Duisdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

50.7164063079547.0512056350708Koordinaten: 50° 42′ 59″ N, 7° 3′ 4″ O

Duisdorf
Bundesstadt Bonn
Höhe: ca. 75–155 m ü. NHN
Einwohner: 13.720 (31. Dez. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53123
Vorwahl: 0228
Karte

Lage von Duisdorf in Bonn

Duisdorf [ˈdʏːsdɔʁf – kein reines Dehnungs-i mehr] ist ein Ortsteil im Bonner Stadtbezirk Hardtberg. Vor der Eingemeindung nach Bonn 1969 war das Amt Duisdorf eine selbstständige Verwaltungseinheit im damaligen Landkreis Bonn und umfasste Teile der heutigen Stadt Bonn und der Gemeinde Alfter. Der Stadtteil Duisdorf hat heute ca. 14.000 Einwohner.

Lage[Bearbeiten]

Duisdorf liegt im Westen Bonns. Angrenzende Stadtteile sind im Südwesten die zu Duisdorf gehörende Siedlung Medinghoven, im Süden die Hardthöhe und der Brüser Berg, im Osten Lengsdorf, im Nordosten Endenich, im Nordwesten hinter dem Meßdorfer Feld Lessenich/Meßdorf. Im Westen grenzt Duisdorf zudem an die Gemeinde Alfter.

Geschichte[Bearbeiten]

Rathaus Hardtberg
Fußgängerzone

In kurfürstlicher Zeit war Duisdorf ein Dingstuhl mit eigenem Schöffengericht.

In preußischer Zeit war die Gemeinde Duisdorf von 1816 an der Bürgermeisterei Poppelsdorf zugeordnet, aus der 1904 die Bürgermeisterei Duisdorf entstand, die 1927 in Amt Duisdorf umbenannt wurde.[2]

Durch die kommunale Gebietsreform wurde das Amt Duisdorf am 1. August 1969 aufgelöst. Die bis dahin eigenständigen und zum Amt Duisdorf gehörenden Gemeinden Alfter, Gielsdorf, Impekoven, Oedekoven und Witterschlick bildeten die neue Gemeinde Alfter und die Gemeinden Buschdorf, Duisdorf, Ippendorf, Lengsdorf, Lessenich und Röttgen wurden Teile der Stadt Bonn.[3]

Duisdorf ist Standort des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, des Bundeswirtschaftsministeriums, des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesfamilienministeriums sowie des Bundesministeriums der Verteidigung auf der Hardthöhe und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit. Ein Teil dieser Bundesbehörden befand sich bis Ende der 1990er-Jahre in der ehemaligen Troilokaserne.

Haltepunkt Bonn-Duisdorf[Bearbeiten]

Haltepunkt Bonn-Duisdorf
Hauptartikel: Haltepunkt Bonn-Duisdorf

Der Haltepunkt Bonn-Duisdorf ist ein zweigleisiger Bahnhaltepunkt an der Voreifelbahn BonnEuskirchen im Bonner Stadtteil Duisdorf, auf der im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die RegionalBahn 23 verkehrt. Der Besitzer des Haltepunkts ist DB Station&Service, der diesen in der Bahnhofskategorie 6 klassifiziert.

Er verfügt über einen Taxistand vor dem Bahnhof sowie über Pkw- und Fahrrad-Stellplätze, jedoch nicht über eine Servicestelle oder Gepäcklagerung. Die Bahnsteige sind 165 m lang und ihre Höhe beträgt 76 cm. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die für die Voreifelbahn Diesel-Triebwagen der DB Baureihe 644 in Ein- bis Zweifachtraktion für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt.

Bildung[Bearbeiten]

Das Helmholtz-Gymnasium wurde 1961 als Gymnasium des Amtes Duisdorf eröffnet. Ein Jahr später wurde es offiziell nach Hermann von Helmholtz benannt. Das Gymnasium ist recht bekannt für die regelmäßigen Projekte seiner Musical-AG, der Helmholtz Drama Group. Sie wurde 1991 gegründet.

Kultur[Bearbeiten]

In Duisdorf ist das tik - Theater im Keller zu Hause. Ein weiterer Veranstaltungsort des kulturellen Lebens im Stadtbezirk Hardtberg ist das Kulturzentrum Hardtberg. Es wird vom Verein „Hardtberg Kultur“ mit ehrenamtlichen Engagement betrieben.

Von 1966 bis zu seinem Tod 1982 hatte der Künstler Alf Bayrle sein Atelier an der Klosterstraße 15.

Der Musikverein Bonn-Duisdorf gegr. 1949 e. V. ist ebenfalls in Duisdorf zu Hause.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Duisdorf – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. bezieht sich auf die Statistischen Bezirke Duisdorf-Zentrum (5236 Einwohner), Duisdorf-Nord (2610) und Neu-Duisdorf (5874); Quelle: Bevölkerungsstatistik – Bevölkerung in Bonn – Stichtag: 31.12.2013, Bundesstadt Bonn, Statistikstelle, Februar 2014
  2. Verwaltungszugehörigkeit. In: www.archive.nrw.de. Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, archiviert vom Original am 26. Januar 2011, abgerufen am 31. Juli 2013.
  3. Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) vom 10. Juni 1969