Natriumdiphosphat

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Strukturformel
4 · Struktur des Natriumions Struktur von Diphosphat
Allgemeines
Name Natriumdiphosphat
Andere Namen
  • Natriumpyrophosphat
  • Natriumdiphosphat
  • Tetranatriumpyrophosphat
  • Tetranatriumdiphosphat
  • Diphosphat
  • E 450c
Summenformel Na4P2O7
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 7722-88-5 (wasserfrei)
  • 13472-36-1 (Decahydrat)
Wikidata Q418504
Eigenschaften
Molare Masse 265,90 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte
  • 2,53 g·cm−3 (wasserfrei)[1]
  • 1,82–1,84 g·cm−3 (Decahydrat)[1]
Schmelzpunkt
  • 990 °C (wasserfrei)[1]
  • Wasserabspaltung bei 94 °C (Decahydrat)[1]
Löslichkeit

wenig löslich in Wasser (60 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​318
P: 264​‐​270​‐​301+312​‐​330​‐​280 [1]
MAK

Schweiz: 5 mg·m−3 (gemessen als einatembarer Staub)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Natriumdiphosphat oder auch Natriumpyrophosphat ist ein farbloses Natriumsalz der Diphosphorsäure. Es gehört zu den Diphosphaten und hat die Summenformel Na4P2O7. Der Name Diphosphat wird gelegentlich anstelle von Tetranatriumdiphosphat verwendet. Diphosphate sind auch Teile organischen Verbindungen wie zum Beispiel des Adenosindiphosphats. Als Lebensmittelzusatzstoff wird Tetranatriumdiphosphat als E 450c bezeichnet.

Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pyrophosphat kann durch mehrstündiges Erhitzen von Dinatriumhydrogenphosphat auf 500 °C erhalten werden[3]:

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wasch- und Geschirrspülmittel und Zahnpasta als Emulgator von Fetten und Ölen und Wasserenthärter, in Backpulvern, bei der Käsezubereitung. Es wird auch noch verwendet um Wasserstoffperoxid zu stabilisieren.

Das Decahydrat findet Verwendung als Dispersionsmittel für eine Schlämmanalyse nach DIN 18123.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Natriumpyrophosphat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA): Grenzwerte am Arbeitsplatz 2015 – MAK-Werte, BAT-Werte, Grenzwerte für physikalische Einwirkungen, abgerufen am 2. November 2015.
  3. R. N. Bell: Sodium pyrophosphates (Sodium diphosphates). In: Ludwig F. Audrieth (Hrsg.): Inorganic Syntheses. Band 3. McGraw-Hill, Inc., 1950, S. 98–101 (englisch).