Dropped-D-Stimmung

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Die Dropped-D-Stimmung (auch Drop-D-Stimmung) ist eine Stimmungsvariante für Gitarren. Hierbei wird die sechste Saite (E- oder Bass-Saite) gegenüber der Standardstimmung (E-A-d-g-h-e1) um einen Ganzton tiefer gestimmt, d. h. D-A-d-g-h-e1.

Durch diese Stimmung erklingt beim Durchschlagen der offenen Basssaiten der Gitarre ein D-Powerchord (D-A-d). Diese Stimmung ermöglicht es, schnell, sauber und gelenkschonend zwischen Powerchords zu wechseln. Es reicht dazu aus, mit einem beliebigen Finger der Greifhand einen Barré über die Basssaiten zu legen. Da beim Anschlagen der leeren Saiten kein echter Akkord erklingt, ist die Dropped-D-Stimmung keine offene Stimmung im engeren Sinn.

Sie ist besonders für Stücke in D (egal ob Dur oder Moll) geeignet. Die Gitarre klingt voller; ein D-Akkord ist nun mit wenig Mühe über alle sechs Saiten zu spielen. Eine Variation dieser Stimmung besteht darin, alle Saiten zusätzlich um einen oder mehrere Halbtöne tiefer zu stimmen.

Die Dropped-D-Stimmung wird in der Rockmusik und im Metal eingesetzt, insbesondere in den Bereichen Heavy Metal, Stoner Rock, Crossover, Metalcore und Nu Metal. Ein bekannter klassischer Gitarrist und Komponist, der einen Großteil seiner Stücke in Dropped-D schreibt, ist der in Deutschland lebende David Qualey.

Klassische Stücke in Drop-D für Konzert-Gitarre:
Francisco Tárrega ( Capricho Árabe )

Songs in Drop-D für akustische Gitarre ( Fingerstyle und/oder Flatpicking ):
John Lennon ( Dear Prudence )
Greg Lake ( Still You Turn Me On, C'est La Vie, I Believe In Father Christmas )
Neil Young ( Harvest Moon )
James Taylor ( Country Road )
Lindsey Buckingham ( Never Gong Back Again (Live Version) )
Ken Hensley ( The Wizard )

Verwandte D-Skordaturen:

Double Drop-D ( DADGBD )
Celtic or Dsus4 ( DADGAD )
Open D ( DADF#AD )

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Weblinks[Bearbeiten]