eIDAS

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Flagge der Europäischen Union
Basisdaten der
Verordnung (EU) Nr. 910/2014
Titel: Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/93/EG
Kurztitel:
(nicht amtlich)
eIDAS-Verordnung
Rechtsnatur: Verordnung
Geltungsbereich: Europäische Union
Rechtsmaterie: Wirtschaftsverwaltungsrecht
Veröffentlichung: 28. August 2014
Inkrafttreten: 17. September 2014
Anzuwenden ab: überw. 1. Juli 2016
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten!
EU trust mark for qualified trust services
The EU digital single market and the facilitation of public services across borders.

eIDAS (electronic IDentification, Authentication and trust Services), in Deutschland auch IVT, bezeichnet die Verordnung (EU) Nr. 910/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/93/EG (Signaturrichtlinie).[1]

Europäische Ebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

eIDAS-Verordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurden durch Verordnung (EU) Nr. 910/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juli 2014 über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/93/EG geschaffen.[2] Die Verordnung trat am 17. September 2014 in Kraft und gilt überwiegend seit dem 1. Juli 2016 (Art. 52 der Verordnung). Weitere Teile gelten mit Anwendung der Durchführungsrechtsakte.

Durchführungsrechtsakte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die eIDAS-Verordnung wird auf europäischer Ebene durch Durchführungsrechtsakte konkretisiert.[3]

  • Die Durchführungsverordnung (EU) 2015/806 spezifiziert die Form eines visuellen EU-Vertrauenssiegels für qualifizierte Vertrauensdienste,
  • der Durchführungsbeschluss (EU) 2015/1505 Formate für Vertrauenslisten, in denen Informationen über VDA und die von ihnen erbrachten Vertrauensdienste von der zuständigen Stelle jedes Mitgliedstaats bereitgestellt werden,
  • der Durchführungsbeschluss (EU) 2015/1506 legt Formate fortgeschrittener elektronischer Signaturen und fortgeschrittener Siegel fest, die von öffentlichen Stellen anerkannt werden und
  • der Durchführungsbeschluss (EU) 2016/650 legt Normen für die Sicherheitsbewertung qualifizierter Signatur- und Siegelerstellungseinheiten fest.

Nationale Ebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zur Verordnung notwendigen nationalen Regelungen wurden mit Wirkung zum 29. Juli 2017 durch das eIDAS-Durchführungsgesetz[4] getroffen, insbesondere das mit Artikel 1 erlassene Vertrauensdienstegesetz (VDG).

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 2016 traten die Signaturrichtlinie und das Signaturgesetz (SigG) außer Kraft, seitdem ist in Bezug auf Signatur- und Vertrauensdienste die eIDAS-Verordnung anzuwenden.[5]

Nationale Ebene außereuropäisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweiz hat Ihr Bundesgesetz ZertES ebenfalls an die eIDAS angelehnt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EUR-Lex Verordnungstext
  2. http://data.europa.eu/eli/reg/2014/910/oj
  3. https://www.signatur.rtr.at/de/vd/durchfuehrungsRA.html
  4. Text, Änderungen und Begründungen zum eIDAS-Durchführungsgesetz
  5. https://www.signatur.rtr.at/de/vd/eIDASVO.html
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