Droum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Landgemeinde Droum
Landgemeinde Droum (Niger)
Landgemeinde Droum
Landgemeinde Droum
Koordinaten 13° 34′ N, 8° 53′ O13.5677777777788.8908333333333Koordinaten: 13° 34′ N, 8° 53′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Mirriah
Einwohner 74.782 (2010)

Droum ist eine Landgemeinde im Departement Mirriah in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Droum liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Tirmini im Norden, Zinder im Osten, Dogo im Süden, Doungou im Südwesten und Ichirnawa im Nordwesten. Das Gemeindegebiet ist in 76 administrative Dörfer, 59 Weiler und sieben Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist Droum, bestehend aus den administrativen Dörfern Droum Kahi und Droum Malori.[2]

Die Forêt classée de Droum ist ein 15 Hektar großes unter Naturschutz stehendes Waldgebiet im Gemeindegebiet von Droum. Die Unterschutzstellung erfolgte 1952.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Herrschaftssitz Droum wurde um 1820 von Sultan Sélimane dan Tintouma seinem Sultanat Zinder angeschlossen, das zum Reich Bornu gehörte.[4] 1899 besetzte Frankreich das Sultanat Zinder. Die französische Kolonialverwaltung richtete Anfang des 20. Jahrhunderts einen Kanton in Droum ein, dem 1923 der aufgelöste Kanton Mazoza und 1924 der aufgelöste Kanton Tonkour angeschlossen wurden.[5] Die Märkte in Droum und im zu Droum gehörenden Dorf Gogo zählten zu den kleinen Märkten in der Region, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der französischen Verwaltung zugelassen wurden.[6] 2002 ging im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Droum die Landgemeinde Droum hervor.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Droum 55.078 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 74.782 Einwohner berechnet.[7] In Droum leben Angehörige der vor allem Agropastoralismus betreibenden Tuareg-Untergruppen Iguimirdan, Mikitan und Tafazarak.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer Zone, in der Regenfeldbau betrieben wird.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Données disponibles pour chaque forêt classée. Website der Direction de l’Environnement, Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte Contre la Désertification, abgerufen am 25. Februar 2012.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 135.
  5. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 250.
  6.  Hassane Gandah Nabi: Commerçants et entrepreneurs du Niger (1922–2006). L’Harmattan, Paris 2013, ISBN 978-2-336-29136-9, S. 37.
  7. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 57.
  8. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version; PDF; 11,3 MB), S. 32.
  9. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.