ENSO Energie Sachsen Ost

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
ENSO Energie Sachsen Ost AG

Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung November 1990
Sitz Dresden, Sachsen
Leitung Frank Brinkmann (Vorsitzender), Ursula Gefrerer, Lars Seiffert
Mitarbeiterzahl 416 (2018)[1]
Umsatz 1.039 Mio. (2018)[1]
Branche Energieversorgung
Website www.enso.de

Die ENSO Energie Sachsen Ost AG ist ein kommunales Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen in Ostsachsen mit Hauptsitz in Dresden. Das Unternehmen versorgt etwa 500.000 Kunden mit Strom, Erdgas, Wasser, Wärme und energienahen Dienstleistungen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standort am Friedrich-List-Platz (2019)
Frank Brinkmann, Vorstand (2018)

Ab 1949 wurde die Energiewirtschaft in der sowjetischen Besatzungszone in 5 Energiebezirke organisiert. Darunter war die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Energiebezirk Ost (EBO) für die Versorgung der Bezirke Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt verantwortlich. Bei einer Neugliederung wurde für jeden Bezirk der DDR ein VEB Energieversorgung gegründet. Anfang der 1970er Jahre entstand daraus der VEB Energiekombinat, darunter das Energiekombinat Ost mit Sitz in Dresden.

Nach dem Mauerfall erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, an der neben Kommunen der Region die Energie-Versorgung Schwaben AG und die HEW Hamburgische Electricitäts-Werke AG beteiligt waren. Im November 1990 wurde der Firmennamen ESAG Energieversorgung Sachsen Ost AG notariell beurkundet. Zuvor war die GASO Gasversorgung Sachsen Ost GmbH ausgegliedert worden. 1991 wurden die Gasversorgung Stadt Dresden GmbH und 1992 die Dresden Elektrizität und Fernwärme GmbH abgespalten. Auch andernorts bildeten sich Stadtwerke und lösen ihre Energieversorgung aus der ESAG heraus.

Im Jahr 2004 entstand die Dachgesellschaft ENSO Energie Sachsen Ost, unter der ESAG und GASO eng kooperierten. Voraussetzung war die Entscheidung der kommunalen und privaten Aktionäre, einen regionalen Energiedienstleister zu bilden. Anfang 2006 firmieren ESAG und GASO um in ENSO Strom AG bzw. in ENSO Erdgas GmbH. Im Mai 2008 erfolgte die Verschmelzung der ENSO Erdgas GmbH auf die ENSO Strom AG, die dann in ENSO Energie Sachsen Ost AG umfirmiert wurde. Ende 2006 wurden zur Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben zum gesellschaftsrechtlichen Unbundling von ENSO Strom AG bzw. von ENSO Erdgas GmbH zwei Netzgesellschaften abgetrennt. Aus der Verschmelzung dieser beiden Netzgesellschaften, nämlich der ENSO Erdgas Netz GmbH auf die ENSO Strom Netz GmbH entstand nach zwei Umfirmierungen die heutige ENSO NETZ GmbH.

Anteilseigner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ladestation in Dresden
  • EnergieVerbund Dresden GmbH, 71,9 %
  • KBO Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH, 25,5 %
  • Kommunale Einzelaktionäre, 2,6 %

Die ENSO ist zu 71,9 % im Besitz der EnergieVerbund Dresden, an der die Stadt Dresden über ihre Holding Technische Werke Dresden GmbH (TWD) zu 100 % beteiligt ist. Die TWD ist auch Mehrheitsgesellschafter der Drewag.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ENSO NETZ GmbH, 100 % - Verteilnetzbetreiber für Strom und Erdgas in Ostsachsen
  • desaNet Telekommunikation Sachsen Ost GmbH, 50 %
  • GEWA Gesellschaft für Wasser und Abwasser mbH, 100 %
  • systematics NETWORK SERVICES GmbH, 100 %
  • DRECOUNT GmbH, 50 %
  • Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden Verwaltungs GmbH, 50 %
  • Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden GmbH & Co. KG, 50 %
  • Biomethan Zittau GmbH, 50 %
  • Windpark Streumen GmbH, 50 %
  • Wärmeversorgung Weigsdorf-Köblitz GmbH, 40 %
  • Technische Dienste Altenberg GmbH, 49 %
  • Info-Kabel GmbH, 25 %

Stand: Februar 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: ENSO Energie Sachsen Ost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zahlen und Fakten. In: enso.de. Abgerufen am 13. August 2018.