Eberhard Straub

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eberhard Straub (* 30. Dezember 1940 in Berlin) ist ein deutscher Historiker und Publizist.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Althistorikers Johannes Straub studierte von 1962 bis 1968 Geschichte, Kunstgeschichte und Archäologie an den Universitäten Bonn, München, Turin und Wien. 1968 wurde er an der LMU München promoviert, 1977 habilitierte er sich ebendort. Anschließend war er bis 1986 Feuilleton-Redakteur bei der FAZ, danach bis 1989 bei der Stuttgarter Zeitung, schließlich für ein halbes Jahr bei der Welt. Daraufhin wurde er Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Essen (bis 1997). Von 1970 bis 1974 führten ihn Forschungsreisen nach Spanien, New York und Wien. Seit 1998 lebt und arbeitet er als freier Autor in Berlin.

Wirken[Bearbeiten]

Straubs Forschungsschwerpunkte sind Kulturgeschichte, historische Biographie sowie Ländergeschichte (Spanien, Preußen). Daneben schreibt er auch zu literatur-, kunst- und musikgeschichtlichen Themen. Als Historiker geht es ihm vorzüglich um die Erhellung mentalitärer und universalgeschichtlicher Grundtendenzen einer Epoche sowie um die geistesgeschichtliche und sozialpsychologische Einordnung historischer Persönlichkeiten jenseits strukturgeschichtlicher und soziologischer Schemata. Ihr essayistischer, anekdotenreicher Stil und der Verzicht auf einen wissenschaftlichen Apparat machen seine Bücher auch für einen nicht-akademischen Leserkreis attraktiv, während andererseits der Reichtum an Anspielungen und versteckten Zitaten sowie der latente Rekurs auf historische Grundtatsachen eine wenigstens rudimentäre Kenntnis der Thematik in der Regel voraussetzen.

Als Journalist schreibt Straub unter anderem für die Berliner Zeitung, die FAZ und die Süddeutsche Zeitung. Des Weiteren nimmt er auch publizistische Aufträge aus der Wirtschaft an. Er gehörte lange Jahre zum festen Autorenstamm des Siedler-Verlages.

1994 war er einer der Autoren des neurechten Sammelbands Die selbstbewusste Nation.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Repraesentatio Maiestatis oder churbayerische Freudenfeste. Die höfischen Feste in der Münchner Residenz vom 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Universitätsdruck, München 1969. (zugl. Diss., München 1968).
  • Pax et imperium. Spaniens Kampf um seine Friedensordnung in Europa zwischen 1617 und 1635. Schöningh, Paderborn 1980, ISBN 3-506-73331-1. (zugl. Habilitationsschrift, München 1976)

Weblinks[Bearbeiten]