Drogenbeauftragte der Bundesregierung

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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (offizielle Amtsbezeichnung Beauftragte(r) der Bundesregierung für Drogenfragen[1]) im Geschäftsbereich des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit koordiniert die Sucht- und Drogenpolitik der Bundesregierung und vertritt diese gegenüber der Öffentlichkeit. Seit dem 10. September 2019 ist Daniela Ludwig (CSU) Amtsinhaberin. Die vorherige Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) wurde Ende Mai 2019 ins Europaparlament gewählt wurde und legte ihr Amt mit Antritt des Mandats am 1. Juli nieder.[2]

Aufgaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Drogenbeauftragte informiert die Öffentlichkeit in Gesprächen, Interviews und Pressemitteilungen über aktuelle Drogen- und Suchtthemen, die von der Bundesregierung behandelt werden. Sie übernimmt somit primär die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung im Themenbereich Drogen und Sucht. Sie nutzt im Rahmen ihrer Möglichkeiten verschiedene Instrumente, um die breite Öffentlichkeit über suchtspezifische Themen zu informieren und diese hierfür zu sensibilisieren. Darüber hinaus übernimmt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung regelmäßig Schirmherrschaften über besondere Projekte oder Veranstaltungen, bei denen sie mit Grußworten oder Reden oftmals auch auftritt.[3]

Des Weiteren beruft und leitet sie den Drogen- und Suchtrat, der sie in ihrer Arbeit unterstützt und Empfehlungen ausspricht. Gemeinsam wird so die strategische Grundlage für die Drogen- und Suchtpolitik der kommenden Jahre der Bundesregierung erarbeitet.[4]

Als ein wichtiger Teil der Arbeit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zählt ebenso die Präsentation von aktuellen Forschungsberichten und Studien rund um die Themen Drogen und Sucht. Als Eckpfeiler dient hierbei der Drogen- und Suchtbericht, der jährlich veröffentlicht wird und einen aktuellen Überblick über die aktuellen Daten und Fakten sowie die Entwicklungen der Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung gibt.[5] Jener bietet oftmals einen Anlass, um die Legalisierung weicher Drogen sowohl anhand von Studienergebnissen, als auch anderen Erkenntnissen in einer breiteren Öffentlichkeit neu zu diskutieren.[6]

Amtsinhaber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Liste der Beauftragten der Bundesregierung, der Bundesbeauftragten sowie der Koordinatoren/Koordinatorinnen der Bundesregierung nach § 21 Abs. 3 Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO). Bundesministerium des Innern, 11. Juli 2018, abgerufen am 5. August 2018.
  2. a b Rainer Woratschka: Drogenbeauftragte wechselt ins Europaparlament. In: Der Tagesspiegel. 28. Mai 2019, abgerufen am 2. Juni 2019.
  3. Website der Drogenbeauftragten der Bundesregierung
  4. Drogenbeauftragte der Bundesregierung: Pressemitteilung zur Berufung des Drogen- und Suchtrats. 2. Dezember 2014, abgerufen am 13. August 2018.
  5. Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung anlässlich des Drogen- und Suchtberichts 2015 (Memento vom 18. Juni 2015 im Internet Archive)
  6. Legale Drogen töten mehr Menschen als Heroin oder Crack. In: Focus-Online. 21. Mai 2015, abgerufen am 30. Juni 2015.