Eberhard II. von Waldburg zu Zeil und Wurzach

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Eberhard II. von Waldburg-Zeil-Wurzach, vollständiger Name: Eberhard II. Franz Leopold Maria Fürst von Waldburg-Zeil-Wurzach (* 17. Mai 1828 in Wurzach; † 1. August 1903 in Kisslegg) war von 1865 bis 1903 vierter Fürst von Waldburg-Zeil-Wurzach. Eberhard II. hatte den Titel von seinem Bruder nach dessen Verzicht im Jahre 1865 geerbt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der zweite Sohn der Fürsten Leopold von Waldburg-Zeil-Wurzach (1795–1861) und der Gräfin Josepha Fugger von Babenhausen (1798–1831). Als Angehöriger der Österreichischen Armee besaß Fürst Eberhard II. den Rang eines Majors. 1865 trat er als Standesherr in die Erste Kammer der Württembergischen Landstände ein und nahm bis 1891 auch persönlich an den Sitzungen teil. Dabei war er von 1877 bis 1880 Stimmführer des Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Seit 1893 ließ sich Fürst Eberhard II. im Landtag vertreten durch den Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, danach ab 1895 durch den Fürsten zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst.

Als Fürst Eberhard II. Anfang der 1870er Jahre ins Auge fasste, seinen Wohnsitz von Wurzach nach Kißlegg zu verlegen, erwarb er nach und nach die einzelnen Anteile an der Hundswiese sowie die Gärten nördlich des Schlosses. Schon vor seinem Einzug ins Schloss im September 1876 hatte er im April desselben Jahres einen gewissen Joseph Kieferle von Mengen zum Hofgärtner bestellt. Ziel war die Anlage eines herrschaftlichen Gemüsegartens mit Gewächshaus und eines großzügigen Schlossparks.[1]

Zuletzt war Fürst Eberhard II. Senior des Gesamthauses Waldburg, womit die Würde eines Reichserboberhofmeisters des Königreichs Württemberg verbunden war. Mit dem Tod Eberhards II. 1903 starb die Linie Waldburg-Zeil-Wurzach im Mannesstamm aus. Seit 1903 trug Fürst Wilhelm von Waldburg-Zeil (1835–1906) auch den Titel eines Fürsten von Waldburg-Zeil-Wurzach.[2]

1870 wurde ihm das Großkreuz des Ordens der Württembergischen Krone[3] verliehen.

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war zweimal verheiratet. Mit seiner ersten Ehefrau Sophie Gräfin Dubsky Freiin von Trebomyslic (1835–1857) hatte er eine, mit seiner zweiten Ehefrau Julia Gräfin Dubsky Freiin von Trebomyslic (1841–1914), der Schwester seiner ersten Frau, fünf Töchter:[4]

  • Marie Eugenie Sophie Xaverine Gisella Gräfin von Waldburg-Zeil-Wurzach (1857–1924),
  • Xaveria Maria Juliana Gräfin von Waldburg-Zeil-Wurzach (1860–1901),
  • Marie Gabriele Josepha Gräfin von Waldburg-Zeil-Wurzach (1861–1941),
  • Anna Maria Josepha Leopoldina Gräfin von Waldburg-Zeil-Wurzach (1862–1868),
  • Franziska Seraphica Maria Assumpta Gräfin von Waldburg-Zeil-Wurzach (1863–1924),
  • Elisabeth Sophia Maria Gräfin von Waldburg zu Zeil-Wurzach (1866–1950).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 978.

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.gemeindearchiv-kisslegg.de/.
  2. http://www.worldhistory.de/wnf/navbar/wnf.php?oid=9667.
  3. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1894, S. 29.
  4. http://www.worldhistory.de/wnf/navbar/wnf.php?oid=9667.