Duke of Albany

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Der Duke of Albany ist ein Adelstitel, der früher gelegentlich jüngeren Söhnen des schottischen (Haus Stuart), und einmal auch des britischen Königshauses (Haus Hannover) verliehen wurde.

Das Dukedom of Albany wurde erstmals 1398 von König Robert III. von Schottland seinem Bruder, Robert Stewart verliehen. Albany von Gälisch alba war damals eine allgemeine Bezeichnung für den Bereich Schottlands nördlich des Flusses Forth, der in etwa dem früheren Königreich der Pikten entsprach. Dieser Titel wurde 1425 aufgrund des Verrates des zweiten Herzogs von Albany wieder eingezogen.

Im Jahr 1458 wurde der Titel für James Stewart erneut begründet, erlosch aber schon wieder, als sein Sohn kinderlos starb. 1541 wurde der Titel Arthur, dem zweiten Sohn des Königs Jakob V. von Schottland, verliehen, der aber bereits als Kind verstarb.

Die vierte Verleihung des Titels erfolgte im Jahr 1604 an Charles, den Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland. Als dieser im Jahr 1625 den Thron bestieg, fiel der Titel wieder an die Krone zurück.

Als Nächstes wurde der Titel 1660 von Charles II. an James, den Sohn Charles I., verliehen. Als James 1685 seinem älteren Bruder auf den Thron folgte, fiel der Titel erneut an die Krone zurück.

Der Thronprätendent Charles Edward Stuart beanspruchte zeitweise selbst den Titel des Duke of Albany und „ernannte“ auch seine illegitime Tochter Charlotte, die 1789 starb, zur Duchess of Albany.

Unter den hannoverschen Königen wurde des Öfteren der Titel des Duke York and Albany verliehen (siehe auch Duke of York). Der eigentliche Titel eines Duke of Albany wurde zum fünften Mal im Jahr 1881 an Prinz Leopold, den vierten Sohn der Königin Victoria verliehen.

Leopolds Sohn Charles wurde der Titel im Jahr 1919 aufgrund des Titles Deprivation Act von 1917 aberkannt, da er im Ersten Weltkrieg auf Seiten Deutschlands gegen England gekämpft hatte (siehe unten).

Dukes of Albany, 1. Verleihung (1398)[Bearbeiten]

Dukes of Albany, 2. Verleihung (1458)[Bearbeiten]

Duke of Albany, 3. Verleihung (1541)[Bearbeiten]

  • Arthur Stewart, Duke of Albany (1541) (starb acht Tage nach seiner Taufe)

Dukes of Albany, 4. Verleihung (1565)[Bearbeiten]

Duke of Albany, 5. Verleihung (1604)[Bearbeiten]

Duke of Albany, 6. Verleihung (1660)[Bearbeiten]

Duke of Albany, 7. Verleihung (1881)[Bearbeiten]

Carl Eduard wurde nach dem Tod seines Vaters geboren und trug den Titel eines Herzogs von Albany bereits seit seiner Geburt. Am 28. März 1919 wurden ihm seine Titel als Herzog von Albany, Earl of Clarence, Baron Arklow und Prinz von Großbritannien und Irland per Anweisung von König Georg V. von Großbritannien und Irland aberkannt. Außer ihm waren vom Titles Deprivation Act drei weitere Personen betroffen: Ernst August, Kronprinz von Hannover als Herzog von Cumberland und Teviotdale, Earl of Armagh und Prinz von Großbritannien und Irland, Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg als Prinz von Großbritannien und Irland sowie Heinrich Graf von Taaffe als 12. Viscount Taaffe of Corren and Baron of Ballymote. Gemäß dem Titles Deprivation Act haben die männlichen Erben dieser Personen das Recht, die britische Krone um ihre Wiedereinsetzung in diese Titel zu bitten, doch haben sie davon bisher keinen Gebrauch gemacht. Der aktuelle Erbe des Titels wäre Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen, als direkter Nachfolger in erstgeborener Linie von Carl Eduard, Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha (1884–1954).

Dukes of Albany in der Literatur[Bearbeiten]