Dying Gasp

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Das Dying-Gasp-Signal (im übertragenen Sinn: „Todesröcheln“) ist ein elektronisches Benachrichtigungssignal einer Breitband-Netzabschlusseinrichtung.

Dieses Signal wird dann von einem Customer Premises Equipment (CPE), etwa einem DSL-Modem abgesetzt, wenn es abgeschaltet wird, bzw. wenn ein Stromausfall auftritt. Bei dem Dying-Gasp-Signal handelt es sich um ein Data Layer Signal, das an der providerseitigen Netzschnittstelle (z. B. einem DSLAM-Port) ausgewertet werden kann.

Dadurch kann bei Netzstörungen die Verbindung (z. B. PPPoE) Provider-seitig ohne Timeout getrennt werden, so dass nach einer schnellen Behebung der Störung (etwa bei DSL-Re-Syncs) eine neue Verbindung schneller (und ohne versuchten Mehrfach-Login) aufgebaut werden kann.

Das Dying-Gasp-Signal ist derzeit z. B. für ADSL2+ und SHDSL spezifiziert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Charles K. Summers: ADSL: Standards - Implementation - and Architecture. CRC Press, Boca Raton 199, ISBN 0-8493-9595X.
  • Kristof Obermann, Martin Horneffer: Datennetztechnologien für Next Generation Networks. Ethernet, IP, MPLS und andere, 2. Auflage, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-8348-1384-8.
  • D. Hood: Gigabit-capable Passive Optical Networks. John Wiley & Sons Inc, New Jersey 2012, ISBN 978-0-470-93687-0.
  • ITU-T Recommendation G.991.2, Sektion 7.1.2.5.3: fbit3 = ps (Power Status)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]