EDA-Kosten

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Mit EDA-Kosten (oder „Eh-da-Kosten“) werden in der betrieblichen Kostenrechnung salopp oder spaßhaft Fixkosten bezeichnet, die unabhängig von einer Investitionsentscheidung vorzuhalten sind, weil die Kostenverursacher im Betrieb „eh da“ sind und bezahlt werden müssen.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den typischen Eh-da-Kosten zählen vor allem Personalkosten für festangestellte und -entlohnte Mitarbeiter. Auch die Kosten für ungenutzte Räume oder Betriebsmittel wie IT-Infrastruktur, aber auch die Kosten für die Reisekostenabrechnung zählen dazu.[1]

In der betrieblichen Praxis werden Eh-da-Kosten als Argument verwendet, dass eine Investitionsmaßnahme keine zusätzlichen Kosten verursache und daher bei jeder Zusatzeinnahme als vorteilhaft gelten könne. Diese Argumentation geht zum einen davon aus, dass etwa bei den betroffenen Mitarbeitern freie Zeit für die neue Aufgabe vorhanden sei und vernachlässigt zudem in der Regel die Berücksichtigung von Opportunitätskosten, d.h. die Option, nicht genutzte Kapazitäten an anderer Stelle nutzenbringender einzusetzen. Auch in Diskussionen zum Nutzen von Outsourcing wird das Argument der EDA-Kosten verwendet.[2]

Auch auf lange Sicht ist es für einen Betrieb gefährlich, mit dem Argument der Eh-da-Kosten Kapazitäten mit neuen Vorhaben auszulasten, die sonst – außer bei sogenannten Sunk costs – abgebaut werden könnten.

Eh-da-Kosten finden sich meist nur in mündlich geführten Diskussionen. Wegen des Gleichklangs mit dem vermeintlichen Akronym EDA sind sie auch Gegenstand scherzhaft gemeinter Prüfungsfragen: Kennen Sie EDA-Kosten? – und als solche auch immer wieder in kaufmännischen Foren zur Prüfungsvorbereitung zu finden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harry Weinland: Am Rechner die Reisekosten drücken. In: „Handelsblatt“ vom 23. Januar 2004. (Abgerufen am 27. Juni 2009.)
  2. Anon Ebus: LOG-Buch eines CTO. Books on Demand, Norderstedt 2008, S. 44. ISBN 978-3-8370-4050-0.