verläuft zwischen den Knoten Bielsko-Biała -Rosta und Bielsko-Biała -Komorowice und wurde als Teil der Niepodległości-Straße/Landesstraße 52 zur Schnellstraße ausgebaut. Zudem wurde der Knoten Komorowice modernisiert. Dieser Ausbau kostete 295 Mio. Złoty und wurde bereits am 19. August 2011 dem Verkehr übergeben.

Bielsko-Biała – Cieszyn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die S1 beim Knoten Bielsko-B.-Międzyrzecka in Richtung Cieszyn
Die S1 bei Ogrodzona.

Dieser 33,2 km lange Abschnitt verbindet Bielsko-Biała mit Cieszyn und stellt eine wichtige Verbindung zum tschechischen Autobahnnetz her. In mehreren Unterabschnitten erfolgte im Zeitraum von 2002 bis 2007 der Neubau bzw. die Modernisierung der Landesstraße 1 zur Schnellstraße S1. Die Projektkosten beliefen sich auf 95,7 Millionen Euro, wovon 71,8 Millionen Euro von der EU getragen wurden. Auf der gesamten Länge ist der Abschnitt mit zwei Fahrbahnen und je zwei Fahrstreifen und Standstreifen pro Richtung ausgestattet.[21][22]

  • Knoten Bielsko-Biała -Komorowice – Knoten Świętoszówka (11 km)
    Der Bauvertrag für diesen Unterabschnitt wurde am 4. Juni 2003 zwischen der GDDKiA und dem Bauunternehmen Budimex Dromex S.A. unterschrieben. Die Baukosten betrugen rund 17,6 Mio. Euro. Die Fertigstellung erfolgte am 27. Oktober 2006, wobei die Verkehrsübergabe bereits am 11. August 2006 war. Hierbei handelte es sich um den Ausbau der bestehenden Straße zur Schnellstraße. Neben 22 Brückenbauwerken wurden drei Knoten und 10 km an parallelen lokalen Straßen und errichtet.
  • Knoten ŚwiętoszówkaPogórze (Umgehung von Grodziec; 4,9 km)
    Der Bauvertrag für diesen Unterabschnitt wurde am 15. November 2004 zwischen der GDDKiA und dem Bauunternehmen Skanska S.A. unterschrieben. Die Baukosten betrugen rund 22,6 Mio. Euro. Die Fertigstellung erfolgte am 27. November 2006, die Verkehrsübergabe am 18. Dezember 2006. Auf diesem 4,9 km langen Neubau wurden 7 Brückenbauwerke errichtet.
  • PogórzeMiędzyświeć (Umgehung von Skoczów; 5,4 km)
    Der Bauvertrag für diesen Unterabschnitt wurde am 4. Juni 2003 zwischen der GDDKiA und einem Konsortium bestehend aus den Bauunternehmen PRInż S.A. und Hydrobudowa S.A. unterschrieben. Die Baukosten betrugen rund 17,9 Mio. Euro. Die Fertigstellung war für September 2005 geplant. Aufgrund der Insolvenz der Baufirma PRInż S.A. wurde der Vertrag Ende Mai 2006 aufgelöst und eine erneute Ausschreibung durchgeführt. Der zweite Bauvertrag wurde am 7. November 2006 mit einem Konsortium bestehend aus den Baufirmen Dragados S.A. und Polimex-Mostostal S.A. unterzeichnet. Die Baukosten betrugen rund 21,4 Mio. Euro. Die Fertigstellung erfolgte am 20 November 2007, die Verkehrsübergabe am 23. November 2007. Im Rahmen des Neubaus einer 5,4 km langen Schnellstraße wurden 11 Brückenbauwerke und ein neuer Knoten errichtet.
  • Międzyświeć – Knoten Cieszyn-Zachód (6,7 km)
    Der Bauvertrag für diesen Unterabschnitt wurde am 2. Oktober 2002 zwischen der GDDKiA und dem Bauunternehmen Budimex Dromex S.A. unterschrieben. Die Baukosten betrugen rund 21,5 Mio. Euro. Die Fertigstellung erfolgte am 29. September 2005, die Verkehrsübergabe am 5. Oktober 2005 war. Auf diesem 6,7 km langen Neubau wurden 7 Brückenbauwerke errichtet.
  • Knoten Cieszyn-Zachód – Grenzübergang PL/CZ (5,2 km)
    Der Bauvertrag für diesen Unterabschnitt wurde am 2. Oktober 2006 zwischen der GDDKiA und einem Konsortium bestehend aus den Bauunternehmen Bilfinger Berger Sp. z o.o. und Warszawskie Przedsiębiorstwo Robót Drogowych (WPRD) S.A. unterschrieben. Die Kosten betrugen rund 7,3 Mio. Euro. Die Fertigstellung erfolgte am 23. September 2007. Hierbei handelte es sich um die Modernisierung der bestehenden Straße zur Schnellstraße.

Geplante Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschnitt[10] Länge geplante Bauzeit voraussichtliche Baukosten
Knoten Pyrzowice-LotniskoKnoten Podwarpie [Anm. 1] 009,7 km 2016−2019 279 Mio. Złoty
(70 Mio.Euro)
Knoten PodwarpieKnoten Dąbrowa Górnicza-Pogoria 006,8 km 2017−2019 1,59 Mrd. Złoty
(398 Mio. Euro)
Knoten Mysłowice-Kosztowy IIKnoten Bielsko-Biała -Krzemionki 039,7 km 2018−2020 1,8 Mrd. Złoty
(450 Mio. Euro)
Summe 051,35 km 3,67 Mrd. Złoty
(918 Mio. Euro)
  1. Bau der zweiten Fahrbahn

Mysłowice-Kosztowy II – Bielsko-Biała -Krzemionki[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser geplante ca. 40 km lange Abschnitt wird in Zukunft Mysłowice mit Bielsko-Biała verbinden und eine Lücke im Schnellstraßennetz schließen. Neben der Schnellstraße sollen zudem die Umgehungen von Oświęcim und Bieruń neu gebaut werden. Die Schnellstraße soll mit einem Querschnitt von zwei Fahrbahnen mit je zwei Fahrstreifen und Standstreifen ausgebaut sein. Zudem ist der Bau von 8 neuen Knoten geplant: Mysłowice-Kosztowy II, Lędziny, Bieruń, Oświęcim, Wola, Brzeszcze, Stara Wieś und Bielsko-Biała -Krzemionki. Zusätzlich ist der Bau von zwei Raststätten pro Richtung geplant.

Planungsgeschichte

Bereits im Jahr 2006 wurden konkrete Planungen mit der Untersuchung möglicher Trassenvarianten aufgenommen. Im Mai 2008 wurden fünf verschiedenene Trassenvarianten vorgestellt. Die Varianten I und II lagen in dem schon für die Straße reservierten Korridor, kolidierten jedoch mit dem neuen Natura 2000-Gebiet Stawy w Brzeszczach. In den Varianten III, IV und V wurde versucht, das Natura 2000-Gebiet von der östlichen bzw. westlichen Seite zu umgehen. Die Varianten III und V wurden jedoch von den betroffenen Gemeinden abgelehnt, alle Gemeinden einigten sich im November 2009 auf die Variante IV.[23] Gegen diese Trassenvariante IV und gegen die Varianten I-III legte nun die UNESCO Protest ein, die Straße würde zu Verletzungen der Ruhezonen rund um das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau führen, und drohte, dass Gebiet auf die Liste der Weltkulturerbe in Gefahr zu setzen. Aus Umweltgründen wurde letztlich die Variante IV seitens der GDDKiA verworfen.[24]

Schließlich wurden 2012 vier komplett neue Varianten seitens der GDDKiA vorgestellt. Alle Variante riefen erhebliche Proteste in der Bevölkerung der Gemeinden, im Kohlenbergwerk Brzeszcze, seitens des Bergbauunternehmens „Silesia“ sowie der UNESCO und des Nationalen Denkmalinstituts hervor. In der Nähe aller Varianten befinden sich drei Natura 2000-Gebiete; drei der vier Varianten sowie die Umgehung von Oświęcim verlaufen nahe dem Weltkulturerbe der UNESCO sowie alle Varianten durch Bergbaugebiete. Die Variante A mit einer Länge von ca. 39,6 km war eine Mischung aus den Varianten I, II, V, I und wurde vom Bergbauunternehmen „Silesia“ abgelehnt. Die Variante B (40,4 km) setzte sich aus den ehemaligen Varianten I, II, V, VI, IV, I zusammen und konnte übereinstimmend mit dem Naturschutzgesetz und der Habitat-Richtlinie aufgrund potenzieller negativer Auswirkungen auf die Vogelarten im Natura 2000-Schutzgebiet Stawy w Brzeszczach nicht realisiert werden. Die Variante C (Länge 41,0 km) setzte sich aus den damaligen Varianten I, II, V, VI, VIb, IV, I und eines neuen, 6 km langen Verlaufs zusammen. Hier wurden Proteste seitens des Kohlenbergwerks Brzeszcze laut. Die Variante D (Länge 39,4 km; Zusammensetzung aus den Varianten I, II, V, VI, III, I, Ia, I) wurde im Vergleich zu den Varianten A und C in den Hintergrund gestellt. Im März 2013 reichte das Unternehmen „Silesia“ einen Kompromissvorschlag als Variante E (Länge: 39,7 km) aus den Varianten A, C und D bei der GDDKiA ein. Bei einer Sitzung erhielt dieser Vorschlag die Akzeptanz aller Seiten. Zudem wurde dieser Vorschlag von den Gemeinden Miedźna, Bestwina und Brzeszcze unterstützt. Am 5. Februar 2014 wurde in einem Vertrag zwischen der GDDKiA und dem Unternehmen „Silesia“ festgelegt, dass das Unternehmen diese Variante E untersucht und die bisherigen Unterlagen der GDDKiA zur Umweltverträglichkeitsprüfung mit dieser Variante ergänzt. Die Kosten hierfür trug das Unternehmen.[25][26] Anfang 2015 wurden die Untersuchungen abgeschlossen, im Mai 2015 wurde diese Variante E als die beste Variante im Blick auf die Interessen der Bevölkerung, der Gemeinden und der Bergbauunternehmen von der GDDKiA befürwortet und die Unterlagen wurden zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht.[27]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schnellstraße S1 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verlauf der S1 bei motorways-exitlists.com (abgerufen 30. März 2016)
  2. Beschluss des Regierungspräsidiums vom 23. Januar 1976 (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (polnisch)
  3. Beschluss des Regierungspräsidiums vom 14. Juni 1985 (Memento vom 18. Dezember 2007 im Internet Archive) (polnisch)
  4. Beschluss des Ministerrates vom 28. September 1993 (polnisch)
  5. Beschluss des Ministerrates vom 23. Januar 1996 (polnisch)
  6. Beschluss des Ministerrates vom 29. September 2001 (polnisch)
  7. Beschluss des Ministerrates vom 26. August 2003 (polnisch)
  8. Beschluss des Ministerrates vom 15. Mai 2004 (polnisch)
  9. Netzpläne von 1939 bis 2004
  10. a b Übersichtskarte der GDDKIA zu allen Autobahnen und Schnellstraßen
  11. Otwarto odcinek autostrady A1 Pyrzowice-Wieszowa (polnisch)
  12. S1 Pyrzowice - Lotnisko (GDDKiA) (polnisch)
  13. a b S1 Pyrzowice - Podwarpie (GDDKiA) (polnisch)
  14. Otwarcie drogi ekspresowej S-1 na odcinku Pyrzowice - Podwarpie - II etap (GDDKiA) (polnisch)
  15. Trasa S1 Pyrzowice - Podwarpie będzie mieć dwa pasy. GDDKiA ogłosiła przetarg. Umowa w 2016 (polnisch)
  16. S1 Podwarpie – Dąbrowa Górnicza (GDDKiA) (polnisch)
  17. a b S1 Dąbrowa Górnicza - Tychy (GDDKiA) (polnisch)
  18. Drogi, śląskie - dwuletni remont estakady na trasie S1 w Sosnowcu (polnisch)
  19. Otwarta obwodnica Bielska-Białej (GDDKiA) (polnisch)
  20. S1/S69 Północno-Wschodnia Obwodnica Bielska-Białej (GDDKiA) (polnisch)
  21. S1 Bielsko-Biała - Cieszyn (GDDKiA) (polnisch)
  22. Budowa drogi ekspresowej S1 Bielsko Biała - Skoczów - Cieszyn (GDDKiA) (polnisch)
  23. Jest porozumienie! S1 połączy Mysłowice z Bielsko-Białą (polnisch)
  24. Co dalej z S1 Bielsko-Biała - Mysłowice? (polnisch)
  25. Będzie nowy wariant przebiegu trasy S1 (polnisch)
  26. S1 Kosztowy – Bielsko-Biała (GDDKiA) (polnisch)
  27. Znany jest przebieg odcinka ekspresowej S1 (polnisch)