eHealth for Regions Netzwerk

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Das eHealth for Regions Netzwerk ist ein Zusammenschluss aus Akteuren der Gesundheitsbranche im Ostseeraum. Das Netzwerk fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich. Dabei setzt es vornehmlich auf eHealth-Lösungen. Im Auftrag der Northern Dimension Partnership in Public Health and Social Well-being setzt das Netzwerk die eHealth-Strategie der EU im Ostseeraum um.[1][2]

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das eHealth-for-Regions-Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, grenzüberschreitende Kooperationen im Gesundheitswesen, insbesondere im Bereich eHealth, zu fördern. Die internationale Zusammenarbeit bietet die Möglichkeit durch die Vielfalt der eHealth-Strategien mit den unterschiedlichsten medizinischen, organisatorischen, rechtlichen, kulturellen und technologischen Ansätzen und Erfahrungen voneinander zu lernen und gemeinsam innovative Wege und neue Denkweisen für den Einsatz von eHealth zu entwickeln. Auf der Basis dieses Netzwerkes sollen Möglichkeiten entstehen,

  • die eHealth-Wahrnehmung und Akzeptanz der Bürger, der medizinischen Fachkräfte und sonstiger Akteure in den Regionen zu erhöhen,
  • die eHealth-Anwendungen in den verschiedenen Regionen transnational zu vergleichen und aus den Ergebnissen zu lernen,
  • das Know-how zur Qualitätssteigerung in der Gesundheitsversorgung in den Regionen zusammenzuführen,
  • medizinische, technische und pädagogische Ressourcen und Kapazitäten zur Steigerung der Effizienz gemeinsam zu nutzen,
  • Gesundheitsleistungen in den Regionen besser zugänglich und verfügbar zu machen,
  • den gegenseitigen Zugang zu den regionalen Gesundheitsmärkten zu fördern.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Netzwerk ist im Zuge des gleichnamigen internationalen Projektes „eHealth for Regions“ entstanden. Dieses Projekt lief von 2004 bis 2007 und wurde im Rahmen des Baltic Sea Region INTERREG III B Programms finanziell von der EU unterstützt. Der Erfolg des Projektes und das in der Laufzeit entstandene Netzwerk von Personen und Organisationen veranlasste die Akteure zu dem Entschluss, das Netzwerk auch nach dem Ende der Projektfinanzierung fortzusetzen und weiter auszubauen. Gestützt wurde diese Entscheidung durch das „Political Strategic Board“, bestehend aus den politischen Vertretern der verschiedenen Netzwerkregionen. Zur Zeit kommen die Mitglieder aus sechs unterschiedlichen Ländern im Ostseeraum.

Political Strategic Board (PSB)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das PSB entscheidet über Richtlinien und strategische Wege der Netzwerkarbeit.

Executive Steering Committee (ESC)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ESC bestehend aus Vertretern der Netzwerkpartner, entwickelt und unterstützt aktiv Netzwerkprojekte und berücksichtigt dabei die politischen Entscheidungen des PSB.

Management Sekretariat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Netzwerk steht für die alltäglich anfallenden Organisations- und Koordinationsaufgaben ein Management Sekretariat zur Verfügung.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Netzwerkpartner kooperieren in verschiedenen Projekten. Zusätzlich entwickeln sie gemeinsam neue Projektideen und suchen nach Partnern innerhalb und außerhalb des Netzwerkes. Ihre Erfahrungen und Arbeitsergebnisse tauschen die Partner auf einer webbasierten Plattform aus. Bei der Zusammenarbeit geht es um die Themen: Gesundheitslösungen für mobile Bürger, Lernen, Bildung und Forschung im Bereich eHealth, Bildung eines europäischen Kommunikationsnetzwerkes für Gesundheit, Interoperabilitätsfragen etc. Im Rahmen des Netzwerks wurden bereits folgende Projekt umgesetzt:

  • ICT for health: Strengthening social capacities for the utilisation of eHealth technologies in the framework of ageing population
  • Cross-border collaboration on Breast Health: Prevention, examination and treatment of breast cancer in South Denmark and Schleswig-Holstein
  • Ferries with Tele ECG at the Baltic Sea
  • USB stick - personal medical information stick
  • eHealth for Regions - Integrated eHealth Structures in the Baltic Sea Area

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. News vom 25. Juni 2010
  2. eHealth Strategie der Europäischen Kommission