EUCAP SAHEL Niger

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EUCAP Sahel Niger
Einsatzgebiet Niger
Deutsche Bezeichnung EU Capacity Building Mission in Niger (EUCAP Sahel Niger)
Englische Bezeichnung EU Capacity Building Mission in Niger (EUCAP Sahel Niger)
Art der Mission zivile Aufbaumission
Beginn 08 August 2012
Ende andauernd
Leitung Kirsi Henriksson
Einsatzstärke (max.) 122 international Experten und 55 lokale Bedienstete
Kosten 26,3 Mio. Euro (Budgetjahr Juli 2016 – Juli 2017)
Lage des Einsatzgebietes Niger in its region.svg

Die EU Capacity Building Mission in Niger (EUCAP Sahel Niger) wurde am 8. August 2012 im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der Europäischen Union als zivile Aufbaumission gestartet.[1]

Sie soll durch die Beratung und Ausbildung der nigrischen Polizei, Nationalgarde und Gendarmerie zu deren Aufbau beitragen und diese zur effektiven Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und des Terrorismus befähigen.[1]

Dies geschieht sowohl durch Aus- und Fortbildung als auch beratende Tätigkeiten. So unterstützt die Mission die nigrischen Behörden auch beim Aufbau eigener technischer Kapazitäten und der regionalen und internationalen Kooperation[2]. Exekutive Tätigkeiten sind hingegen nicht umfasst.

Das Hauptquartier befindet sich in der Hauptstadt Niamey. Seit 2014 findet ein Training jedoch auch in der weiter nördlich gelegenen Stadt Agadez statt, da in dieser Region die Sicherheitslage besonders angespannt war. Zuletzt wurde das Mandat bis Juli 2018 verlängert.[1]

Hintergrund der Mission ist die angespannte Sicherheitslage in der gesamten Sahelzone, wobei Gefahren insbesondere von Terrororganisationen wie der Boko Haram und anderer Organisierter Kriminalität, wie Menschenhandel und Drogenschmuggel, ausgehen. Aufgrund dessen findet auch eine enge Zusammenarbeit mit den benachbarten EU-Missionen EUCAP Sahel Mali und EUBAM Libyen statt.[1]

Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich zusammen mit weiteren 12 EU-Mitgliedsstaaten an der Mission, die bis zu 122 internationale Experten und 55 lokale Bedienstete umfasst.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Factsheet EUCAP Sahel Niger. EEAS, März 2017, abgerufen am 19. Mai 2017 (englisch).
  2. About EUCAP Sahel Niger. EEAS, 2016, abgerufen am 19. Mai 2017 (englisch).
  3. EUCAP Sahel Niger. Auswärtiges Amt, 2016, abgerufen am 19. Mai 2017.