EMAG

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
EMAG
Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1867
Sitz Salach
Leitung Markus Heßbrüggen
Dr. Achim Feinauer
Claus Mai
Dr. Uwe Rondé
Mitarbeiter 2950 (2018)
Umsatz 577 Mio. Euro (2015)
Branche Werkzeugmaschinenbau
Website www.emag.com

Technisches Zentrum in Salach

Die EMAG Gruppe ist ein Hersteller für Werkzeugmaschinen (Zerspanung). Hauptsitz des Unternehmens ist Salach, Landkreis Göppingen. Hauptabnehmerbranchen der EMAG Gruppe sind Automobilindustrie, Automobilzulieferindustrie, Maschinenbau, Erneuerbare Energien, Elektroindustrie und die Ölfeldindustrie. Weltweit sind mehr als 8000 Pick-up-Drehmaschinen, 2500 Schleifmaschinen, 1800 Bearbeitungszentren sowie 1200 Verzahnungsmaschinen im Einsatz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmenssitz ist seit 1969 in Salach. Gegründet wurde das Unternehmen 1867 in Bautzen als Eisengießerei und Maschinenfabrik AG. 1952 wurde die Firma in Eislingen an der Fils neugegründet und produzierte zunächst Drehbänke und Sondermaschinen. Durch die Vorstellung der weltweit ersten Vertikaldrehmaschine mit Pick-up-Spindel im Jahr 1992 machte sich das Unternehmen einen Namen. Die klassische Drehmaschine wurde auf den Kopf gestellt: Die Werkzeugträger stehen fest, dafür kann die Hauptspindel mit dem Werkstück in alle Achsrichtungen verfahren. Durch die Weiterentwicklung dieses Maschinentyps und die Integration diverser Technologien aus den Bereichen Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen, Wälzfräsen und Laserschweißen unter einem Dach gehört die EMAG Gruppe weltweit zu den bedeutendsten Herstellern von vertikalen Drehmaschinen. Auf den Maschinen und Fertigungssystemen werden scheibenförmige, wellenförmige und kubische Werkstücke bearbeitet.

2009 war das Unternehmen Weltmarktführer bei der Herstellung von Pick-up-Drehmaschinen. Neben den drei deutschen Produktionsstätten betreibt EMAG weltweit auch 24 Marktunternehmen und Niederlassungen. Der Exportanteil am Umsatz beträgt rund 58 %.[1]

Gesellschafter der Unternehmensgruppe ist die Familie Heßbrüggen und seit 2009 mit einem 50%-Anteil der chinesische Textilmaschinenbauer Jiangsu Jinsheng Industry Holding Co., Ltd.[2]

Übernahme anderer Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: WEMA Werkzeugmaschinenfabrik Zerbst, Zerbst, Ausbau zum zentralen Produktionsstandort der EMAG Gruppe
  • 1997: Karstens, Stuttgart, Hersteller von Maschinen zum Außen-Rundschleifen wellenförmiger Werkstücke
  • 1999: Reinecker, Ulm, Hersteller von Maschinen zum Innenrundschleifen von Futterteilen
  • 1999: Pittler-Tornos, Leipzig, Eingliederung in die EMAG Leipzig
  • 2000: Kopp, Neu-Ulm, Hersteller von Maschinen zum Fräsen und Schleifen präziser Kurven und Nockenwellen
  • 2001: Heilig Automation, Heubach, Automatisierung
  • 2002: Naxos-Union, Frankfurt, Hersteller von Kurbelwellen-Schleifmaschinen
  • 2004: Schwäbische Werkzeugmaschinen, Schramberg-Waldmössingen, Hersteller von Bearbeitungszentren
  • 2005: Koepfer, Furtwangen, Hersteller von Wälzfräsmaschinen
  • 2009: Dorner, Gaildorf, Maschinen zum elektrochemischen Entgraten
  • 2013: eldec, Dornstetten, innovative Induktions-Härtemaschinen, Generatoren zur Induktionserwärmung sowie Induktoren
  • 2016 Richardon, Allmersbach, Verzahnungsmaschinen (Wälzfräsen, Wälzschälen)

Struktur der EMAG-Gruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • EMAG GmbH & Co. KG: Die Holding am Stammsitz in Salach mit Leitungsfunktion versteht sich insbesondere als Dienstleister für die gesamte Gruppe.
    • Technologieunternehmen: In den Technologieunternehmen werden die Maschinen entwickelt, konzipiert und ausgelegt sowie anwendbare Zerspanverfahren und Technologien getestet, weiterentwickelt und in die Maschinen integriert.
      • EMAG Maschinenfabrik GmbH, Marken: EMAG, REINECKER, KARSTENS, KOPP, NAXOS-UNION, Salach, Deutschland
      • KOEPFER Verzahnungsmaschinen GmbH, Villingen Schwenningen, Deutschland
      • EMAG Leipzig, Technologiezentrum für Ölfeldteile, Leipzig, Deutschland,
      • EMAG ECM GmbH, Technologiezentrum für elektrochemische Metallbearbeitung, Gaildorf, Deutschland
      • EMAG eldec Induction GmbH, Härte- und Erwärmungssysteme mittels Induktion, Dornstetten, Deutschland
      • EMAG Automation GmbH, Komplettsysteme für das Laserschweißen, Heubach, Deutschland
    • Produktionsunternehmen: Der zentrale Produktionsstandort der EMAG Gruppe ist in Zerbst, Sachsen-Anhalt. Hier werden die Grundmaschinen für die komplette Gruppe just-in-time gebaut und an die Markt- oder Technologieunternehmen zur Kundenanpassung ausgeliefert. Das Produktionsunternehmen EMAG Automation in Heubach, Baden-Württemberg, ist für die Herstellung der Automatisierungsbausteine sowie für werkstückspezifische Spannmittel zuständig.
      • EMAG Zerbst GmbH, Zerbst/Anhalt, Deutschland
      • EMAG (China) Machinery Co. Ltd., Jintan, China
      • Jos. Koepfer & Söhne GmbH, Furtwangen, Deutschland
    • Marktunternehmen: Die Marktunternehmen sind Ansprechpartner vor Ort und beraten die Kunden. In Zusammenarbeit mit den Technologieunternehmen werden Fertigungslösungen und Maschinenkonzepte für die Kundenwünsche erarbeitet und das „customizing“ durchgeführt. Auch die Schulung des Kunden, die Inbetriebnahme der Maschinen und der After-Sales-Service werden von den Marktunternehmen geleistet.
      • EMAG Salach GmbH
      • Niederlassungen Deutschland: Leipzig, München
      • Niederlassungen Europa: Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Russland, Spanien, Schweden, Tschechien
      • Niederlassungen Amerika: Brasilien, Mexico, USA
      • Niederlassungen Asien: China, Indien, Japan, Südkorea

Sportsponsoring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 ist das Unternehmen Premiumpartner beim Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hubert Winkler (Hrsg.): 50 Jahre EMAG: [eine insgesamt 135-jährige Erfolgsgeschichte seit der Gründung 1867 in Bautzen, der Neugründung 1952 in Baden-Württemberg, bis heute in Salach]. Henrich Publikationen, Frankfurt am Main 2002.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: EMAG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  2. Chinesischer Investor beteiligt sich zu 50 Prozent an EMAG. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fertigung.de
  3. Björn Duggen / Kathrin Hartmann: Göppingen findet weiteren Großsponsor. (Nicht mehr online verfügbar.) Sponsors Verlags GmbH, 9. August 2012, ehemals im Original; abgerufen am 9. August 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.sponsors.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.