Eching am Ammersee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eching am Ammersee
Eching am Ammersee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eching am Ammersee hervorgehoben
Koordinaten: 48° 5′ N, 11° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Verwaltungs­gemeinschaft: Schondorf am Ammersee
Höhe: 602 m ü. NHN
Fläche: 6,24 km²
Einwohner: 1681 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82279
Vorwahl: 08143
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 115
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Anger 1
82279 Eching am Ammersee
Webpräsenz: www.eching.info
Bürgermeister: Siegfried Luge (CSU)
Lage der Gemeinde Eching am Ammersee im Landkreis Landsberg am Lech
Ammersee Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Ostallgäu Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Starnberg Landkreis Fürstenfeldbruck Windach Weil (Oberbayern) Utting am Ammersee Unterdießen Thaining Pürgen Schwifting Schondorf am Ammersee Scheuring Rott (Landkreis Landsberg) Reichling Prittriching Vilgertshofen Penzing (Bayern) Obermeitingen Landsberg am Lech Kinsau Kaufering Igling Hurlach Hofstetten (Oberbayern) Greifenberg Geltendorf Fuchstal Finning Eresing Egling an der Paar Eching am Ammersee Dießen am Ammersee Denklingen ApfeldorfKarte
Über dieses Bild

Eching am Ammersee ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schondorf am Ammersee.

Eching, das am nördlichen Rand des Ammersees liegt, grenzt direkt an das große Naturschutzgebiet „Ampermoos“ und an das bewaldete Erholungsgebiet „Weingarten“ direkt am Ammersee an.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eching
  • Gießübl

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eching gehörte zum Kurfürstentum Bayern und war ein Teil der geschlossenen Hofmark Greifenberg der Freiherren von Perfall. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 0749 Einwohner
  • 1987: 1293 Einwohner
  • 2000: 1477 Einwohner
  • 2010: 1653 Einwohner
  • 2012: 1657 Einwohner
  • 2014: 1660 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Siegfried Luge (CSU) (* 1943).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl 2014 stellten sich die CSU und der Bürgerblock seit 36 Jahren erstmals wieder getrennt zur Wahl. Die Gruppierung Menschen für Menschen kandidierte nicht mehr. Der Bürgerblock stellt derzeit neun Gemeinderatsmitglieder (darunter den zweiten und dritten Bürgermeister) und die CSU drei Gemeinderatsmitglieder.

Die Sitzeverteilung im Gemeinderat 2002 und 2008.
Jahr CSU/Bürgerblock Menschen für Menschen gesamt Wahlbeteiligung in %
2008 10 2 12 67,3
2002 11 1 12 70,3

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne in Blau ein wachsender goldener Abtstab, hinten dreimal wellenförmig schräggeteilt von Rot und Silber.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 83 und im Bereich Handel und Verkehr 23 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 133 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 482. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 14 Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 13 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 303 ha, davon waren 178 ha Ackerfläche.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 938 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 53 T€.

Freizeit und Einzelhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Gemeinde sehr stark. Neben einem großen Sportzentrum verfügt sie nun über ein Einkaufs- sowie Gesundheitszentrum mit mehreren Fachärzten und seit 6. Oktober 2014 auch über eine Apotheke.

Alle fünf Jahre feiern verschiedene Ortsvereine ihre Grünundungsjubiläen mit einem mehrtägigen Fest, das jedes Mal viele Tausend Besucher aus der Region anlockt. Im Jahr 2015 findet die Echinger Festwoche bereits zum neunten Mal statt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eching, Pfarrkirche St. Peter und Paul

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 50 Kindern
  • Volkshochschule Ammersee-Nordwest

Wegen sinkender Schülerzahlen, gibt es seit einigen Jahren keine Grundschule mehr in Eching. Die Schüler werden nun zentral in Windach unterrichtet. Über die Nachnutzung des Schulgebäudes wird derzeit diskutiert. Das Echinger Schulgebäude wird seit Anfang 2016 als Flüchtlingsunterkunft genutzt

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ansonsten beschauliche Gemeinde Eching am Ammersee geriet durch die Entführung von Ursula Herrmann deutschlandweit ins Licht der Öffentlichkeit.

Thilo Bode, der Gründer und Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, wurde 1947 in Eching am Ammersee geboren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eching am Ammersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Eching am Ammersee – Reiseführer