EMEA (Wirtschaftsraum)

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EMEA: Europa, Naher Osten und Afrika.

EMEA ist eine aus dem angloamerikanischen Sprachraum stammende Abkürzung für den Wirtschaftsraum Europa (englisch Europe), Naher Osten (im Englischen Middle east) und Afrika (Africa). Er wird zu statistischen Zwecken genutzt, z. B. von internationalen Marktforschungsunternehmen, oder für Unternehmens- und Geschäftsberichte vor allem multinationaler Konzerne.

Dreiteilung[Bearbeiten]

Die Teilung der Welt in drei Wirtschaftsräume basiert auf der wirtschaftlichen Triade, diesen industrialisierten Zentren werden dann weitere Regionen zugeschlagen, wobei die Zuordnung der Länder nicht einheitlich ist: Eine Region mit Europa als Zentrum, Asien-Pazifik (Fernen Osten/Ostasien einschliesslich Sibirien und bis Australien, kurz APAC, JAPA, APJ) mit Japan und China als Vorreiter, und die beiden/drei Amerikas (kurz AMER, auch NCSA).

Trotz der recht hohen Verbreitung, z. B. in US-amerikanischen Unternehmen, ist es eine willkürliche Gruppierung: Die offizielle Liste der Makro-Regionen der Vereinten Nationen[1] führt nur Afrika, Amerika, Asien, Europa und Ozeanien.

Weitere ähnliche Begriffe in etwas anderen Grenzen sind:

  • EMEAC: Europe, Middle East, Africa & Caribbean – berücksichtigt die diversen Zugehörigkeiten der Karibik zu Europa
  • EMEACIS: Europe, Middle East, Africa & Commonwealth of Independent States (deutsch GUS, ca. ehemalige Sowjetunion)
  • EMEIA: Europe, Middle East, India & Africa – betont die Zugehörigkeit Indiens zum Commonwealth und die Rivalität zwischen Indien und China

Zuordnungen und Unterteilungen[Bearbeiten]

Unterbegriffe[Bearbeiten]

Für den Großraum Europa, Naher Osten, Afrika gibt es etliche mögliche Untergliederungen:[2]

  • EMEA - Europe, Middle East & Africa
    • MEA: Middle East & Africa – in Abgrenzung zu Europa als ganzes
    • EEMEA: Eastern Europe, Middle East & Africa – oft verwendet als Abgrenzung gegenüber dem Westeuropa im Sinne der Vereinten Nationen (West-, Zentral- und Nordeuropa)
    • SEMEA: Southern Europe, Middle East & Africa – Zusammenfassung Südeuropas mit dem Nahen Osten und Afrika, das Gegenstück dazu ist das nördlichere (nichtmediterrane) Europa
    • SEEMEA: South-Eastern Europe, Middle East & Africa – Insbesondere der west- und zentraleuropäische Wirtschaftsraum Raum West- und Zentraleuropa (Western and Central Europe, WCE) der EU/EFTA (vor der Osterweiterung) als hochindustrialisierem Zentrum Europas wird oft als eigenständige Region behandelt.

Weitere größere Wirtschaftsräume im EMEA[Bearbeiten]

  • D-A-CH: Deutschland, Österreich, Schweiz
  • Benelux: Belgien, Niederlande, Luxemburg
  • MOEL, auch CEE: Mittel- und osteuropäische Länder
  • SEE: Südosteuropa (South-Eastern Europe)
  • MED u.ä.: Mittelmeerraum: Südeuropa, Naher Osten und Nordafrika; darin:
    • MENA: Middle East & North Africa (Naher Osten und Nordafrika – darin: Levante und Maghreb)

Andere Zusammenstellungen[Bearbeiten]

  • EA u.ä.: Eurasien – Europa und Asien in Abgrenzung zu Afrika
  • EECCA: Osteuropa, Kaukasusregion und Zentralasien (Eastern Europe, Caucasus and Central Asia)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatComposition of macro geographical (continental) regions, geographical sub-regions, and selected economic and other groupings. In: United Nations Statistics Division - Standard Country and Area Codes Classifications (M49). United Nations, 17. Oktober 2008, abgerufen am 10. November 2008 (englisch): „Geographical region and composition of each region“
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPeter Riedlberger: Die Wirtschaftsgeographie teilt durch drei. In: Mittelstandswiki. 30. August 2008, abgerufen am 10. November 2008.