Dutenhofen

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Dutenhofen
Stadt Wetzlar
Koordinaten: 50° 33′ 34″ N, 8° 35′ 56″ O
Höhe: 193 m
Fläche: 5,28 km²[1]
Einwohner: 3112 (31. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 589 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Eingemeindet nach: Lahn
Postleitzahl: 35582
Vorwahl: 0641
Karte
Lage von Dutenhofen in Wetzlar
Luftaufnahme
Luftaufnahme

Dutenhofen ist der östlichste Stadtteil von Wetzlar im hessischen Lahn-Dill-Kreis. Der Ort hat etwa 3100 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil liegt an und über einem Nordhang des Lahntals und zählt zum Hüttenberger Land. Dutenhofen erstreckt sich südlich oberhalb der Lahn auf einer Hochfläche, die es sich mit dem Nachbarort Münchholzhausen teilt. Am östlichen Ortsrand fließt der Welschbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ev. Kirche

Bereits 769 (Dudari) und 770 (Duda marca) wird ein solcher Ortsname im Lahngau in Schenkungsurkunden an das Kloster Lorsch erwähnt. Allerdings sind diese nicht eindeutig Dutenhofen zuzuordnen. Als Dodenhoven wird der Ort dann eindeutig im Jahr 1150 in einer Urkunde des Klosters Schiffenberg erwähnt.[3]

1333 fiel die Westhälfte der ehemaligen Grafschaft Gleiberg mit Dutenhofen an die Grafen von Nassau-Weilburg. Mit der Annexion des Herzogtums Nassau durch Preußen im Jahre 1866 kam Dutenhofen an Preußen.

Dutenhofen war bis 1976 eine eigenständige Gemeinde. Diese wurde am 1. Januar 1977 in die neugebildete Stadt Lahn eingemeindet. Nach deren Auflösung wurde Dutenhofen am 1. August 1979 zu einem Wetzlarer Stadtteil.[4]

Historische Namensformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In erhaltenen Urkunden wurde Dutenhofen unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[1]

  • Dǒdenhouen, de (1150) [Fälschung Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 3, Nr. 1336, S. 311–313]
  • Dudenhoben, de (1246) [Urkundenbuch der Stadt Wetzlar 1, S. 13 Nr. 45]
  • Dudenhoven, de (1265) [Urkundenbuch der Stadt Wetzlar 1, S. 43 Nr. 116]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Dutenhofen unterstand im Überblick:[5][1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen bis 1970 sind:[1]

  • 1840: 618 Einwohner
  • 1905: 1102 Einwohner
  • 1939: 1536 Einwohner
  • 1961: 2459 Einwohner
  • 1970: 2582 Einwohner
Dutenhofen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
563
1840
  
618
1846
  
623
1852
  
691
1858
  
673
1864
  
679
1871
  
703
1875
  
747
1885
  
837
1895
  
949
1905
  
1.102
1910
  
1.257
1925
  
1.416
1939
  
1.536
1946
  
2.175
1950
  
2.345
1956
  
2.433
1961
  
2.459
1967
  
2.579
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbeirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2016 gab es für den Ortsbeirat Blasbach die folgenden Ergebnisse Zum Vergleich die Wahlergebnisse der vorhergehenden Wahlperioden.[6][7]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,7 3 51,8 4 53,6 4
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 34,2 2 36,8 2 32,3 2
FW Freie Wähler 21,1 2 11,4 1 14,1 1
Gesamt 100,0 7 100,0 7 100,0 7
Wahlbeteiligung in % 47,3 44,2
Gemeindewahl in
Dutenhofen 2011
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,8 %
36,8 %
11,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-1,8 %p
+4,5 %p
-2,7 %p

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Ulrich Loh (SPD). Sein Stellvertreter ist Bernd Müller (FW).[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dutenhofen ist die Heimat des Handball-Vereins HSG Dutenhofen-Münchholzhausen, aus dem der Bundesligist HSG Wetzlar hervorgegangen ist. Die 1750 Zuschauer fassende Sporthalle Dutenhofen diente jahrelang als Spielstätte des Bundesliga-Teams und wird auch heute noch für Pokal-Spiele sowie für Jugend- und Reservemannschaften genutzt. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Sportvereine, die Angebote im Breitensport abdecken (zum Beispiel Tennisclub TC Dutenhofen und Fußballverein SC 07 Münchholzhausen-Dutenhofen).

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lahnbrücke

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft ist über die Bundesautobahn 45 an der Anschlussstelle Wetzlar-Süd zu erreichen. Im Ort mündet die L 3285 aus Richtung Lahnau-Dorlar kommend auf die L 3451 (Wetzlar–Gießen). Außerdem zweigt die K 355 nach Münchholzhausen ab. Geplant ist des Weiteren eine eigene Anschlussstelle an die vierstreifige Bundesstraße 49, die nördlich an Dutenhofen vorbeiführt.

Unmittelbar nördlich des Ortes verläuft die Lahntalbahn Der Stadtteil verfügt mit dem Bahnhof Dutenhofen (Kr Wetzlar) über eine eigene Bahnstation, an der die Regionalbahnen DillenburgFrankfurt und LimburgFulda im Stundentakt halten. Dutenhofen ist durch die Stadtbuslinie 11 Richtung Gießen bzw. Wetzlar an das Wetzlarer Stadtbusnetz angebunden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort existieren eine 1933 gegründete Freiwillige Feuerwehr, eine 1912 erbaute und 1954/55 erweiterte Grundschule, zwei Kindertagesstätten, ein Stadtteilbüro, ein Gemeindezentrum und eine Sporthalle.

Dutenhofen verfügt sowohl über eine evangelische, als auch eine katholische Kirche.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dutenhofen befindet sich der Dutenhofener See, ein Badesee mit Campingplatz.

Industrie und Handel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osten des Stadtteils befindet sich ein Gewerbegebiet mit großflächigem Einzelhandel, im Ortszentrum ist zudem der Optikgerätehersteller Oculus Optikgeräte ansässig.

In Dutenhofen befinden sich Geschäftsstellen der Volksbank Mittelhessen sowie der Sparkasse Wetzlar. Außerdem ist eine Postagentur vorhanden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wetzlar-Dutenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Dutenhofen, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 21. November 2016)
  2. Einwohnerzahlen im Internetauftritt der Stadt Wetzlar, (PDF) abgerufen im Februar 2017
  3. wetzlar.de: Geschichte von DutenhofenVorlage:Toter Link/!...nourl (Seite nicht mehr abrufbar)
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 346.
  5. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  6. a b Ortsbeirat Dutenhofen, Stadt Wetzlar. Abgerufen am 14. Februar 2017.
  7. Ergebnis Ortsbeiratswahl Dutenhofen 2016