Echter Bonito

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen:
Angaben zur Fortpflanzung ehlen völlig.
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.
Echter Bonito
Echter Bonito (Katsuwonus pelamis)

Echter Bonito (Katsuwonus pelamis)

Systematik
Stachelflosser (Euacanthomorphacea)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Scombriformes
Familie: Makrelen und Thunfische (Scombridae)
Gattung: Katsuwonus
Art: Echter Bonito
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Katsuwonus
Kishinouye, 1915
Wissenschaftlicher Name der Art
Katsuwonus pelamis
Linnaeus, 1758

Der Echte Bonito (Katsuwonus pelamis, jap. Katsuo (veraltet: Katsuwo), engl. Skipjack tuna) ist die einzige Art der damit monotypischen Gattung Katsuwonus innerhalb der Makrelen und Thunfische (Scombridae). Der Echte Bonito lebt in tropischen und subtropischen Meeren, wird im Sommer aber auch gelegentlich in der Nordsee gefangen. Im östlichen Mittelmeer und im Schwarzen Meer fehlt er.

Der Unechte Bonito (Auxis thazard) sieht ihm ähnlich, sein Fleisch wird jedoch als weniger wertvoll betrachtet.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Echte Bonito erreicht gewöhnlich eine Länge von 80 cm FL (Fork length, gemessen bis zum Ende der mittleren Schwanzflossenstrahlen), maximal kann er eine Länge von 110 cm FL, ein Gewicht von 34,5 kg und ein Alter von 12 Jahren erreichen. Sein Rücken ist dunkel blauviolett. Die unteren Seiten und der Bauch sind von silberner Farbe, in Längsrichtung verlaufen hier vier bis sechs auffällige dunkle Bänder die bei lebenden Tieren als Reihen von dunklen Flecken erscheinen können. Eine Schwimmblase ist nicht vorhanden. Der Fortsatz zwischen den Bauchflossen (Beckenfortsatz, Interpelvic process) ist klein und zweigeteilt. Der Körper ist mit Ausnahme des Korselett (Bereich hinter dem Kopf und der Brustflosse) und der Seitenlinie unbeschuppt. [1]

Der Echte Bonito hat 41 Wirbel. Die erste Rückenflosse wird von 14 bis 16 Hartstrahlen gestützt. Die zweite Rückenflosse mit 14 bis 15 Weichstrahlen[1] ist von der ersten schmal getrennt, der Abstand ist nicht größer als der Augendurchmesser. Auf die zweite Rückenflosse folgen 7 bis 9 Finlets[2] (spezielle kleine, strahlenlose Flossen entlang des Schwanzstiels). Die Afterflosse wird von 14 bis 15 Weichstrahlen gestützt[1], ihr folgen 7 oder 8 Finlets.[2]

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Echte Bonito ernährt sich hauptsächlich von Fischen, Krebstieren und Weichtieren. Zur Beute gehören auch Stachelmakrelen und Drückerfische. Seine vielfältige Nahrung lässt auf einen Opportunisten schließen, der jedes verfügbare Futter nimmt. Auch Kannibalismus kommt häufig vor. Die Hauptzeiten beim Nahrungserwerb sind der der frühen Morgen und der späte Nachmittag.[2] Der Echte Bonito zählt wiederum zur Beute von großen pelagischen Fischen[3], seine Hauptprädatoren sind andere Thunfische und Speerfische.[2]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katsuo no Tataki

Der Echte Bonito ist die wirtschaftlich bedeutendste als „Thunfisch“ vermarktete Art, obwohl er selbst zoologisch nicht zur Gattung der Thunfische (Thunnus) gehört[4], sondern deren nächster Verwandter ist. Er wird frisch, als Konserve und getrocknet als Bonitoflocken angeboten. Er ist von Natur aus deutlich fettärmer als echter Thunfisch, in Dosen im eigenen Saft verliert er durch die Verarbeitung nochmals Fett.[5]

In der japanischen Küche wird er als Katsuobushi, d. h. getrocknet und geräuchert, oder als Katsuo no shiokara verarbeitet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruce B. Collette, Cornelia E. Nauen: Scombrids of the world. An annotated and illustrated catalogue of tunas, mackerels, bonitos and related species known to date (= FAO Species Catalogue. Bd. 2 = FAO Fisheries Synopsis. Nr. 125, Bd. 2). United Nations Development Programme u. a., Rom 1983, ISBN 92-5-101381-0, S. 42–44, (Vollständige Ausgabe).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Echter Bonito auf Fishbase.org (englisch)
  2. a b c d FAO Fisheries & Aquaculture Species Fact Sheets: Katsuwonus pelamis (Linnaeus, 1758) (Online)
  3. Katsuwonus pelamis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.1. Eingestellt von: B. Collette et al., 2011. Abgerufen am 8. Oktober 2013
  4. Thunfische
  5. "Thunfisch – Praktische Proteinquelle mit Tücken?" S. 4 ff

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Echter Bonito (Katsuwonus pelamis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien