Eßlinger Zeitung

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Eßlinger Zeitung
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Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Bechtle, Graphische Betriebe und Verlagsgesellschaft

(Bechtle Verlag und Esslinger Zeitung) GmbH & Co. KG

Erstausgabe 25. April 1868
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 35.684 Exemplare
(IVW 1/2019, Mo–Sa)
Chefredakteur Gerd Schneider
Herausgeber Otto Wolfgang Bechtle †,
Christine Bechtle-Kobarg
Weblink www.esslinger-zeitung.de

Die Eßlinger Zeitung ist eine seit 1868 in Esslingen erscheinende Tageszeitung aus der Bechtle Graphische Betriebe und Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG in Esslingen.

Seit 1. Januar 1973 erfolgen die öffentlichen Bekanntmachungen der Stadt Esslingen am Neckar durch Einrücken.[1]

Die verkaufte Auflage beträgt 35.684 Exemplare, ein Minus von 24,2 Prozent seit 1998.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. April 1868 erschien die erste Ausgabe der Eßlinger Zeitung zuerst als Probeausgabe, ab dem 1. Mai 1868 dann offiziell dreimal wöchentlich und ab dem 1. Juli 1868 werktäglich. Am 1. Oktober 1868 wurde die Eßlinger Zeitung von den Buchdruckereibesitzern Otto Bechtle und Matthias Linsenmann von der Verlagsbuchhandlung J. F. Schreiber übernommen. Ab dem 1. September 1872 wurde Otto Bechtle alleiniger Eigentümer der Zeitung und des Verlages M. Linsenmann'schen Buchdruckerei, in dem die Eßlinger Zeitung erschien und benannte sich kurz darauf in Buchdruckerei Otto Bechtle um. 1886 erfolgte der Umzug der Zeitung zum Esslinger Marktplatz; gleichzeitig wurde eine Schnellpresse mit Gasmotor eingeführt. Weitere Erneuerungen der Druckmaschinen folgten 1890 und 1900. In diesem Jahr konnten bereits 12.000 Zeitungen pro Stunde gedruckt werden. Weitere Modernisierungen der Anlage aus dem Jahr 1900 folgten 1906 und 1907.

Im Jahr 1912 übernahm Bechtle die Plochinger Zeitung und die Neckar- und Filderzeitung, die in Köngen erschien. 1926 wurden die Zeitungen auf das Berliner Format umgestellt. Am 3. September 1926 starb Otto Bechtle, sein Sohn Richard Bechtle übernahm den Betrieb, musste jedoch bereits 1933 die Mehrheit seiner Anteile am Verlag und somit auch der Eßlinger Zeitung an die NS-Presse abgeben. Gleichzeitig wurde er mit einem Berufsverbot belegt und von der Leitung des Verlags und der gesamten Redaktion ausgeschlossen. Erst am 1. Februar 1949 konnte die Eßlinger Zeitung nochmals erscheinen, jedoch anfangs unter dem Titel Neckarpost, lizenziert von der US-Besatzungsmacht; ab Juli 1949 dann wieder unter dem alten Namen Eßlinger Zeitung. Diesmal übernahm die Führung Otto Wolfgang Bechtle, da Richard Bechtle am 2. Oktober 1944 verstarb.

Im Mai 1951 wurde eine neue Rotationsmaschine eingeführt. Seit dem Erwerb des Rotenberg Verlags im Jahr 1960 befinden sich auch die Cannstatter- sowie die Untertürkheimer Zeitung im Besitz des Bechtle-Verlags. 1963 zog man an den heutigen Verlagsstandort in der Zeppelinstraße in Esslingen am Neckar. Seit 1979 wird im Offset-Verfahren gedruckt und seit 1983 erscheint die Zeitung im Rheinischen Format.

1995 wurde die Mehrheit am Unternehmen von der Familie von Otto Wolfgang Bechtle übernommen, weitere Anteile hielten die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft Eberle GmbH & Co. mit Sitz in Stuttgart sowie die A. Gottliebs und F. Osswalds Buchdruckereien GmbH & Co. KG (heute GO Druck Media Verlag GmbH & Co. KG) mit Sitz in Kirchheim unter Teck. Die Drucksparte wurde im Januar 2005 in die eigenständige Tochtergesellschaft Bechtle Druck&Service abgespalten.

Im Oktober 2016 übernahm die Stuttgarter Zeitung, mit 24 % bis dahin Minderheitsgesellschafter, weitere 63 % des Bechtle-Verlags von der bisherigen Mehrheitsgesellschafterin Christine Bechtle-Kobarg. Damit endete nach fast 150 Jahren das Engagement der Gründerfamilie Bechtle bei der Eßlinger Zeitung. Die restlichen 13 % sind weiterhin im Besitz des GO Verlags, der die Kirchheimer Tageszeitung Der Teckbote herausbringt.[3]

Auch 2016 wurde www.esslinger-zeitung.de überarbeitet und ein Digital-Abonnements eingeführt, das ein E-Paper für stationäre Rechner und Notebooks, die E-Paper-App für Tablet-PCs sowie Zugang auf alle Artikel von esslinger-zeitung.de umfasst. Außerdem wurde ein „Newsdesks“ in der Redaktion eingeführt.

Seit 2017 gehört der Bechtle-Verlag zur Zeitungsgruppe der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH), zu deren bekanntesten Titeln die Süddeutsche Zeitung sowie die Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung zählen.

Neuer Look zum 150-jährigen Jubiläum 2018: Relaunch der Eßlinger Zeitung und Einführung eines neuen Redaktionssystems. E-Paper Abonnenten erhalten die Eßlinger Zeitung bereits um 19 Uhr als Vorabendausgabe.

Mit einem Tag der offenen Tür im Verlagshaus in der Zeppelinstraße und mit einem Festakt im Esslinger Neckar Forum feiert die Eßlinger Zeitung ihr 150-jähriges Bestehen.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung erscheint in mehreren Ausgaben: Stadtausgabe, Kreis und Filder, Cannstatter Zeitung und Untertürkheimer Zeitung.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eßlinger Zeitung hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 24,2 Prozent gesunken.[4] Sie beträgt gegenwärtig 35.684 Exemplare.[5] Das entspricht einem Rückgang von 11.392 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 86,1 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[6]


Davon hat die Ausgabe für die Stadt Esslingen eine verkaufte Auflage von 28.384 Exemplaren.[7] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 88,5 Prozent.

Online[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eßlinger Zeitung ist seit 1997 im Internet vertreten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Esslingen am Neckar, Satzung über die Form der öffentlichen Bekanntmachungen Abgerufen am 11. Mai 2011
  2. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  3. https://kress.de/news/detail/beitrag/136108-die-swmh-schnappt-zu-medienholding-uebernimmt-mehrheit-an-esslinger-zeitung.html
  4. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  5. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  6. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  7. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]