Ecône

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Bild von Ecône

Ecône (lat. Esquinia) ist ein Weiler der Gemeinde Riddes im Kanton Wallis, Schweiz. Ecône hatte im Jahr 2000 509 Einwoohner. Als Sitz der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. um Erzbischof Marcel Lefebvre wurde der Ort weithin bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ecône war bereits zu römischer Zeit besiedelt, sein damaliger lateinischer Name lautete Esquinium. Im 13. Jahrhundert gehörte die Domäne Ecône des gleichnamigen Weilers der Gemeinde Riddes (dt. veraltet Riden) am linken Rhôneufer den Herren vom Turn. 1302 verkaufte Peter vom Turn den Hof und die dazu gehörigen Güter den Chorherren vom Grossen Sankt Bernhard. 1822 wurde Ecône Sitz der kantonalen Landwirtschaftsschule. Von den Chorherren verwaltet, blieb sie bis 1922 in Betrieb. 1968 wurde das Gut an Privatleute verkauft, die es 1970 der Priesterbruderschaft St. Pius X. überließen. Das Gut blieb bis 1979 in deren Besitz, das von Marcel Lefebvre in Ecône gegründete Priesterseminar besteht weiterhin.

Literatur[Bearbeiten]

  • B. Meizoz: Bref aperçu historique sur la commune de Riddes, in Ann. val., 1935, S. 429-438
  • J. Anzévui: Le drame d'Ecône, 1976

Weblinks[Bearbeiten]


46.1561111111117.2075Koordinaten: 46° 9′ N, 7° 12′ O; CH1903: 582143 / 111652