Earl of Southesk

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Earl of Southesk ist ein erblicher britischer Adelstitel in der Peerage of Scotland. Der Titel leitet sich von dem Fluss South Esk in Angus, Schottland, ab. Er ist seit 1992 nachgeordneter Titel der Dukes of Fife und wird als Höflichkeitstitel vom jeweiligen Titelerben geführt.

Verleihung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Titel Earl of Southesk wurde am 22. Juni 1633, zusammen mit dem nachgeordneten Titel Lord Carnegie of Kinnaird and Leuchars, an Sir David Carnegie verliehen, einen ehrenamtlichen Richter am Court of Session, dem höchsten schottischen Gericht für Zivilsachen. Er war bereits am 14. April 1616 zum Lord Carnegie of Kinnaird ernannt worden.

Carnegies jüngerer Bruder John Carnegie wurde 1662 zum Earl of Northesk ernannt.

Nachgeordnete Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nachgeordneten Titel der Earlswürde lauten: Lord Carnegie of Kinnaird (geschaffen 1616), Lord Carnegie of Kinnaird and Leuchars (geschaffen 1633) und Baron Balinhard (geschaffen 1869). Die Baronie Balinhard gehört zur Peerage of the United Kingdom, die beiden anderen zur Peerage of Scotland.

Der Earl of Southesk trägt außerdem den schottischen Feudaltitel Baron of Kinnaird, nicht zu verwechseln mit dem Adelstitel Baron, und ist ein Baronet in der Baronetage of Nova Scotia. Diese Carnegie Baronetcy, of Pitcarrow in the County of Kincardine wurde 1663 für den vierten Sohn des ersten Earls geschaffen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der fünfte Earl nahm 1745 am Jakobitenaufstand teil; er wurde deshalb durch Beschluss des Parlaments seiner Titel für verlustig erklärt. Familienoberhaupt wurde infolgedessen ein entfernter Cousin, Sir James Carnegie, 3. Baronet. Er wird heute als sechster Earl angesehen. Dieser hatte während des Aufstandes auf der Seite des Königs gekämpft und erwarb später auch die Ländereien des Earls.

Dessen Urenkel, der sechste Baronet, erreichte 1855 eine Aufhebung des Parlamentsbeschlusses. Er wurde damit unter Einrechnung seiner Vorfahren zum 9. Earl. Am 7. Dezember 1869 wurde er außerdem zum Baron Balinhard in der Peerage of the United Kingdom ernannt, womit anders als bei den Titeln, die zu Peerage of Scotland gehören, automatisch ein Sitz im House of Lords verbunden war.

Der 11. Earl heiratete Prinzessin Maud of Fife, die jüngere Tochter von Alexander Duff, 1. Duke of Fife, und Prinzessin Louise, der ältesten Tochter von König Eduard VII. Dieses Dukedom war mit der ausdrücklichen Bestimmung verliehen worden, dass sie auch auf die Töchter des Dukes und ihre männlichen Abkömmlinge übergehen könne. Nach dem Tode seines Großvaters und seiner Tante Prinzessin Alexandra wurde der einzige Sohn des 11. Earl daher im Jahre 1959 Duke of Fife. Seine Mutter war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. 1992 verstarb der 11. Earl und sein Sohn wurde nun auch 12. Earl of Southesk. Seitdem sind die Earlswürde und die weiteren Titel nachgeordnete Titel des jeweiligen Duke of Fife.

Liste der Earls of Southesk und Carnegie Baronets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Earls of Southesk (1633)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Voraussichtlicher Titelerbe (Heir apparent) ist der älteste Sohn des aktuellen Titelinhabers, Charles Carnegie, Earl of Southesk (* 1989).

Carnegie Baronets, of Pitcarrow (1663)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

wegen der weiteren Träger der Baronetswürde siehe oben

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]