Dunkelziffer (Verein)

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Dunkelziffer e. V.
Zweck Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder
Vorsitz: Dorothee Kruse
Gründungsdatum: 4. Februar 1993
Sitz: Hamburg
Website: http://www.dunkelziffer.de/

Dunkelziffer e. V. ist ein Verein, der sich für sexuell missbrauchte Kinder einsetzt.

Dunkelziffer e. V. wurde am 4. Februar 1993 von dem Stern-Journalisten Klaus Meyer-Andersen gegründet. Anlass waren vorausgegangene Recherchen für die Serie Kinderschänder der Zeitschrift. Der Verein veranstaltet auch Seminare für Lehrer und Erzieher und hat ebenfalls Informationsangebote für Kinder mit denen ca. 15.000 Personen erreicht werden. Auch einige Prominente wie z. B. Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer oder Steffen Henssler unterstützen den Verein.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den kindlichen Opfern des sexuellen Missbrauchs und ihren Vertrauenspersonen helfen zu können, und um Kinder im Allgemeinen vor sexuellem Missbrauch zu schützen, bietet Dunkelziffer e.V. eine Vielzahl von Projekten an:

Erstberatung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich erreichen Dunkelziffer e. V. über 1.000 Hilfsanfragen. Telefonisch oder per E-Mail wenden sich die Bezugspersonen von Kindern, zunehmend aber auch Kinder, an die Berater und Beraterinnen des Vereins, um Hilfe zu finden.

Opferanwälte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein stellt den Opfern schon vor Erstattung einer Anzeige Anwälte zur Seite und übernimmt die Kosten der Erstberatung.

Kinder- und Musiktherapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hamburg bietet Dunkelziffer e. V. zurzeit 22 Kindern und Jugendlichen kostenfreie Musik-, Kinder- und Jugendlichentherapie sowie ein spezielles Therapieangebot für Jungen.

Prävention[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Präventionsprojekten für Schulen und Kindertagesstätten versucht Dunkelziffer einen Beitrag zum Schutzes vor sexuellem Missbrauch zu leisten. Zentrale Bestandteile der Präventionsarbeit sind das "Löwi Löwenstark"-Projekt für Kindertagesstätten, das "Little Lion"-Projekt für Grundschulen und "Online sein. Smart sein.", "Stark machen. Klasse sein.", "Leise Krieger" und "Ich werde es sagen" für weiterführende Schulen.

Internetschulungen für Kriminalbeamte, Staatsanwälte und Richter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Internetschulungen vernetzt der Verein deutschlandweit alle an der Ermittlung beteiligten Berufsgruppen. So wurden seit 1996 bereits über 1500 Teilnehmer für die Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet geschult.

Fortbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dunkelziffer e. V. bietet Fachliche Fortbildung für alle Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten und Supervisionsgruppen für Fachleute.

Anlaufstelle für Jungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Jungen im Alter von 10 bis 17 Jahren bietet Dunkelziffer ein spezielles Beratungs- und Therapieangebot. Um die Situation von Jungen deutlich zu verbessern, werden zusätzliche Präventionsangebote mit einem Mann-Frau-Team angeboten. Zentrale Themen in der Beratung sind der Aufbau von Selbstbewusstsein, Abbau von Angstgefühlen und das Erlernen von eigenen Grenzsetzungen.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dunkelziffer e. V. finanziert seine Arbeit ausschließlich aus Spenden und gelegentlichen Bußgeldzuweisungen. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden sind damit steuerabzugsfähig.

Mediale Berichterstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 35. Verleihung HanseMerkur Preis für Kinderschutz | Hamburg-im-Blick. Abgerufen am 3. März 2017 (deutsch).
  2. Deutscher Engagementpreis 2016: Die Gewinner - Preisträger aus Berlin. (Nicht mehr online verfügbar.) 5. Dezember 2016, archiviert vom Original am 3. März 2017; abgerufen am 3. März 2017 (de_DE).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berlinonline.de