Dynamik (Physik)

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Die Dynamik (griechisch dynamis ‚Kraft‘) ist das Teilgebiet der Mechanik, das sich mit der Wirkung von Kräften befasst. In der Physik wird unter Dynamik die Beschreibung der Bewegung von Körpern in ihrer Abhängigkeit von den einwirkenden Kräfte verstanden. Im allgemeineren Sinn bezeichnet Dynamik in der Physik das (zeitliche) Verhalten eines dynamischen Systems bzw. der diesem zugrunde liegenden Bewegungsgleichungen. Im Unterschied dazu beschränkt sich die Kinematik in der Physik auf eine geometrische Beschreibung der Bewegungen.

In der Technischen Mechanik wird unter „Technischer Dynamik“ im Wesentlichen die Dynamik der Festkörper im Gegensatz zur Fluiddynamik verstanden. Sie wird dort weiter untergliedert in die Statik, die sich mit dem Kräftegleichgewicht an unbeschleunigten Körpern befasst, und die Kinetik, die den Zusammenhang zwischen Bewegungen und Kräften erfasst.

Ursprünglich bezeichnete Dynamik die Lehre von Aristoteles, an die sich auch noch Leibniz im "Specimen Dynamicum" von 1695 anlehnt, dass die anziehenden und abstoßenden "Kräfte", die einen Körper bewegen, diesem als aktive "Materieeigenschaften" innewohnen. In der Newtonschen Mechanik dagegen ist die Materie absolut passiv und verändert ihren Bewegungszustand ausschließlich unter der Einwirkung äußerer Kräfte, wie im zweiten Newtonschen Gesetz von 1687 festgelegt. Gleichzeitig geht von Materie aber auch in Form der Gravitation eine Kraft aus, die auf andere Materie wirkt.