Druckschalter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert den durch Druck betätigten Schalter, zu durch manuelles Drücken betätigten Schaltern siehe Schalter (Elektrotechnik).
Elektronischer Druckschalter mit LED-Anzeige

Druckschalter sind mechanische oder elektronische Schalter, die durch Druckänderungen eines gasförmigen oder flüssigen Mediums, z. B. Luft oder Hydrauliköl, betätigt werden.

Sie werden unter anderem zum Schalten von Pumpen, Ventilen oder Verdichtern eingesetzt, damit der Druck oder Füllstand des Mediums in einem Druckspeicher oder Tank einen oberen Wert nicht über- und einen unteren Wert nicht unterschreitet.

Das einfachste und verbreitetste Prinzip eines mechanischen Druckschalters beruht auf einer Metallmembran die sich mit steigendem Druck ausdehnt und über diese Bewegung die Schaltkontakte öffnet. Eine über den Druckschalter geschaltete Pumpe schaltet somit bei einem definierten Druck ab. Die Metallmembran ist dabei typischerweise über eine Schraubenfeder mit einem Gegendruck beaufschlagt, bei sinkendem Druck geht die Ausdehnung zurück und die Schaltkontakte werden geschlossen (Pumpe schaltet ein, Behälter wird gefüllt). Die Feder ist in ihrer Vorspannung verstellbar, worüber sich Ein- und Ausschaltdruck einstellen lassen. Zumeist bleibt dabei die Differenz von Einschalt- zu Ausschaltdruck (die Hysterese) konstant.

Mechanische Druckschalter besitzen einen relativ großen Unterschied (Hysterese) zwischen dem oberen Schaltpunkt und dem unteren Rückschaltpunkt. Das ist teilweise erwünscht, da sich damit ohne Regler einfache Zweipunkt-Regelungen aufbauen lassen. Bei mechanischen Druckschaltern kann die Größe der Hysterese(ΔP) zumeist über einen weiteren Federmechanismus eingestellt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Theodor Schmelcher: Handbuch der Niederspannung. Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, ISBN 3-8009-1358-5

Siehe auch[Bearbeiten]