Easy Money – Spür die Angst

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Filmdaten
Deutscher Titel Easy Money – Spür die Angst
Originaltitel Snabba Cash
Produktionsland Schweden
Originalsprache Schwedisch, Spanisch
Serbisch, Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 124 Minuten
Stab
Regie Daniél Espinosa
Drehbuch Maria Karlsson (Drehbuch)
Jens Lapidus (Romanvorlage)
Produktion Fredrik Wikström
Musik Jon Ekstrand
Kamera Aril Wretblad
Schnitt Theis Schmidt
Besetzung
Synchronisation

Easy Money – Spür die Angst (Originaltitel: Snabba Cash) ist ein schwedischer Action-Thriller aus dem Jahr 2010. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jens Lapidus, der in Deutschland unter dem Titel Spür die Angst bekannt ist. Der Deutsche Kinostart war der 15. September 2011.

Handlung[Bearbeiten]

Johan „JW“ Westlund wohnt in Stockholm und lebt ein teures Leben an der Stureplan, einem Ort im Stadtteil Östermalm, in dem sich die Oberklasse die Klinke in die Hand gibt. Um seine einfache Herkunft und Mittellosigkeit zu verschleiern führt er ein aufwendiges Doppelleben. Um Geld zu verdienen fährt er nachts Taxi und verkauft Hausarbeiten an seine Mitstudenten. Eines Tages lernt er die schöne Sophie kennen, eine Frau aus der Oberschicht. Er verliebt sich in sie und beide fangen eine Romanze an. Um ihr den gewohnten Lebensstandard zu bieten, ist er bereit für Abdulkarim, der das Taxiunternehmen führt, illegale Aktionen durchzuführen.

Jorge Salinas Barrio, ein Chilene, brach aus dem Gefängnis aus, in dem er wegen seiner Drogengeschäfte einsaß. Nun ist er auf der Flucht vor der Polizei und hat nur noch einen Gedanken. Er hat gute Kontakte zu den Drogenumschlagplätzen in Europa und will sich an denen rächen, die ihn einst beklauten und hinter Gittern gebracht haben, vor allem am jugoslawischen Mafiaboss Radovan Kranjic. Er müsste nur noch eine letzte Lieferung machen um endlich das Land für immer zu verlassen.

Mrado Slovovic, ein Auftragskiller und Schuldeneintreiber der jugoslawischen Mafia wird von Radovan beauftragt Jorge zusammenzuschlagen, um den Zeitpunkt der nächsten Drogenlieferung herauszufinden. JW rettet im Auftrag Abdulkarims Jorge jedoch im letzten Moment und bringt ihn gegen gute Bezahlung in seiner Wohnung unter. Jorge verspricht JW in einem persönlichen Gespräch, dass er diese Hilfe nicht vergessen werde. Mrado kümmert sich derweil liebevoll um seine 8-jährige Tochter, dessen Sorgerecht er übernommen hat. Er löst sich darum von seiner Bande und will mit einem letzten Coup ganz aus der Kriminalität aussteigen.

Die jugoslawische Mafia erpresst Schutzgelder von Abdulkarims Taxiunternehmen. Jorge und Abdulkarim wollen ihr Drogengeschäft aber ausbauen, anstatt Schutzgeld an die Serben zu zahlen. Jorge hat verwandtschaftliche Kontakte in Deutschland, die ihnen eine große Menge Drogen liefern können. JW wird angeheuert um das Geld zu waschen und sich allgemein um die Buchhaltung zu kümmern. Über seine Oberschichtkontakte hat er von einer Investmentbank mit massiven Problemen gehört. Indem Abdulkarim über JW die Mehrheit der Aktien dieser Bank kauft, gewinnt er die Kontrolle über die Bank und hat mit dem Bankchef einen Komplizen für die Geldwäsche gewonnen.

Sie planen eine Drogenlieferung, die in Kohlköpfen versteckt sind, umzuladen und zu Geld zu machen. JW wird von Jorge gewarnt, dass Abdulkarim nicht mehr auf ihn angewiesen sei, da JW bereits sämtliche finanziellen Probleme der Geldwäsche gelöst hat. Für Abdulkarim gibt es so keinen Grund mehr JW zu bezahlen. JW entscheidet sich nun dazu, Kontakt zu Mrado aufzunehmen, damit dieser zusammen mit einem weiteren Gangster in JWs Auftrag die Lieferung überfällt. Mrado versprach ihm zuvor eine Million schwedische Kronen dafür, die er auch erhält. Das Vorhaben gerät allerdings außer Kontrolle. Der Überfall bleibt nicht, wie ursprünglich geplant, ohne Gewaltanwendung. Stattdessen sterben zwei der Beteiligten und weitere Personen werden schwer verletzt, während JW nur leicht verletzt festgenommen wird. Jorge kann als Einziger entkommen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten]

Der Film wurde in Stockholm, Göteborg, Sollentuna, Österåker und Hamburg gedreht.[1] Bei Dragomir Mrsic handelt sich um keinen ausgebildeten Schauspieler, sondern um einen ehemaligen Bankräuber.[2]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Nachdem der Film in Schweden bereits am 15. Januar 2010 gestartet ist und einen überaus erfolgreichen Start mit über 100.000 verkaufen Kinokarten verzeichnen konnte[3], startete der Film am 15. September 2011 an den deutschen Kinokassen. Ab dem 11. Juli 2011 war der Film in den USA zu sehen.[4] Dort spielte er am Eröffnungswochenende knapp 25.000 US-Dollar ein, insgesamt beliefen sich die Einnahmen in den USA auf über 188.000 US-Dollar.[5]

Deutsche Synchronfassung[Bearbeiten]

An der deutschen Synchronfassung wirkten Jürgen Kluckert sowie dessen Sohn Tobias Kluckert mit.[6]

Darsteller Deutscher Sprecher[6] Rolle
Joel Kinnaman Sebastian Schulz Johan „JW“ Westlund
Mahmut Suvakci Tobias Kluckert Abdulkarim
Fares Fares Matti Klemm Mahmoud
Dragomir Mrsic Jürgen Kluckert Mrado
Lisa Henni Sonja Spuhl Sophie

Kritik[Bearbeiten]

Jens Lapidus in Hengelo im November 2011.

„Souverän inszeniert und von ebenso komplexen wie glaubwürdigen Charakteren angetrieben, überzeugt der spannende Film als moderne »Film noir«-Variante über den Preis des Geldes“, urteilt die Redaktion des Lexikon des internationalen Films.

Marian Petraitis von Filmstarts ist der Meinung, der „Eurothriller“ und „Gangsterepos“ sei „ein exzellent gefilmter und dramaturgisch sauberer Genre-Beitrag, dem es gleichwohl an mutigen Story- und Figurenentwurf fehlt“.[7] „Mit fahlen und kühl-blaustichigen Bildern“ wird Stockholm von Kameramann Aril Wretblad „zum urbanen Moloch umgedeutet“.[7] „Die präzise Kameraarbeit trägt maßgeblich dazu bei, dass »Easy Money« als Thriller funktioniert: Dank taktvoll gesetzter Nahaufnahmen schmilzt die Distanz zu den Protagonisten dahin, die ruhelos durch enge und labyrinthische Räume hasten und dem totalen Kontrollverlust entgegentaumeln.“[7] „Während »Easy Money« auf visueller Ebene packend und stimmig wirkt, ernüchtern die etwas einfallslosen Handlungs- und Figurenentwürfe, gerade bei einem derart auf Realismus getrimmten Szenario“, urteilt Petraitis und vergab drei von fünf möglichen Punkten.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Joel Kinnaman erhielt für seine Darstellung des Johan „JW“ Westlund 2011 den schwedischen Filmpreis Guldbagge als Bester Hauptdarsteller, während Aril Wretblad für die Beste Kamera und Jeanette Klintberg für die Beste Regie ausgezeichnet wurden.[8]

Beim Palm Springs International Film Festival wurde Daniél Espinosa 2011 mit dem Awards Directors to Watch geehrt.[8]

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Nachdem Warner Bros. während eines intensiven Bieterwettstreits, der seit der Berlinale 2010 anhielt, die Rechte erworben hat, wird ein Remake mit Zac Efron als Johan „JW“ Westlund geplant.[9] Währenddessen erschienen zwei schwedische Fortsetzungen, die 2011 gedreht wurden und jeweils 2012[10] und 2013[11] in die Kinos kamen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internet Movie Database: Drehort
  2. Internet Movie Database: Hintergrundinformationen
  3. svt.se (Schwedisch) (20. Januar 2010) Bericht über den Erfolg von Snabba Cash, abgerufen am 26. Februar 2011
  4. Internet Movie Database: Starttermine
  5. Internet Movie Database: Budget und Einspielergebnisse
  6. a b Easy Money – Spür die Angst in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 23. September 2013.
  7. a b c d Filmstarts: Filmkritik, Marian Petraitis, abgerufen am 23. September 2013
  8. a b Internet Movie Database: Nominierungen und Auszeichnungen
  9. hollywoodreporter.com (Englisch) (14. Oktober 2010) Bericht über das Remake von Snabba Cash, abgerufen am 26. Februar 2011
  10. http://www.imdb.com/title/tt1588342/
  11. http://www.imdb.com/title/tt2427502/