Durbe

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Durbe (dt.: Durben)
Wappen von Durbe
Durbe (Lettland)
Red pog.svg
Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Kurland (lettisch: Kurzeme)
Verwaltungsbezirk: Durbes novads
Koordinaten: 56° 35′ N, 21° 22′ OKoordinaten: 56° 35′ 20″ N, 21° 22′ 10″ O
Einwohner: 561 (1. Jan. 2016)
Fläche: 2,5 km²
Bevölkerungsdichte: 224,4 Einwohner je km²
Höhe:
Stadtrecht: seit 1893
Webseite: www.durbe.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:
Durbe castle ruins.jpg
Ruinen der Burg von Durbe

Durbe (deutsch Durben) ist eine Stadt im Westen Lettlands.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Jahre 1230.[1] 1260 besiegte nahe der heutigen Stadt in der Schlacht an der Durbe ein litauisches Heer ein Heer des Deutschen Ordens. Die Herrschaft des Deutschen Ordens über die Gegend (seit 1253) dauerte jedoch fort; seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts sicherte der Orden sie durch die Burg Durben.[1] Im 15. Jahrhundert bildete sich um die Burg eine durch Hakelwerk geschützte Ortschaft.[1]

Seit 1561 gehörte Durbe zum Herzogtum Kurland und Semgallen. Es erhielt den Status eines Fleckens und war Sitz eines Beamten mit dem Titel „Hauptmann“.[2] 1651 wurde – als Ersatz für eine erst 1599 gebaute Kirche – eine steinerne Kirche errichtet. Während des Großen Nordischen Krieges wurden 1701 die Burg und ein Großteil des Ortes zerstört.[1] Mit dem Ende des Herzogtums Kurland 1795 fiel Durbe an das Russische Kaiserreich.

Während des Ersten Weltkrieges wurde Durbe 1915 von deutschen Truppen besetzt. Seit 1918 gehört Durbe zur Republik Lettland. Seit 1929 gab es eine Bahnstation an der Strecke Jelgava – Liepaja.

Stadtrechte gemäß der russischen Städteordnung wurden Durbe 1893 eingeräumt.[1] Sie wurden 1917 von der deutschen Militärverwaltung und 1938 von der Republik Lettland bestätigt.[1]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1925 wurde Durbe das Wappen verliehen. Darauf ist ein silberner Apfelbaum zu sehen, der in lettischer Folklore als eine Quelle für Jugend und Mitgefühl gesehen wird.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durbes novads[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000 bildete die Stadt mit zwei umliegenden Gemeinden die Verwaltungseinheit Durbes novads. 2009 traten zwei weitere Gemeinden bei. Im Bezirk leben 3401 Einwohner (Stand 1. Juli 2010). Das Verwaltungszentrum befindet sich im Dorf Lieģi.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, S. 135.
  2. Erwin Oberländer: Das Herzogtum Kurland 1561–1795. Verfassung, Wirtschaft, Gesellschaft, Bd. 2. Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 2001, ISBN 3-932267-33-8, S. 82.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Durben in der Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
 Commons: Durbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien