Dunkles Zeitalter der Digitalisierung

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Als dunkles Zeitalter der Digitalisierung bezeichnet man den Verlust an Informationen und Daten aufgrund überalterter Technologien wie bestimmte veraltete Datenformate, Software oder Hardware, welche mit der Entwicklung neuer Technologien nicht mehr in entsprechenden Umfang zugänglich sind.[1] Für zukünftige Generationen könnte der Zugriff auf bestimmte originale Daten nicht mehr möglich sein, da diese von neuen Technologien nicht mehr unterstützt werden. Da der Informationsgehalt grundsätzlich nicht an bestimmte physische Repräsentierungen wie bestimmte Datenspeicher oder bestimmte Datenstrukturen gebunden ist besteht die Option, den Informationsgehalt durch Übertragen (Kopieren) auf jeweils zeitgemässe Technologien für spätere Generationen zu erhalten.

Die Bezeichnung dunkles Zeitalter der Digitalisierung bezieht sich auf die dunklen Jahrhunderte, in denen die Geschichte einer bestimmten Region mangels Schriftquellen oder archäologischer Funde wenig bis gar nicht erforscht ist. Die Bezeichnung wurde erstmals während einer Konferenz der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) in 1997 geprägt.[2] Des Weiteren wurde der Begriff während der Time and Bits Konferenz im Jahre 1998 verwendet,[3][4] welche von der Long Now Foundation und dem Getty Conservation Institute gesponsert wurden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Data Reawakening. In: Science Friday. Abgerufen am 1. März 2018 (englisch).
  2. A Digital Dark Ages? Challenges in the Preservation of Electronic Information. (PDF) Abgerufen am 24. Januar 2021 (englisch).
  3. MacLean: Time and Bits, Managing Digital Continuity. In: Getty Research Institute. ISBN 978-0-89236-583-8 (englisch).
  4. Escaping The Digital Dark Age. Archiviert vom Original am 23. September 2005; abgerufen am 24. Januar 2021 (englisch).