Duggendorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Duggendorf
Duggendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Duggendorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 7′ N, 11° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Kallmünz
Höhe: 338 m ü. NHN
Fläche: 22,88 km2
Einwohner: 1588 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 93182, 93195
Vorwahlen: 09473, 09409, 09498
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 131
Gemeindegliederung: 19 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Keltenweg 1
93183 Kallmünz
Webpräsenz: www.duggendorf.de
Bürgermeister: Thomas Eichenseher (CSU)
Lage der Gemeinde Duggendorf im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
Über dieses Bild

Duggendorf ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kallmünz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Naab etwa 16 Kilometer nordöstlich der Stadt Hemau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 19 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Mariä Opferung

Duggendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Duggendorf vom Jakobenberg aus

Duggendorf, der Hauptort der Gemeinde, wurde urkundlich bereits im Jahre 1270 erwähnt. Der Siedlungsname taucht urkundlich erstmals im Jahr 1000 als Tutindorf auf. Der Name leitet sich mutmaßlich vom Namen des Besitzers, Tuto ab, der in der betreffenden Urkunde erwähnt wird. Zwischen 1140 und 1160 erfolgen Erwähnungen als Tukendorf, 1170 bis 1190 Tuschendort, 1318 Tukendorf, 1326 Tukkendorf und 1508 Tugkendorff. 1665 wurde daraus durch Dissimilation Duggendorf.[3] Seit 500 Jahren ist Duggendorf Pfarrei. Christoph Vogel wurde 1581 Pfarrer auf der neuerrichteten Pfarrstelle in Duggendorf. Die barocke Pfarrkirche, das Kleinod von Duggendorf, stammt aus dem Jahre 1736. Grabplatten an der Fassade weisen durch die Jahreszahlen 1521 und 1530 auf eine frühere Kirche hin. Sehenswert ist die Rokokoorgel aus dem Jahre 1738, die inzwischen renoviert wurde.

1867 hatte der Ort 217 Einwohner in 61 Haushaltungen.[4]

Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt der Burgstall Lichtenroth, eine abgegangene Höhenburg.

Hochdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochdorf, das schon immer zur Pfarrei Duggendorf gehörte, aber selbständige Gemeinde war, wurde im Zuge der Gebietsreform 1978 mit der ehemaligen Gemeinde Duggendorf zu einer neuen Gemeinde zusammengelegt. Als zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch die Pest fast die gesamte Bevölkerung des Ortes hinweggerafft wurde, errichtete man zu Ehren des Hl. Sebastian die heutige Filialkirche. Ein Schloss bestand in Hochdorf bereits im 16. Jahrhundert. Es war im Besitz der Teuffel von Birkensee. Das Wappen dieses Geschlechtes, das auch an der Pfarrkirche in Duggendorf angebracht ist, diente als Vorlage für das Wappen Duggendorf. Das Schloss, bereits im 16. Jahrhundert errichtet, wurde im 18. Jahrhundert umgebaut.

Wischenhofen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Schloss besitzt auch die Ortschaft Wischenhofen, die bis 1946 selbständige Gemeinde war. Über die früheren Besitzer des Schlosses und das Schloss selbst ist so gut wie nichts bekannt. Heute ist es in Privatbesitz einer Familie. An die Nordseite schließt sich die Schlosskapelle an. Sie wurde ebenfalls in den letzten Jahren renoviert.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Hochdorf und Teile der Nachbargemeinde Wolfsegg eingegliedert.[5] Zum 1. Januar 2014 wurden Teile des aufgelösten gemeindefreien Gebietes Pielenhofer Wald rechts der Naab eingemeindet.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfbrunnen

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Eichenseher (CSU) ist seit Mai 2014 der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Über blauem Wellenschildfuß geteilt von Rot und Gold, belegt mit einem feuerspeienden Drachenrumpf in wechselnden Farben. Das Wappen wird seit 1982 verwendet.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Heitzenhofen
Schloss Wischenhofen

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Autobahnanschluss „Regensburg-Nürnberg“ an der A 3
  • Staatsstraßen: 2165, 2235
  • Buslinie RVV Linie12

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DJK Duggendorf (Sportverein)
  • Katholischer Frauenbund
  • Kriegerverein Hochdorf
  • Schützenverein Hubertus Hochdorf e. V.
  • TC Hochdorf (Tennis)
  • Naabtalblaskapelle Duggendorf
  • Trachtenkapelle Duggendorf
  • VDK-Ortsverband
  • FF Duggendorf
  • FF Hochdorf
  • FF Wischenhofen
  • FF Heitzenhofen
  • RK Wischenhofen
  • FC Bayernfanclub Naabtal

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111215/205431&attr=OBJ&val=1012
  3. Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung; Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. 2006, ISBN 9783406552069, S. 61, Digitalisat
  4. Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. 1867, S. 653, Digitalisat
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 658 und 659.
  6. www.regierung.oberpfalz.bayern.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Duggendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien