Dumbrăvița (Timiș)

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Dumbrăvița
Neuszentes
Újszentes
Dumbrăvița (Timiș) führt kein Wappen
Dumbrăvița (Timiș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: 45° 48′ N, 21° 15′ OKoordinaten: 45° 48′ 7″ N, 21° 14′ 51″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 18,98 km²
Einwohner: 7.522 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 396 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307160
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Malac Victor (PSD)
Postanschrift: Strada Petöfi nr.31
loc. Dumbrăvița, jud. Timiș, RO–307160
Website:
Lage von Dumbrăvița im Kreis Timiș

Dumbrăvița (auch Szentesul Nou, deutsch Neuszentes, ungarisch Újszentes oder Vadászerdőközség) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sânandrei Covaci Giarmata
Timișoara Nachbargemeinden Giarmata-Vii
Timișoara Timișoara Ghiroda

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867, als das Banat an das Königreich Ungarn angeschlossen wurde, gründete die ungarische Regierung mehrere Dörfer im nahen Umkreis von Temeswar und besiedelte diese mit Ungaren aus der Szegeder Gegend.[3]

1889 kauften 127 Personen aus Szentes sechs Kilometer nördlich von Temeswar Land, das sie laut Vertrag innerhalb von 20 Jahren abzahlen mussten. Das Land befand sich auf einem abgeholzten Gelände des Jagdwalds (rumänisch: Pădurea Verde, ungarisch Vadászerdő). So erhielt die Ortschaft den Namen Vadászerdőközség (deutsch: Dorf im Jagdwald, rumänisch: Comuna din Pădurea Verde).[3]

Im Herbst des Jahres 1891 bauten 133 Familien, insgesamt 768 Personen aus Szentes, hier Häuser. 1892 erhielt das Dorf auf Wunsch der Einwohner den Namen Újszentes (deutsch: Neuszentes, rumänisch: Szentesul nou). Die Mehrheit der Einwohner waren reformierten Glaubens; 1901 wurde die reformierte Kirche geweiht.[3]

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Dumbrăvița an das Königreich Rumänien fiel. Nach 1920 ließen sich mehrere Familien aus dem serbischen Banat, aus Groß-Torak und Klein-Torak nieder, aber auch rumänische und ungarische Familien aus anderen Landesteilen. 1950 wurde der Ortsname in Dumbrăvița geändert.[3]

Seit 2015 ist Dumbrăvița durch die Linie M14 der Regia Autonomă de Transport Timișoara an das Timișoaraer Trolleybusnetz angebunden.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1900 1.151 46 1.042 58 5
1930 1.490 381 995 109 5
1977 2.978 1.157 1.687 100 34
2002 2.693 1.576 1.054 32 1
2011[1] 7.522 5.722 1.057 87 656 (59 Serben)

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. a b c d Geschichte Dumbrăvițas bei dumbravitatimis.ro (rumänisch)
  4. kia.hu, (PDF; 982 kB) E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Timiș laut Volkszählungen von 1880 - 2002