Ebershausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ebershausen
Ebershausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ebershausen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 12′ N, 10° 19′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Krumbach (Schwaben)
Höhe: 541 m ü. NHN
Fläche: 9,09 km2
Einwohner: 606 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86491
Vorwahl: 08282
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 129
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rittlen 6
86381 Krumbach (Schwaben)
Website: www.ebershausen.de
Bürgermeister: Harald Lenz (Bündnis 90/Die Grünen)
Lage der Gemeinde Ebershausen im Landkreis Günzburg
Baden-WürttembergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Neu-UlmLandkreis UnterallgäuWinzerwaldEbershauser-Nattenhauser WaldAichenAletshausenBalzhausenBibertalBreitenthal (Schwaben)BubesheimBurgauBurtenbachDeisenhausenDürrlauingenEbershausenEbershausenEllzeeGünzburgGundremmingenHaldenwang (Landkreis Günzburg)IchenhausenJettingen-ScheppachKammeltalKötzKrumbach (Schwaben)LandensbergLeipheimMünsterhausenNeuburg an der KammelOffingenRettenbach (Landkreis Günzburg)RöfingenThannhausen (Schwaben)UrsbergWaldstetten (Günz)WaltenhausenWiesenbach (Schwaben)Winterbach (Schwaben)ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild
Ebershausen von Süden

Ebershausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach (Schwaben).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage und Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ebershausen liegt im Bezirk Schwaben in der Region Donau-Iller.

Die Gemeinde hat drei amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Die drei Orte bilden zugleich die drei Gemarkungen, die es auf dem Gemeindegebiet gibt.

Ebershausen liegt am westlichen Talrand des Haselbachtals in dem Bereich, in dem die Gutnach in den Haselbach mündet. Nördlich von Ebershausen, ebenfalls am westlichen Talrand des Haselbachtals liegt Seifertshofen. Waltenberg dagegen liegt nordöstlich von Ebershausen am westlichen Rand des Riedels zwischen dem Tal der Gutnach und des Krumbächles.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinde Breitenthal, im Osten die Stadt Krumbach, im Südosten die Gemeinde Waltenhausen, im Süden die im Landkreis Unterallgäu liegende Gemeinde Kirchhaslach und im Westen die ebenfalls zum Nachbarlandkreis gehörende Gemeinde Kettershausen. Im Osten grenzt die Gemeinde außerdem an das gemeindefreie Gebiet Ebershauser-Nattenhauser Wald, von dem das Dorf Waltenberg fast vollständig umgeben ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebershausen gehörte zum Stiftungsgut des Reichsstifts Roggenburg und war seit dem 15. Jahrhundert Lehensbesitz des Hochstifts Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Ebershausen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Seifertshofen eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 607 Einwohner[3]
  • 1970: 603 Einwohner[3]
  • 1987: 582 Einwohner
  • 1991: 585 Einwohner
  • 1995: 619 Einwohner
  • 2000: 628 Einwohner
  • 2005: 621 Einwohner
  • 2010: 600 Einwohner
  • 2015: 608 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 570 auf 606 um 36 Einwohner bzw. um 6,3 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gemeinderatswahl 2020 lag nur der Wahlvorschlag der Freien Wählergemeinschaft vor, die wie schon in der Amtszeit von 2014 bis 2020 alle acht Sitze erhielt.

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Harald Lenz (Grüne); er wurde als einziger Bewerber am 15. März 2020 mit 84,0 % der Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war mit einer Amtszeit von 30 Jahren – von 1990 bis 2020 – Herbert Kubicek (* 1949) (Freie Wählergemeinschaft). Er war zuletzt 2014 mit 79,8 % der Stimmen im Amt bestätigt worden.

Liste der Bürgermeister

  • 1933–1945: Anselm Selg
  • 1945–1946: Matthäus Gutmann (von den amerikanischen Streitkräften ernannt)
  • 1946–1966: Adolf Jäckle
  • 1966–1990: Adolf Albrecht
  • 1990–2020: Herbert Kubicek[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt die Hebezange aus dem Wappen des Ulmer Bürgers Ulrich Schappran, der im Jahr 1425 in Ebershausen Grundbesitz hatte. Die Farben des Wappens sind rot und silber.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Martin wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut und im 18. Jahrhundert umgebaut. Im Jahr 1913 wurde die Kirche im Stil des Neubarocks ausgestattet. Seit einer Purifizierung in den 1970er Jahren ist der Innenraum sehr schlicht gehalten. Die am höchsten Punkt des Ortes liegende Kirche ist von den Tälern des Haselbachs und der Gutnach weithin sichtbar.[6] Von 2007 bis 2015 wurde die Kirche restauriert und künstlerisch neu orientiert.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der amtlichen Statistik 2016 gab es 37 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Von der Wohnbevölkerung standen 266 Personen in einer versicherungspflichtigen Tätigkeit. Damit war die Zahl der Auspendler um 229 höher als die der Einpendler. Drei Einwohner waren arbeitslos. Im gleichen Jahr gab es in der Gemeinde 15 landwirtschaftliche Betriebe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 300 (MemmingenKrumbach) von Südwest nach Nordost und die Kreisstraße GZ 13 von Norden nach Süden entlang der Täler des Haselbachs im Norden und der Gutnach im Süden.

Seit Juli 2009 sind die Orte der Gemeinde an den Stadtbusverkehr von Krumbach (Flexibus Krumbach) angeschlossen, der mit Kleinbussen nach dem Prinzip des bedarfsgesteuerten Flächenbetriebes durchgeführt wird.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

  • 1 Kindertageseinrichtung mit 27 genehmigten Plätzen und 22 Kindern

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nordwesten grenzt das Gemeindegebiet an das beliebte Naherholungsgebiet Oberrieder Weiher.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ebershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Ebershausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
  4. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. März 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ebershausen.de
  5. Seite über das Wappen der Gemeinde Ebershausen auf der Internetseite der Gemeinde Ebershausen (Memento des Originals vom 20. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ebershausen.de
  6. B. von Hagen, A. Wegener-Hüssen: Denkmäler in Bayern – Landkreis Günzburg – Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler. – Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Karl M. Lipp Verlag, München 2004, ISBN 3-87490-589-6, 600 S. (S. 124 f.)
  7. Archivlink (Memento des Originals vom 13. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ebershausen.de www.ebershausen.de Übersicht Kirchenrenovierung