Eberfing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eberfing
Eberfing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eberfing hervorgehoben

Koordinaten: 47° 48′ N, 11° 12′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Huglfing
Höhe: 610 m ü. NHN
Fläche: 25,93 km2
Einwohner: 1434 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82390
Vorwahl: 08802
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 120
Gemeindegliederung: 13 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 32
82386 Huglfing
Website: www.eberfing.de
Bürgermeister: Georg Leis jun. (CSU/Parteifreie)
Lage der Gemeinde Eberfing im Landkreis Weilheim-Schongau
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Über dieses Bild
Untereberfing von Westen, Eberfing
Landschaft bei Eberfing

Eberfing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Huglfing.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eberfing liegt in der Region Oberland im Pfaffenwinkel. Nach dem Ort ist das Eberfinger Drumlinfeld benannt, das eine glazialmorphologische Hügelstruktur von herausragender Bedeutung darstellt. Im Gebiet liegen einige Gewässer, unter anderem der Goppoldsrieder See, der Hachtsee und der Eichendorfer Weiher.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 13 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es existieren die Gemarkungen Eberfing und Arnried.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Umfeld von Eberfing liegen eine Vielzahl Hügelgräber der Urnenfelderkultur mit Datierungen aus dem zehnten und neunten Jahrhundert vor Christus. Weitere Gräber stammen aus der Hallstatt- und der Latènekultur. Sie wurden ab dem Ende des 19. Jahrhunderts unter maßgeblicher Beteiligung des autodidaktischen Archäologen Julius Naue erforscht.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Eberfing unter dem Namen Ebrolvingen in einer Liste der Besitzungen des Klosters Benediktbeuern, die nur in einer Abschrift aus der Mitte des 11. Jahrhunderts erhalten ist. Aus dem Namen kann abgeleitet werden, dass er auf die Sippe eines Boiers namens Ebrolv zurückgeht, der sich vermutlich neben einer bestehenden Siedlung niedergelassen hat und die Grundherrschaft übernahm. Die erste datierbare Urkunde über den Ort stammt aus dem Jahr 1083 und besagt, dass Norbert von Hohenwart seine Besitztümer unter anderem in Eberolvingen in die Stiftung des Klosters Habach einbrachte, kurz nachdem er Bischof in Chur wurde. In den Habacher Urkunden ist im selben Jahr erstmals die Familie der Herren von Ebrolfingen erwähnt, die bis ins 14. Jahrhundert als Grundherren amtierten. Nach dem Aussterben der Familie kam Eberfing unter die Herrschaft des Klosters Polling und des Klosters Dießen. Eberfing gehörte ab dem 17. Jahrhundert zum Rentamt München und zum Landgericht Weilheim des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1938 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Arnried eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 0753 Einwohner
  • 1987: 0872 Einwohner
  • 1991: 1001 Einwohner
  • 1995: 1068 Einwohner
  • 2000: 1204 Einwohner
  • 2005: 1284 Einwohner
  • 2010: 1333 Einwohner
  • 2015: 1381 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2008 Georg Leis (CSU/Parteifreie).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:

Sitzverteilung im Gemeinderat
Partei / Liste Wahl 2014[5][6] Wahl 2008
Sitze Sitze
CSU/Parteifreie 7 6
Wählergruppe Heimat 5 6
Sitze gesamt 12 12

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1998 keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 60 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1420 ha. Davon waren 175 ha Ackerfläche und 1245 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 25 Kindergartenplätze mit 47 Kindern
  • Volksschule: mit fünf Lehrern und 81 Schülern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eberfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Eberfing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. September 2019.
  3. Luise Hohenleitner: Eberfinger Heimatbuch. Hrsg.: Gemeinde Eberfing, 1998.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 591.
  5. Ergebnis der Kommunalwahlen 2014, abgerufen am 18. März 2014
  6. Weilheimer Tagblatt vom 18. März 2014, Lokalteil S. 8