Dwight Yoakam

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Dwight Yoakam beim San Diego County Fair 2008 in Del Mar.

Dwight David Yoakam (* 23. Oktober 1956 in Pikeville, Kentucky) ist ein US-amerikanischer Country-Sänger, Songschreiber und Schauspieler. Der zweifache Grammy-Preisträger[1] hat im Laufe seiner Karriere über elf Millionen Platten verkauft.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er begann bereits im Alter von sechs Jahren Gitarre zu spielen. Erste schauspielerische Erfahrungen sammelte er bei Schulaufführungen. Nach einem abgebrochenen Studium beschloss Yoakam, sich als Country-Musiker zu versuchen und zog 1977 nach Nashville. Zu dieser Zeit wurde der Mainstream-Country stark durch Pop-Einflüsse bestimmt. Es war der Höhepunkt der Urban Cowboy Bewegung. Der sich an Buck Owens und Merle Haggard und ihrem Bakersfield Sound orientierende Dwight Yoakam fand mit seinem raueren Stil wenig Anklang und wechselte daraufhin nach Los Angeles, wo die Szene für traditionelle Country-Musik aufnahmebereiter war.

Musikkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yoakam fand schnell Fuß in der kalifornischen Szene. Sein Publikum setzte sich nicht nur aus Country-Enthusiasten zusammen, sondern auch aus Rock-Anhängern und sogar aus Punks. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Lastwagenfahrer. Ein selbst finanziertes Album verschaffte ihm 1984 einen Plattenvertrag beim Reprise-Label. 1986 erschien sein Debüt-Album Guitars, Cadillacs, Etc. Etc. Sein Erstlingswerk wurde über eine Million Mal verkauft und die Singleauskopplungen erreichten hohe Platzierungen in den Country-Charts.

Auch sein zweites Album, Hillbilly Deluxe war erfolgreich. Mit einer Single aus seinem dritten Album schaffte er 1988 seinen ersten Nummer-1-Hit: Streets of Bakersfield. Er nahm diesen Song gemeinsam mit seinem Idol Buck Owens auf. Auch die nachfolgenden Produktionen erreichten durchweg hohe Hitparaden-Platzierungen. Der etwas eigenwillige und unangepasste Yoakam blieb mit seinen Verkaufszahlen aber oft hinter Countrystars wie George Strait oder Randy Travis zurück.

1993 spielte er sein allgemein als bestes angesehenes Album This Time ein. Es verkaufte sich 1,9 Millionen Mal und brachte eine Reihe Singles hoch in die US-Country-Charts.[3] Für die Singleauskopplung Ain’t That Lonely Yet wurde er mit einem Grammy ausgezeichnet.

2016 nahm er mit Swimmin’ Pools, Movie Stars ... ein Bluegrass-Album auf, das die Top 10 der Country- und Platz eins der Bluegrass-Charts erreichte.[4][5]

Schauspielerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zur Musiker-Laufbahn entwickelte sich seine Karriere als Schauspieler. Den ersten kleinen Auftritt hatte er 1993 im Nicolas-Cage-Dennis-Hopper-Film Red Rock West. Im Abspieltrailer ist sein Song A Thousand Miles from Nowhere zu hören. Seine erste Hauptrolle bekam er 1996 in Sling Blade – Auf Messers Schneide. In South of Heaven, West of Hell führte er außerdem Regie. 2002 besetzte er die Rolle des maskierten „Raoul“ in Panic Room.

2006 bekam er eine Nebenrolle in Crank, in welchem er neben Jason Statham als Doktor Miles spielt. Diese Rolle führte er außerdem 2009 in Crank 2: High Voltage fort.

Instrumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dwight Yoakam spielt vorzugsweise Westerngitarren von Gibson, hauptsächlich J-45- und Dove-Modelle. Ihm zu Ehren brachte die Firma die Dwight Yoakam Honky Tonk Deuce-Signature-Gitarre heraus.[6]

Daneben verwendet er eine 1972er Martin D-28. Die Firma ehrte ihn dafür mit ihrer Dwight Yoakam DD28 Signature Edition.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Dwight Yoakam/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen[8][9][10] Anmerkungen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Country
1986 Guitars, Cadillacs, Etc., Etc.
Reprise 25372
300! 61 Doppelplatin
(65 Wo.)
1
(142 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. März 1986
Produzent: Pete Anderson
1987 Hillbilly DeLuxe
Reprise 25567
51
(3 Wo.)
55 Platin
(28 Wo.)
1
(85 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. April 1987
Produzenten: Pete Anderson, Dan Fredman, Michael Dumas
1988 Buenas Noches from a Lonely Room
Reprise 25749
87
(1 Wo.)
68 Platin
(15 Wo.)
1
(63 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. August 1988
Produzent: Pete Anderson
1990 If There Was a Way
Reprise 26344
300! 96 Platin
(75 Wo.)
7
(146 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Oktober 1990
Produzent: Pete Anderson
1993 This Time
Reprise 45241
300! 25 Dreifachplatin
(81 Wo.)
4
(108 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. März 1993
Produzenten: Pete Anderson, Dusty Wakeman
1995 Gone
Reprise 46051
300! 30 Gold
(14 Wo.)
5
(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Oktober 1995
Produzenten: Pete Anderson, Dusty Wakeman
1997 Under the Covers
Reprise 46690
300! 92
(7 Wo.)
8
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1997
Produzent: Pete Anderson
1997 Come on Christmas
Reprise 46683
300! 300! 32
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1997
Produzent: Pete Anderson
1998 A Long Way Home
Reprise 46918
300! 60
(11 Wo.)
11
(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1998
Produzent: Pete Anderson
2000 dwightyoakamacoustic.net
Reprise 47714
300! 195
(1 Wo.)
24
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Mai 2000
Produzent: Pete Anderson
2000 Tomorrow’s Sounds Today
Reprise 47827
300! 68
(4 Wo.)
7
(35 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Oktober 2000
Produzent: Pete Anderson
2003 Population: Me
Audium 8176
300! 75
(7 Wo.)
8
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24 Juni 2003
Produzent: Pete Anderson
2005 Blame the Vain
VIA 6075
300! 54
(6 Wo.)
8
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Juni 2005
Produzent: Dwight Yoakam
2007 Dwight Sings Buck
VIA 6129
300! 42
(8 Wo.)
11
(34 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 2007
Tribute an Buck Owens
Produzent: Dwight Yoakam
2012 3 Pears
VIA 53177
300! 18
(7 Wo.)
3
(30 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. September 20125
2015 Second Hand Heart
VIA 54662
300! 18
(5 Wo.)
2
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. April 2015
Produzenten: Dwight Yoakam, Chris Lord-Alge
2016 Swimmin’ Pools, Movie Stars …
VIA 00017
300! 62
(1 Wo.)
6
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Oktober 2016
Produzenten: Dwight Yoakam,
Gary Paczosa, Jon Randall Stewart

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land/Region Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Verkäufe Quellen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten (RIAA) 4 10 11.550.000 riaa.com
Insgesamt 4 10

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dwight Yoakam – Sammlung von Bildern

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. grammy.com
  2. riaa.com
  3. Phyllis Stark: A Joyful Return for Yoakam. In: Billboard. 25. Juni 2005, Music, S. 39 f.
  4. country.de
  5. country.de
  6. Die Dwight Yoakam Honky Tonk Deuce-Signature auf gibson.com, abgerufen am 11. Mai 2012
  7. Dwight Yoakam DD28 Signature Edition auf martin.com, abgerufen am 9. August 2017
  8. Chartquellen: UK Billboard Hot 100 Billboard 200 Billboard Country-Alben (ab 2008)
  9. Gold-/Platin-Datenbank US
  10. Joel Whitburn: Hot Country Albums 1964–2007, ISBN 0-89820-173-X.